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Glaubenszeugen von Vietnam - die 117 heiligen Märtyrern von Vietnam

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Katholik:
Giu-se Tuc

Giu-se Tuc aus Hoang Xa, Ortschaft Hung Yen. Er ist geboren in einer christlichen Bauersfamilie. Neben der schweren Ackerarbeit bekam er Anregungen von seinen Eltern sowie ihre finanzielle Unterstützung für ein Studium in der Landschaftskunde. Die Gefangennahme der Christen durch den König Tu Duc nahm immer mehr zu. Mit dem schriftlichen Aufruf vom 05.08.1861 konnte kaum eine christliche Familie noch in Frieden leben. Als Christ wurde Tuc im Jahre 1862, im Alter von 19 Jahren  gefangen genommen. 4 Monate lang wurde er im Gefängnis gehalten, am Tage musste er schwere Steine tragen, nachts wurden seine Füsse in Ketten gelegt. Trotzdem blieb er seinem Glauben treu. Seine Familie versuchte das Gefängnispersonal zu bestechen, damit er aus dem Gefängnis flüchten konnte, aber er beschloss nicht zu flüchten. Er befürchtete "anderen Menschen zur Last zu fallen. Es geschehe was Gottes Wille ist. Als ein Mitgefangener sich Sorgen machte, ob seine Familie nach seiner Hinrichtung benachrichtigt werden würde, damit diese seinen Körper bestatten könnten, äusserte sich Huu hierzu: "Ich fürchte mich nicht und bin sorglos, wenn es Gottes Wille ist, dass ich mein Blut vergiesse für den Glauben, so bin ich überzeugt das ich in den Himmel komme. Und was meinen Körper angeht, so kann dieser bestattet werden oder auch nicht." Nach mehrmaligen Folterungen, konnten sie ihm trotzdem nicht von seinem Glauben abbringen. Daher schlugen die Generale dem König vor, diesen hinzurichten. (Nach ASS, wurde er durch Pi-o XII im Alter von 19 Jahren heilig gesprochen. In den Unterlagen "Venticinque Martirinelle Missioni Domenicane del Tonchine", Roma 1950, tr. 153).

Katholik:
E-ma-nu-en Le Van Phung

"Mein Kind, verzeihe Ihnen. Versuche nicht an denen Rache auszuüben, die mich angezeigt haben." Das waren die letzten Worte des heiligen Phung an seinen Sohn bevor er von 2 Leuten an einem Seil gezogen wurde. Emmanuel Phung wuchs in Dau Nuoc, Cu Lao Gieng. Vom Aussehen her ist Herr Phung weniger interessant, von seiner Statur her ist er eher ein schwieriger Mann, der häufig mit sehr lauter Stimme mit anderen Menschen sprach. Andererseits genoss er den Respekt der Menschen durch seinen unerschütterlichen Charakter sowie Entscheidungsfertigkeit, sowie sein Verständnis für die gemeinsame Arbeit und wurde als cau ho gewählt. Durch sein Talent konnte er ein Kloster, Häuser für Nonnen und Unterkünfte für Priester errichten. Der General huyen erhielt einerseits eine Geldsumme und andererseits sah er das Gemeinschaftsleben der Christen und empfand das keine Gefahr vorlag. Deshalb teilte er ihnen immer vorzeitig mit wenn wieder ein Durchsuchungsbefehl von oben vorlag. Doch an einer Sache dachte der Herr cau Phung nicht, das der vom König ausgeschriebene Geldbetrag einige der guten Dorfbewohner anlockte. Diese Dorfbewohner wechselten sich ab, um ihm Tag und Nacht zu verfolgen. Ende 1858 fanden sie heraus, dass ein ausländischer thua sai  bei ihm untergebracht war. Sie überbrachten die Nachricht dem General Chau Doc und baten diesen Soldaten auszuschicken und dem General huyen nicht zu benachrichtigen, da dieser gemeinsame Sache mit den Christen machte. Am Morgen des 07.01.1859 wusste der Herr cau auch noch nichts davon. Ausser thua sai  Pernot war auch der Priester Quy (das neue Oberhaupt der Gruppe Dau Nuoc) gegenwärtig. Plötzlich kam jemand ins Haus und rief aus das der General Chau Doc auf dem Weg zum Haus war. Er wollte sofort die beiden Priester in Sicherheit bringen, doch der Priester Quy wollte unbedingt da bleiben. Dieser dachte sich dabei, das er sich unter die Bürger mischen könnte und suchte nach einem guten Versteck im Haus. Doch als der General mit seinen Soldaten im Haus war und dem Hausherrn ausfragte und schlug, kam der Priester von sich aus aus dem Versteck. Darauffolgend nahmen die Soldaten den Herrn cau , den Priester Quy sowie 32 Christen fest und brachten diese zur Ortschaft Chau Doc. Nach 6 -monatiger nutzloser Gefangennahme schickte der General eine Nachricht in die Hauptstadt mit der Bitte der Hinrichtung. Am Tag der Hinrichtung sah der Herr Cau seine Kinder. Er legte seiner Tochter seine Kette mit dem Kreuz Jesu und sagte zu ihr: "Mein Kind, bewahre dieses Erinnerungsstück von mir. Es ist das Bildnis von Jesus Christus unser Herr. Dieses Bildnis ist wertvoller als alles Gold dieser Welt. Trage es immer um deinen Hals und bete innig Tag und Nacht." Danach bat er seinem Sohn keine Rache auszuüben und legte sich hin um hingerichtet zu werden.

