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Die gute Gattin und Mutter. Ein Katholisches Lehr- und Gebetsbuch.
ArmeSeele:
XXXIII.
Die christliche Witwe.
Allerdings ist herbe das Los, welches dich, christliche Witwe, getroffen hat. Wohl berechtigt ist deine Trauer um den teuren, lieben Gatten, der dir Schutz, Stütze, Ratgeber, Tröster und Helfer in jeder Not und in jedem Leiden war, mit dem du unermüdlich für die ganze Familie gearbeitet und die Kinder zum Guten angehalten hast, mit dem du Freud und Leid, Mühe und Sorgen liebevoll geteilt hast; gebrochen ist nun der Stab deines Lebens, ohne Rat und Stütze stehst du inmitten einer boshaften Welt, von vielen Seiten vielleicht noch bedrängt und beängstigt.
Doch, christliche Witwe, verliere den Mut nicht. Wenn du wahrhaft eine christliche Witwe bist, so darfst du dein Vertrauen auf GOTT, den Allmächtigen Vater der Witwen und Waisen, setzen. Er wird dir helfen, raten und dich unterstützen, Er wird dir sein, was dein Gatte dir gewesen und noch unvergleichlich mehr. „Fürchte dich nicht,“ ruft Er dir zu, „denn Ich bin bei dir; wanke nicht, denn Ich bin dein GOTT. Ich stärke dich und helfe dir.“ (Eccl. 41, 10.) Darum jammere nicht in Mutlosigkeit und beleidige den Allmächtigen Beschützer nicht mit Wehklagen und nutzloser Trauer, sondern sprich voll Ergebung: „Herr, Dein Wille geschehe, tut es auch noch so wehe.“ Mach dir so dein Kreuz verdienstlich, vertraue zuversichtlich auf die Göttliche Vorsehung, vergiss deinen verstorbenen Gatten im Gebete nicht, erfülle nur mutig deine Pflichten, und alles wird zu deinem Besten gereichen.
Die Welt hält zwar diejenigen, welche von der Göttlichen Vorsehung in den Witwenstand versetzt sind, für überaus unglücklich und oft für sehr töricht, wenn sie nicht eine neue Verbindung eingehen wollen. Wie ungerecht aber diese Ansicht ist, zeigt uns unsere Heilige Kirche.
Schon vom ersten Anfange des Christentums gab es zahlreiche Jungfrauen, welche durch eine feierliches Gelübde sich verpflichteten, ihre Jungfräulichkeit allezeit zu bewahren und ein vollkommeneres Leben als die gewöhnlichen Gläubigen zu führen. Die Bischöfe betrachteten sie als einen vorzüglichen, besonderer Sorgfalt würdigen Teil ihrer Herde, und die Witwen, welche nur einmal verheiratet gewesen waren, wurden zu demselben Gelübde und zu derselben Ehre zugelassen, wofern sie auf eine zweite Ehe verzichteten. Durch ihr Alter, ihre Erfahrung, durch den Ernst und die Würde ihres Betragens waren diese Frauen besonders geeignet, Personen ihres Geschlechts zu unterweisen, über Jungfrauen, über Arme und über verlassene Kinder zu wachen. Was Wunder, wenn die Witwen immer als einer der kostbarsten Edelsteine an der Krone der Kirche angesehen wurden.
Auch die Heilige Schrift gibt uns Aufschluss über den Witwenstand. Der Heilige Paulus schreibt an die Korinther: „Das Weib ist an das Gesetz gebunden, solange ihr Mann lebt: Entschläft aber ihr Mann, so ist sie frei, sie heirate, wenn sie will, doch (geschehe es) im Herrn. Seliger aber ist sie, wenn sie so (lebendig) bleibt nach meinem Rate.“ (1. Kor. 7, 39.) Nach diesen klaren Worten der Heiligen Schrift gehört der Witwenstand, wie die Jungfräulichkeit, obschon letztere höher steht, unter die evangelischen Räte. Aus diesem Grunde stellt sie auch der Völkerapostel öfters zusammen, zum Beispiel: „Ein unverheiratetes Weib und eine Jungfrau ist auf das bedacht, was des herrn ist, damit sie an Leib und Seele heilig sei.“ (1. Kor. 7, 34.)
