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Licht aus der Quelle der Wahrheit - Wort und Lehre

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Adoramus te Christe:
Die Wahre Seligkeit

Lukas 11,27-28:

Als er das sagte, rief eine Frau aus der Menge zu ihm zu(Vgl. Lk 1,48; Lk 4,18+): Selig die Frau, deren Leib dich getragen(Lk. 23,29) und deren Brust dich genährt hat(Lk 8,21). Er aber erwiderte (Dt 6,3): Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen(Spr. 19,16).
(Apk 1,3)

Auszug aus Meditation über Lukas von Hochw. Richard Gutzweiler:

Die Redegruppe über die Wlt Gottes und die Welt Satans wird abgeschlossen durch ein kurzes, bedeutsames Wort. Die Frau aus dem Volk sagt zu Jesus: "Selig der Leib, der dich getragen, und die Brust die dich genährt hat!" Die Antwort Jesu lautet: "Wahrhaft selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren!"

1. Das Wort Gottes
Die Worte, die Jesus gesprochen hat, sind Gottes Wote. Wer sie hört, mit dem inneren Gehör des Herzens, und wer sie befolgt, in Gesinnung und Tat, hat den Weg zur Seligkeit gefunden. Ja, er besitzt schon eine innere Seligkeit. Denn nichts kann den Menschen so beglücken wie der Reichtum des Gotteswortes, das Geist und Herz erfüllt, weil es Klarheit bringt und Liebe weckt. Diese lebendige Aufnahme des Wortes Gottes ist so groß, dass daneben sogar die irdische Größe Marias zurücktritt. Es ist gewiss etwas Großes, Mutter eines solchen Gesetzeslehrers, Predigers und Beglückers der Menschen zu sein, ja sogar Mutter des menschgewordenen Gottes. Aber es bleibt eine äußere Beziehung. Größer ist das innere Jasagen zum Wort des Herrn. Kühner kann due Größe des Glaubens nicht mehr formuliert werden.

2. Maria
Ist damit die Marienverehrung durch Jesus verurteilt? Keineswegs. Denn einmal ist das Wort jener Frau aus dem Volk durch Jesus bestätigt. In der Tat ist der Leib seligzupreisen, der ihn getragen, und besteht das Wort des Magnifikats zu Recht: "Von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter." Die einmalige Stellung Marias als Mutter Jesu begründet mit Recht das Lob und die Verehrung der Mutter, die Jesus geboren hat. Dazu kommt aber das andere: Die Seligpreisung Jesu gilt für niemanden so sehr wie gerade für Maria. Denn wer hat das Wort Gottes mit hellerem Geist und breiterem Herzen gehört als sie? Sie hat ja dieses menschgewordene Wort in ihrem Schoß getragen, jahre- und jahrzehntelang in ihrer Nähe gehabt. Und sie hat dieses Wort nicht nur aufgenommen, sondern sie hat die Worte dueses Wortes auch befolgt wie niemand anders. Die Hingabe der ancilla Domini, "Mir geschehe nach deinem Wort", hat das Leben Marias gestaltet bis zur Hingabe unter dem Kreuz und bis zur Hingabe bei ihrer eigenen Aufnahme in den Himmel, wo sie nun mit dem Wort Gottes völlig und für immer vereint ist. So gilt die Seligpreisung durch Jesus selbst in besonderer Weise Maria. Echte Marienverehrung ist hier gerade durch Jesus gebilligt und in ihrer doppelten, äußeren und inneren, naturhaften und übernatürlichen, Größe aufgezeigt.

Kommentar aus der Navarre Bibel:
Gemäß der Tradition sprechen diese Sätze von der Größe der Allerheiligsten Jungfrau Maria, weil sie "die Worte annahm, in denen der Sohn, das Königreich über alle Rücksichten und Bande des Fleisches und Blutes stellend, diejenigen selig nannte, die das Wort Gottes hören und bewahren, wie sie (Maria) es treu tat." (II. Vatikanisches Konzil, Lumen gentium 58). Die Kirche bekennt, dass "während ihres ganzen Lebens, auch in ihrer letzten Prüfung, als Jesus, ihr Sohn, am Kreuz starb, wankte ihr Glaube nicht . Maria gab ihren Glauben, daß das Wort Gottes "in Erfüllung gehen wird", nie auf. Darum verehrt die Kirche in Maria die lauterste Glaubensgestalt" (KKK 149).

Adoramus te Christe:
Und sein Schweiß wurde wie Tropfen Blutes, die auf die Erde niederrannen. (Lk 18,44ff)

"Er weinte aus allen Poren seines Körpers." (Hl. Bernhard)

Das Blut Christi ruft zum ewigen Vater nicht um Gerechtigkeit, wie das Blut Abels, sondern um Barmherzigkeit für die Sünder.

Stellen wir uns vor, wir wären in jener Nacht im Ölgarten zu Getsemani gewesen und hätten das Blut Jesu Christi den Erdboden röten sehen. Mit welcher Ehrfurcht hätten wir uns niedergekniet,  um es zu verehren. Haben wir nicht Täglich dieses selbe Heilige Blut auf unseren Altären? Knien Wir uns nieder und beten wir es an.
Blut des Erlösers, wasche uns rein von unseren Sünden! Durchglühe unsere Seele mit dem Feuer Deiner heiligen Liebe!

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