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VON WOCHE ZU WOCHE

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amos:
LEINEN LOS!

Anker lichten.
Fesseln lösen.
Über Bord werfen,
was mich bedrückt und bedrängt.

Den sicheren Hafen verlassen.
Neues wagen.
Mich aufmachen
zu unbekannten Zielen.

Segel setzen.
Mich vom Wind,
meinen Hoffnungen
und Träumen treiben lassen.

Den Sternen folgen.
Mich führen lassen.
Geführt werden.
Vertrauen.

Gisela Baltes

Quelle: MAGNIFICAT
           BUTZON & BERCKER - VERLAG

amos:
EGO TE ABSOLVO

Sie bringen einen Gelähmten zu Jesus,
glauben fest daran,
daß er ihn heilen wird.

Jesus blickt ihn an,
sieht nicht nur das körperliche Geberechen,
sondern auch die innere Versehrtheit.

"DEINE SÜNDEN SIND DIR VERGEBEN!"
sagt Jeus.

Damit hat niemand gerechnet.
Einige der Umstehenden murren,
sprechen von Gotteslästerung.

Dann werden sie Zeugen,
wie Jesus den Kranken
auch von seinen körperlichen Leiden befreit.

Geheilt an Leib und Seele
erhebt sich der Mann von seinem Lager.
Da staunen alle, die dabei sind.

"DEINE SÜNDEN SIND DIR VERGEBEN!"
spricht uns Jesus auch heute immer noch zu.

"DEINE SÜNDEN SIND DIR VERGEBEN!"
Heilmittel für die Seele.
Heute wie damals.

Gisela Baltes

Quelle: MAGNIFICAT, Verlag Butzon & Bercker

amos:
WENN MÖGLICH, BITTE WENDEN!

"Sie haben Ihr Ziel erreicht!"
sagt die angenehme Stimme
meines Navigationsgeräts.

Ja, mein "Navi" führt mich gut.
Und wenn ich mich trotzdem
einmal verfahre, heißt es freundlich:
"Wenn möglich, bitte wenden!"

Ach, wenn es so einen Navigator
doch auch für mein Leben gäbe!
Doch leider erschallt keine Stimme vom Himmel:
"Geh hierhin." - "Geh dorthin." - "Bitte wenden!"

Allerdings gibt es in meinem Innern
etliche Stimmen, die mir raten:
"Tu dies!" - "Laß das!" - "Bitte umkehren!"
Manchmal schicken sie mich auf die falsche Fährte.
Deshalb muß ich sie hin und wieder justieren.

Die Nachricht:
"Du hast dein Ziel erreicht!"
steht noch aus.

Gisela Baltes

amos:
 
VON WOCHE ZU WOCHE

"Sei gegrüßt!"
Ist er ein Traum oder Wirklichkeit,
dieser himmlische Bote,
der sie erschreckt?
Sein "Fürchte dich nicht!"
kann das nicht ändern.

Ein Kind soll sie bekommen?
Völlig unmöglich!
Wie soll das geschehen?
Und überhaupt: Welch eine Schande!
Kaum versteht sie,
was der Bote weiter noch sagt.

Gott braucht sie? Er hat sie erwählt?
Warum gerade sie?

Der Bote wartet auf Antwort.
Hier und jetzt soll sie
über ihr weiteres Leben entscheiden.
Angst schnürt ihr die Luft ab.
Doch im Vertrauen auf Gott
spricht sie ihr Ja.

Gott ruft auch heute noch in seinen Dienst.
Unerwartet, unbegreiflich vielleicht.
Erlaube dir, unsicher zu sein. Zweifle! Frage!
Dann sprich dein Ja oder Nein.
Sei gewiß, Gott achtet deine Entscheidung.

Gisela Baltes
Quelle: Magnificat, Verlag Butzon&Bercker

amos:
HOFFNUNG UND FREUDE

"Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht..."
Das singt sich leicht in Hochstimmung:
"Christus meine Zuversicht!"
Aber warum wirken wir Christen
oft so wenig hoffnungsvoll,
strahlen kaum Freude aus?

Christus, "auf dich vertrau' ich
und fürcht' mich nicht..."
In dir allein liegt unser Hoffen begründet,
und zugleich bist du das Ziel.
Der Glanz der Osternacht
ist stärker als alles Dunkel,
das uns gefangennehmen will.

Darum haben Not und Tod nicht das letzte Wort.
Darum dürfen wir mutig sein, der Freude Raum geben
und das ängstliche Sorgen lassen.

Wir Christen haben allen Grund
zu Hoffnung und Freude,
nicht, weil wir die Augen verschließen
vor den Widersprüchen um uns,
sondern weil wir vertrauen dürfen:
Wir müssen diese Welt nicht allein bestehen.
Du bist an unserer Seite, weil du es so willst.

Stärke unser Vertrauen auf dich,
festige unsere Hoffnung,
hilf uns, voller Zuversicht das Heute bestehen.

Maria Andrea Stratmann SMMP

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