Die Erhabenheit des Witwenstandes rühmt die Heilige Schrift an Judith mit folgenden Worten: „Obwohl Judith schön von Angesicht war und ihr Mann ihr große Reichtümer hinterlassen hatte, so sehen wir sie doch ein zurückgezogenes Leben führen und im Innern ihres Hauses verschlossen mit den Mägden, die ihr dienten. Von dem Tage an, wo sie ihren Man verloren, hatte sie ihre kostbaren Kleider abgelegt; sie verzichtete auf allen äußeren und weltlichen Schmuck, auf Gesellschaften, sie vermied, öffentlich zu erscheinen, und widmete sich einem bußfertigen Leben. Und sie hatte bei jedermann einen sehr guten Namen, und niemand war, der etwas Böses von ihr redete.“ (Jud. 8, 4.)
Wie schön spricht ferner die Heilige Schrift von der Witwe zu Sarepta (3. Kön. 17.), von der Witwe Anna im Tempel zu Jerusalem (Luk. 2.) und von der Witwe am Opferfasten, welche mehr gegeben hat als alle.“ (Mark. 12.)
„Ehre die Witwen,“ ermahnt der Heilige Paulus alle Christen in der Person des Timotheus, „die wahrhaft Witwen sind.“ Und gewiss, eine solche verdient geehrt zu werden; denn wie groß steht das schwache Weib da, welches dem in die Ewigkeit vorausgegangenen Manne ihr liebendes Herz bewahrt und dadurch ein ruhmvolles Zeugnis von der Reinheit, Innigkeit und Treue ihrer ersten Liebe öffentlich ablegt; während im umgekehrten Falle sie ihrer ehelichen Liebe selbst ein trauriges Zeugnis ausstellt, wenn sie nämlich vom Grabe des verstorbenen Gatten zurückkehrend sich herausputzt, um wieder einem anderen zu gefallen.
Welche Pflichten hat denn die christliche Witwe? Sehr schön setzt das der Heilige Franz von Sales in seiner Philothea auseinander, indem er schreibt:
„Eine Witwe, die Kinder hat, welche ihrer Erziehung und Leitung, namentlich in Rücksicht des Seelenheiles und des irdischen Fortkommens, bedürfen, kann und darf dieselben auf keine Weise vernachlässigen. Im Gegenteile, sie muss ihnen vergelten, was sie selbst von ihren Eltern empfangen hat. „Wer für die Seinigen,“ sagt der Heilige Paulus, „und besonders für seine Familie keine Sorge trägt, hat den Glauben verleugnet und ist ärger als ein Ungläubiger.“ (1. Tim. 5, 8.) Sind die Kinder aber bereits in der Lage, dass sie keiner Fürsorge mehr bedürfen, so soll die Witwe alle ihre Wünsche und Gedanken einzig und allein auf ihr Wachstum in der Liebe zu GOTT richten. Wird sie nicht dringend genötigt, sich in verwickelte und beunruhigende Geschäfte und Verhältnisse, wie zum Beispiel in Prozesse, einzulassen, so rate ich sehr, sich derselben gänzlich zu entschlagen und bei allen ihren Angelegenheiten stets den ruhigsten und friedlichsten Weg zu wählen, und sollte er auch nicht immer der nützlichste zu ein scheinen. Denn die Vorteile, welche aus solchen Händeln hervorgehen, müssen in der Tat schon sehr groß sein, um mit dem kostbaren Gute einer Heiligen Ruhe in Vergleich zu kommen.
Eine beständige Übung der Witwe sei das Gebet, denn da sie keine andere Liebe mehr hegen darf, als nur für GOTT, so soll sie auch fast keine anderen Worte mehr haben, als nur für Ihn. Das Gebet sei daher ihre liebste Beschäftigung.
