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HALTE INNE, NIMM DIR ZEIT!

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amos:
Am Mittag

MÖGE DIE STRASSE DICH FÜHREN
Reisesegen

Möge die Straße unter deinen Füßen
geradeaus dich führen an dein Ziel!
Über dir soll der Himmel dich grüßen,
erheitern dich mit seinem Wolkenspiel!
Bis wir uns erneut begegnen
wünschen wir dir eine gute Zeit!
Möge dich Gott beschützen und segnen,
seine Hand dir reichen zum Geleit!

Wind soll um deine Nasenspitze wehen,
kühlen dir den Kopf und den Verstand!
Ringsherum mögen Obstbäume stehen,
und Blumen links und rechts am Wegesrand!

Mögest du einen warmen Mantel tragen,
wenn das Wetter ungemütlich wird,
einschließlich Schal und molligem Kragen,
damit es dich im Nacken niemals friert.


Sollte es einmal donnern oder blitzen,
findes du gewiss ein Dach, ein Haus
mit einer Bank, um auf ihr zu sitzen.
So hälst du das Gewitter bestens aus.

Irgendwann später musst du uns erzählen,
wie's dir unterwegs erging, ganz klar,
von allen Tagen, dunklen und hellen,
und ob die Reise für dich glücklich war.

Bis wir uns erneut begegnen
wünschen wir dir eine gute Zeit!
Möge dich Gott beschützen und segnen,
seine Hand dir reichen zum Geleit!

amos:
Am Mittag

ICH BRECHE AUF

Ich breche auf, obwohl ich spüre,
dass meine Kraft nicht sehr weit reicht.
Der Weg ist schwer, zu schwer vielleicht.
Wenn ich den Schritt dennoch riskiere,
dann, Herr, weil du gerufen hast,
und deine Freude mich erfasst.

Ich gehe auf dein Wort hin weiter.
Was früher war, liegt hinter mir.
Ich schätze dich, vertraue dir.
Du bist mein Freund, bist mein Begleiter,
trägst meine Last, nimmst meine Hand,
führst mich durch unbekanntes Land.

Du lässt mich neue Welten sehen.
Du schenkst mir deinen Heil'gen Geist,
der mich aus allen Zweifeln reißt,
gewährst mir tieferes Verstehen.
Und endlich weiß ich, was ich will:
Du bist mein Weg, du bist mein Ziel!

amos:
Am Abend

ES LOCKT DIE STILLE MICH

Es lockt die Stille mich
in deine Nähe.
Dich, Gott des Lebens,
suche ich.
Du bist das Ziel, dem ich
entgegengehe.
Mein ganzes Sehnen
kreist um dich.

Das Schweigen, mein Gebet,
zieht mich nach innen.
Ich öffne mich dir,
schwinge ein,
ertaste, spüre dich
mit allen Sinnen.
Du bist der Urgrund,
bist das Sein.

Wen deine Hand berührt,
der darf genesen.
Geheimnisvolle
Wunderkraft,
die sich lebendig zeigt
in allen Wesen,
in allen Herzen
Frieden schafft.

amos:
Am Morgen

ZIEH, ABRAHAM, ZIEH FORT

Zieh, Abraham, zieh fort von hier!
Vergangenes lass hinter dir!
Ich will dir Zukunft geben!
Geh deinen Weg! Schau nicht zurück!
Im Wagnis, vor dir, liegt dein Glück,
ein neues Land, dein Leben.

Ahnst du, wie groß sie ist, die Welt?
Hast du die Sterne je gezählt,
die nachts am Himmel stehen?
Wie staunenswert ist ihre Zahl!
Wo du auch sein wirst, überall
kannst du sie leuchten sehen.

Hab Mut! Brich deine Zelte ab!
Erheb dein Haupt! Nimm deinen Stab
und zieh hinaus ins Weite!
Ich bin dir nah in jeder Not.
Vertraue mir! Ich bin dein Gott.
Ich bin an deiner Seite.

amos:
Am Abend

DER ABEND FÄLLT

Der Abend fällt. Der Tag will enden.
Die Dämmrung legt sich still aufs Land.
Wir sind in deinen guten Händen.
Durch dich hat jedes Ding Bestand.

Wir ruhen, Gott, in deinem Segen.
Du hütest uns. Du hälst die Wacht.
Die Erde kreist dem Licht entgegen.
Sie dreht sich weiter durch die Nacht.

Wenn hier bei uns die Sonne schwindet,
doch andernorts der Morgen steigt,
wird deine Güte dort verkündet
wo jener neue Tag sich zeigt.

Das Licht, das ohne anzuhalten
rings um den ganzen Erdkreis geht,
erweckt als Danklied für dein Walten
ein unaufhörliches Gebet.

Auch wir sind vor dich hingetreten,
um dir das Abendlob zu weihn
und dich, den Schöpfer, anzubeten.
Du, Gott, bist ewig, du allein.

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