Die Tugenden, welche eine fromme Witwe besonders zu üben hat, sind folgende: Sittsamkeit und Eingezogenheit, Verzichtleistung auf Gesellschaften, auf Ehren, Titel, Rang und alle derartige Eitelkeiten; Pflege der Armen und Kranken, Trost der Betrübten, Anleitung der Mädchen zur Gottseligkeit und das ernstliche Bestreben, den jungen Frauen in jeglicher Hinsicht ein vollkommenes Muster zu sein. Einfachheit und Reinlichkeit ist der Schmuck ihrer Kleider, Demut und Liebe die Zierde ihrer Handlungen. In ihrer Rede zeigt sich Anstand und Freundlichkeit, und Jesus Christus, der Gekreuzigte ist die Einzige Liebe und Freude ihres Herzens.
Kurz, die wahre Witwe ist im Garten der Kirche gleichsam ein Frühlingsveilchen, das durch den Wohlgeruch der Gottseligkeit einen unvergleichlich süßen Duft verbreitet und sich dabei verborgen hält. Seine unscheinbare Farbe deutet auf Abtötung; es blüht nur an kühlen und einsamen Orten, um nicht vom Umgange mit Weltmenschen zertreten zu werden und die Frische des Herzens gegen jegliche Hitze zu bewahren, welche das Verlangen nach Gütern, Ehren oder selbst nach weltlicher Liebe hervorrufen könnte. Glücklich die Witwe, die also behaart bis zum Ende ihrer Tage!“
Schlusswort.
Um nochmals kurz das Wichtigste aus den Belehrungen zusammenzufassen, rufe ich dir, gute Gattin und Mutter, zu Schlusse zu:
Willst du Glück und Segen im Ehestande haben, so musst du immer die Heiligkeit und Würde deines Standes wohl beherzigen und all deine Pflichten, die du als Gattin und als Mutter hast, immer treu zu erfüllen suchen.
Als Gattin musst du in Eintracht, Liebe, ehelicher Treue, Keuschheit und Gehorsam mit deinem Gatten leben, bis der Tod das Band der Ehe auflöst. Du sollst und musst dich fortwährend bestreben, mit deinem Gatten ein Herz und eine Seele zu sein, und so in Eintracht und Friede mit ihm leben. Du sollst und musst ihn lieben mit beständiger, geduldiger und tätiger Liebe, einer Liebe, die nicht bloß aus Antrieb der Natur, sondern aus Beweggründen des Glaubens entspringt, welche dich ebenfalls zur standesgemäßen Keuschheit und zu einem freudigen Gehorsam gegen das Haupt der Familie veranlassen werden. Du sollst und musst deinem Gatten die eheliche Treue bewahren, jede derselben zuwiderlaufende oder sie gefährdende Neigung und Begierde bekämpfen und unterdrücken, jede Eifersucht und Misshelligkeit im Keime ersticken oder, wenn sie in unbewachten Augenblicken Wurzel gefasst, wieder so bald als möglich beseitigen. Ihr sollt und müsst euch einander durch Gottseligen Wandel erbauen, euch gegenseitig im Streben nach einem wahrhaft christlichen Leben unterstützen, einander trösten, helfen, ermuntern und stärken in Kreuz und Leid. Nichts darf imstande sein, euch zu trennen, als der Tod, welcher christliche Eheleute hier auf Erden trennt, um sie jenseits ewig miteinander in der Himmlischen Glückseligkeit zu verbinden. O überaus glückliche Ehe, in welcher eine solche gute Gattin ist! „Wie die aufgehende Sonne an GOTTES hohem Himmel, so ist das Angesicht des guten Weibes zur Zierde ihres Hauses.“ Als Familienmutter sollst und musst du fleißig und sparsam sein. Du sollst und musst für die Zukunft deiner Kinder sorgen. Sage nicht, dass dieselben sich in den reiferen Jahren auf der Welt durcharbeiten könnten, wie du es etwa selbst getan hast. Denn das ist eine unverständige, gewissenlose und strafwürdige Ausrede. Wer Kinder hat, muss ihnen wo möglich ein Erbe hinterlassen. Wer es nicht tut, der handelt in dieser Beziehung nicht besser als der Rabe auf dem Baume, der Hund auf der Gasse und der Wolf im Walde. Fern sei von dir, gute Mutter, eine solche Denk- und Handlungsweise!
Als Mutter bist du streng verpflichtet, deine Kinder zu Gotteskindern und zu Erben des Himmels heranzubilden; du darfst sie nicht nach den Grundsätzen der Welt erziehen, sondern du musst sie nach den Vorschriften und Grundsätzen des christlichen Glaubens zu allem Guten anleiten und von allem Bösen abhalten. Und das muss schon von frühester Jugend an geschehen; denn wie man den Baum nur gerade ziehen kann, solange er noch jung und zart ist, so muss auch die Erziehung schon im zartesten alter beginnen. „Jung gewohnt – alt getan,“ das gilt sowohl vom Guten als vom Bösen. Wie bitter würdest du es zu bereuen haben, wenn du die Erziehung vernachlässigtest! Jammer und Schande würdest du an deinen missratenen Kindern erleben und vor Schmerz und Gram über ihre entehrende Lebensweise vor der Zeit ins Grab finden. Und was erst würdest du als pflichtvergessene Mutter in der Ewigkeit zu erwarten haben? Origenes sagt geradezu: „Alles, was die Kinder gefehlt, wird von den Eltern gefordert werden, welche dieselben nicht erzogen, nicht gezüchtigt haben.“ „Ein großer Teil der Eltern geht des Heiles verlustig gerade deshalb, weil durch ihre Schuld die Kinder verdorben sind und verloren gehen.“
O gute, christliche Mutter, sorge doch durch eine gewissenhafte christliche Kindererziehung vom zartesten Alter an, dass du nicht zu diesen unglücklichen Müttern gehörst! Glaube aber gar nicht, dass es genug sei, wenn durch deine und deines Gatten Bemühungen deine Kinder die ersten Jahre hindurch unschuldig bleiben, wenn sie brav sind bis zur ersten Heiligen Beichte und zur ersten Heiligen Kommunion oder noch ein paar Jahre länger. Nein, du musst auch alles aufbieten, was du kannst, damit sowohl deine heranwachsenden als auch deine erwachsenen Söhne und Töchter unschuldig und brav bleiben. Lies daher öfters die Belehrungen, Mahnungen und Warnungen, welche in diesem Buche enthalten sind; erwäge sie ernstlich und handle stets danach. Besorge auch deinem Gatten ein gutes Standesgebetbuch, damit er mit dir desto eher seine Heiligen Standespflichten getreu erfüllt.
Wohl dir, gute Gattin, wenn du dieses tust! Alsdann kannst du getrost dein Haupt zur Ruhe legen. Alsdann kannst du bei deinem Tode aufrichtig zum Göttlichen Richter sagen: „Herr, die Du mir anvertraut hast, habe ich treu bewahrt und gut behütet, keiner von ihnen ist (durch meine Schuld) verloren gegangen.“ (Joh. 17,12.) Alsdann wird eine überaus schöne, herrliche Himmelskrone dein Anteil in alle Ewigkeit sein. Amen.
Fortsetzung folgt!
ArmeSeele:
Zweiter Teil.
Gebete und Andachtsübungen
für
D i e g u t e G a t t i n u n d M u t t e r.
I.Tägliche Andachten.
Morgengebet.
Wichtig ist der gute Anfang des Tages.
beim Erwachen richte darum sogleich deine Gedanken auf den lieben GOTT, und ist die Zeit zum Aufstehen da, so stehe ohne Zögern auf, kleide dich sittsam unter Gebet an! Vergiss niemals, durch eine gute Meinung all dein Tun und Lassen verdienstlich für den Himmel zu machen. Beginne jeden Tag so, als wäre er der letzte deines Lebens. Wenn du angekleidet bist, bete wo möglich knieend und zusammen (Als gemeinschaftliches Morgen- oder Abendgebet eignet sich sehr gut das Gebet der christlichen Familie.) mit deinem Gatten und deinen Angehörigen:
Anbetung und Danksagung.
Ich bete Dich an, ich Lobe und Verherrliche Dich, o Allerheiligste Dreifaltigkeit! Ich sage Dir Dank, dass Du mich in dieser Nacht so gnädig bewahrt und mir wieder einen neuen Tag geschenkt hast. Amen.
Die vorzüglichsten Tugendakte.
Herr GOTT, wegen der Wahrhaftigkeit Deiner Worte glaube ich an Dich, o mein GOTT!
Wegen der Treue Deiner Verheißungen hoffe ich auf Dich, o mein GOTT!
Wegen der Größe Deiner Güte liebe ich Dich, o mein GOTT!
Wegen meiner armseligen Sündhaftigkeit verabscheue ich mich, o mein GOTT!
Wegen Deiner brennenden Liebe im Heiligen Sakrament verlange ich nach Dir, o mein Liebster Jesus!
O, so gib denn Du mir die lebendigen Wasser Deiner Gnade!
Und sende mir vom Vater den Heiligen Geist!
Du aber, o Heiliger Geist, gib mir die Gnade, dass ich Deine Heiligen Führungen klar erkenne und denselben beharrlich folge. Amen.
Gute Meinung und Bitte.
Heiliger, Allmächtiger GOTT, ich opfere Dir alles, was ich heute tun oder leiden werde, zu Deiner Größeren Ehre auf. Ich vereinige es mit den Unendlichen Verdiensten Jesu, empfehle mich in alle Heiligen Messen, die heute gelesen werden, und mach die Meinung, heute alle Ablässe gewinnen zu wollen, deren ich teilhaft werden kann. Hilf mir, o Herr, dass ich mein Gewissen stets rein bewahre, Dein Heiligen Gebote beobachte und die Ewige Seligkeit erlange. Es segne, bewahre und beschütze mich, meine lieben Angehörigen und alle Menschen der Allmächtige und Barmherzige GOTT, der Vater, Sohn und Heilige Geist! Amen.
Anrufung der lieben Engel und Heiligen.
Seligste Jungfrau Maria, beschütze mich als Dein Eigentum und Besitztum!
Glorreicher Heiliger Joseph, o mein Heiliger Schutzengel, mein Heiliger Namenspatron und all Ihr lieben Engel und Heiligen, stehet mir bei, damit ich an diesem Tage vor jedem Übel der Seele und des Leibes bewahrt bleibe! Amen.
Der Engel des Herrn...
Muttersegen über die Kinder.
Ich befehle dich (euch) in den Schutz des Allmächtigen GOTTES, in die Obhut der Seligsten Jungfrau, in die Wache der Heiligen Schutzengel und in den Schirm aller lieben Engel und Heiligen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Hast du noch Zeit, so verrichte einige von den folgenden Gebeten, besonders das zur Heiligen Familie.
Gebete während des Tages.
Der Engel des Herrn.
V: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft.
A: Und sie empfing vom Heiligen Geiste.
Gegrüßet seist Du...
V: Sieh, ich bin eine Magd des Herrn.
A: Mir geschehe nach Deinem Worte.
Gegrüßet seist Du...
V: Und das Wort ist Fleisch geworden.
A: Und hat unter uns gewohnt.
Gegrüßet seist Du...
V: Bitte für uns, o Heilige Gottesgebärerin!
A: Auf das wir würdig werden der Verheißungen Christi!
G e b e t. Wir bitten Dich, o Herr, Du wollest Deine Gnade in unsere Herzen eingießen, damit wir, die wir durch die Botschaft des Engels die Menschwerdung Christi, Deines Sohnes, erkannt haben, durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung geführt werden. Durch denselben Christum, unsern Herrn. Amen.
In der österlichen Zeit wird statt des „Engel des Herrn“ folgendes stehend gebetet:
V: Freu Dich, Du Himmelskönigin! Alleluja!
A: Den Du verdient hast zu tragen! Alleluja!
V: Der ist wieder auferstanden, wie Du gesagt. Alleluja!
A: Bitt GOTT für uns, Maria! Alleluja!
V: Freu Dich und frohlocke, o Jungfrau Maria! Alleluja!
A: Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden! Alleluja!
L a s s e t u n s b e t e n. O GOTT, der Du durch die Auferstehung Deines Sohnes, unsers Herrn Jesus Christus, die Welt zu erfreuen Dich gewürdigt hast; wir bitten Dich, verleihe, dass wir durch Seine Mutter, die Jungfrau Maria, die Freude des Ewigen Lebens erlangen. Durch denselben Christum, unsern Herrn. Amen.
Der Engel des Herrn ist ein Gebet zur Erinnerung an die Gnadenvolle Menschwerdung Jesu Christi und zur Danksagung für diese überaus Große Wohltat. Es ist eine sehr schöne Gewohnheit, dieses Gebet besonders für jene Menschen zu beten, die in der größten Gefahr sind, dass sie ewig verloren gehen: Die Ungläubigen, die armen Heiden und Sünder.
Wer täglich morgens, mittags und abends beim Glockenzeichen knieend dieses Gebet verrichtet, gewinnt jedesmal 100 Tage Ablass – und einmal im Monate nach vorhergegangener Beichte und Kommunion einen vollkommenen Ablass. - Samstagabend und Sonntag wird es stehend gebetet. (Benedikt XIII. 14. September 1724.)
Fortsetzung folgt!
ArmeSeele:
Gebet vor dem Essen.
Aller Augen warten auf Dich, o Herr, und Du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit, Du öffnest Deine Milde Hand und erfüllest alles, was da lebt mit Segen.
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Vater unser...
G e b e t. O Herr, segne uns und diese Deine Gaben, die wir von Deiner Freigebigkeit empfangen werden, durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Gebet nach dem Essen.
Wir danken Dir, Allmächtiger, Gütiger GOTT, für alle Deine vielen Wohltaten, der Du lebst und regierst in alle Ewigkeit. Amen.
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Vater unser...
G e b e t. O Herr, Du wollest allen denen, die uns um Deines Namens willen Gutes tun, mit den Ewigen Gütern es vergelten! Amen.
Alle abgestorbenen Gläubigen Seelen mögen ruhen durch die Barmherzigkeit GOTTES in Frieden. Amen.
(„Der Engel des Herrn“, wenn du ihn nicht schon früher gebetet hast.)
Tägliches Gebet zur Heiligen Familie.
O Liebreichster Jesus, der Du mit Deinen Unaussprechlichen Tugenden und mit den Beispielen Deines verborgenen Lebens die von Dir hier auf Erden auserwählte Familie Geheiligt hast, blicke gütigst auf diese unsere Familie herab, welche vor Dir niedergeworfen, Dich um Deine Huld anfleht. Gedenke, dass sie Deine Familie ist, weil sie sich Dir besonders geweiht und aufgeopfert hat. Beschütze Du sie gnädig, befreie sie von Gefahren, eile ihr zu Hilfe in allen Nöten und gib ihr die Gnade, beharrlich zu bleiben in der Nachahmung Deiner Heiligen Familie, damit sie, Dir treu dienend und Dich liebend auf Erden, Dich dann Ewig im Himmel Lobpreisen könne.
O Maria, Mildeste Mutter, wir flehen Dich um Deinen Schutz an, fest überzeugt, dass Dein Göttlicher Sohn Deine Bitten erhören wird.
Und auch Du, Glorreicher Patriarch, Heiliger Joseph, komm uns durch Deine Mächtige Vermittlung zu Hilfe und bringe Jesu durch die Hände Mariä unsere Bitten vor. (Ablass von 300 Tagen jedesmal, zu gewinnen von den Mitgliedern des Vereins der Heiligen Familie, welche obiges Gebet vor einem Bilde der Heiligen Familie verrichten. Leo XIII. 20. Juni 1892)
Jesus, Maria, Joseph! Erleuchtet uns, helfet uns, rettet uns. Amen.
(Ablass von 200 Tagen, einmal täglich zu gewinnen von den Mitgliedern des Vereins der Heiligen Familie. Leo XIII. 20. November 1890)
Gebet der christlichen Familie,
welches als gemeinsames Morgen- oder Abendgebet dienen kann.
O GOTT der Güte und Barmherzigkeit, Deinem Allmächtigen Schutze empfehlen wir unser Haus, unsere Familie und alles, was wir besitzen. Segne uns alle, wie Du die Heilige Familie in Nazareth gesegnet hast.
Heiligster Erlöser Jesus Christus, durch die Liebe, mit der Du Mensch geworden, um uns zu erretten, durch die Barmherzigkeit, kraft welcher Du für uns am Kreuze gestorben bist, bitten wir Dich, segne unser Haus, unsere Familie und unsere Hausgenossen. Bewahre uns vor allem Übel und den Nachstellungen der Menschen, behüte uns vor Blitz, Hagel, Feuersgefahr, vor Überschwemmung und ungünstiger Witterung; bewahre uns vor Deinem Zorne, vor dem Hass und den bösen Absichten unserer Feinde, vor Pest, Hungersnot und Krieg. Lasse nicht zu, dass jemand von uns ohne die Heiligen Sakramente sterbe. Gib uns Deinen Segen, auf dass wir standhaft unseren Glauben bekennen, der uns zur Heiligung führt: Auf dass wir auch in Leiden und Trübsal unsere Hoffnung bewahren und in der Liebe zu Dir und zum Nächsten stets Fortschritte machen.
O Jesus, segne und beschütze uns!
O Maria, Mutter der Gnade und Barmherzigkeit, segne uns, beschütze uns gegen den bösen Geist, führe uns an Deiner Mütterlichen Hand durch dieses Jammertal; versöhne uns mit Deinem Sohne und empfiehl uns Ihm an, auf dass wir Seiner Verheißungen würdig werden.
Heiliger Joseph, Du Nährvater unseres Erlösers, Beschützer Seiner Heiligen Mutter und Haupt der Heiligen Familie, sei unser Fürsprecher, segne und beschütze jederzeit unsere Wohnstätte.
Heiliger Michael, verteidige uns gegen alle Bosheit der Hölle.
Heiliger Gabriel, lass und den Heiligen Willen GOTTES erkennen.
Heiliger Raphael, bewahre uns vor Krankheiten und Lebensgefahr.
Heilige Schutzengel, erhaltet uns Tag und Nacht auf dem Wege des Heiles.
Ihr Heiligen Patrone, bittet für uns am Throne GOTTES.
Ja segne dieses Haus, o GOTT Vater, der Du uns erschaffen, Du, GOTT Sohn, der Du für uns am Kreuze gelitten, und Du, GOTT Heiliger Geist, der Du uns in der Taufe geheiligt hast. Möge die Allerheiligste Dreifaltigkeit unsern Leib beschützen, unsere Seele reinigen, unser Herz lenken und uns zum Ewigen Leben führen.
Ehre sei dem Vater, Ehre dem Sohne, Ehre dem Heiligen Geiste. Amen.
(200 Tage Ablass einmal täglich. Leo XIII. 19. Januar 1889)
_Chris_:
Das ist wirklich sehr schön:) gibt es das auch für den guten Gatten und Vater :)?? Und wenn ja wo würde man es bekommen können?? Liebe Grüße
ArmeSeele:
Bittgebet zum Gnadenspender.
O Heiliger Geist, Du König der Gerechtigkeit und Heiligkeit! Ergieße in mich und alle Menschen auf der ganzen Welt die Liebe zu jenen Tugenden, welche Du von uns forderst. Schenke uns deshalb erstens die Heilige Opferliebe zu Deiner sowie des Vaters und des Sohnes Ehre und für das Heil der Seelen; zweitens die keusche Liebe zur Erhaltung eines reinen Herzens und keuschen Wandels, und endlich die sakramentale Liebe zum rechten Gebrauch Deiner Heiligen Sakramente. Amen.
Aufopferungsgebet.
Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. Nimm mein Gedächtnis, meinen Verstand und alle meinen Willen. Was immer ich habe oder besitze, hast Du mir geschenkt; das alles stelle ich Dir zurück und überlasse es ganz der Leitung Deines Heiligen Willens. Nur Deine Liebe und Deine Gnade gib mir; dann bin ich reich genug und verlange weiter nichts mehr. Amen.
(300 Tage Ablass einmal täglich. Leo XIII. 26. Mai 1883)
Tägliche Empfehlung in alle Heiligen Messen.
O mein Jesus, ich schließe mich in alle Heilige Messopfer ein, welche Dir heute auf dem ganzen Katholischen Erdboden dargebracht werden, und opfere sie Dir auf in Vereinigung mit den Absichten Deines Heiligsten Herzens und flehe zu Dir, schenke mir und meinen Angehörigen aus jedem Heiligen Messopfer einen Tropfen Deines Kostbaren Blutes zur Genugtuung für unsere Sündenschuld. Auch flehe ich zu Dir um die Gnade, dass durch die Kraft eines jeden Heiligen Messopfers eine arme Seele aus dem Fegfeuer befreit werde, ein Sterbender Barmherzigkeit finde, ein Ungläubiger und ein Sünder sich zu Dir bekehre und eine schwere Sünde verhindert werde. Amen.
Gute Meinung.
Herr Jesus Christus, im Vereinigung mit jener Göttlicher Meinung,in welcher Du selbst durch Dein Heiliges Herz hier auf Erden GOTT dem Herrn Lobpreisung dargebracht hast und auch jetzt noch unablässig im Allerheiligsten Sakramente des Altars an allen Orten bis zum Ende der Zeiten darbringst, opfere ich Dir diesen ganzen Tag hindurch, auch nicht den kleinsten Teil desselben ausgenommen, in Nachahmung des Heiligsten Herzens der Seligsten, allzeit Makellosen Jungfrau Maria, von ganzer Seele auf alle meine Absichten und Gedanken, alle meine Anmutungen und Wünsche, alle meine Werke und Worte. (100 Tage Ablass einmal am Tage. Leo XIII. 19. Dezember 1885)
Gebete zur Allerseligsten Jungfrau.
Des Morgens. Gegrüßet seist Du, Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Süßigkeit und Hoffnung, sei gegrüßt. Zu Dir rufen wir verbannte Kinder Evas; zu Dir seufzen wir weinend und trauernd in diesem Tränentale. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende Deine Barmherzigen Augen zu uns, und nach dieser Verbannung zeige uns Jesum, die Gebenedeite Frucht Deines Leibes, o Gütige, o Milde, o Süße Jungfrau Maria!
V:Würdige mich, Dich zu Loben, Heilige Jungfrau!
A:Gib mir Kraft wider Deine Feinde.
V:Gebenedeit sei GOTT in Seinen Heiligen.
A: Amen.
Des Abends. Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o Heilige Gottesgebärerin, verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren. O Du Glorwürdige und Gebenedeite Jungfrau!
V:Würdige mich, Dich zu Loben, Heilige Jungfrau!
A:Gib mir Kraft wider Deine Feinde.
V:Gebenedeit sei GOTT in Seinen Heiligen.
A: Amen.
(100 Tage Ablass einmal im Tage. 7 Jahre Quadragenen an jedem Sonntage des Jahres. Pius VI. 5. April 1786)
Fortsetzung folgt!
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