Katholik:
Phê-rô Nguyễn Khắc TỰ
Religionslehrer (1808 – 10.07.1840)

Das Leben des Märtyrers Phê-rô Tự war eine tiefgreifende und liebende Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, eine geistige Liebe des Vaters zum Kind in der Gemeinde.
Als die Soldaten den Missionar Monseigneur Borie Cao vom Orden MEP verhaften, fürchten sich die Gläubigen auch belangt zu werden, weshalb sie ihn ignorierten und sich versteckt hielten. Nur der Lehrer Tự folgte weinend den Soldaten nach. Als die Soldaten das sahen, geriet er unter Verdacht und wurde verhaftet. Man brachte ihn zu dem Missionar. Der Geistliche Cao wollte nicht, dass der Lehrer in diese Misslage gerate. Er tat so, als würde er diesen jungen Mann nicht kennen. Doch der Lehrer erwiderte ihm: "Bitte Vater, lass mich dich bis zum Ende folgen" und bekannte sich beim Hauptmann der Truppe, dass er ein Jünger dessen Gefangenen sei. Von dieser ernsthaften Haltung war der Pfarrer emotional gerührt, er entnahm sein Halstuch, zerrisste es entzweit und gab einen Teil seinem Schüler, der seit vielen Jahren tatkräftig mitarbeitete, und sprach: "Nimm es, Du wirst es als Beweis für die Worte behalten, die Du versprochen hast".
Der Lehrer Tự stammt von Ninh Bình, als Kind kam er ins Haus Gottes und wurde später Religionslehrer, um Priester zu begleiten und sie zu helfen. Vier Jahre lang begeisterte und engagierte er sich für Pfarrer Cao, so dass es zu einer besonders innigen Beziehung zwischen zwei Menschen entstand. Durch diese liebgewonnene Beziehung führte es ihn zu seinem Martyrium. Er wurde durch Bố Chính nach Đồng Hới gebracht, dort wurde er für vier Monate gefoltert und mehrmals geschlagen, doch sein Glaube blieb immer stark.
Am 24.11.1838 wurden Missionar Cao, mittlerweile bereits zum Bischof ernannt, mit zwei weiteren Priestern Điềm und Khoa zur Hinrichtung gebracht. Unter den Verurteilten befand sich auch der Lehrer und ein anderer Schuldige Năm Quỳnh. Kaiser Minh Mạng sprach zu ihnen wie folgt: "Obwohl ihr nicht  Anführer seid, so seid ihr beiden doch Blinde, die uns nicht minder widersetzen. Deshalb gehört ihr ebenfalls zu den Verachtungswürdigen. Aus diesem Grund    werden beide zum Tode verurteilt, aber noch nicht sofort."
Es verging fast zwei Jahre, doch der Lehrer und Herr Năm Quỳnh behielten ihr eisernes Herz. Schließlich gab der Kaiser den Befehl für die Exekution. An der Hinrichtungsstelle in Đồng Hới wurde der Wunsch des Lehrers genehmigt, am gleichen Tag wie sein Mentor (Borie Cao) sterben zu dürfen, der zuvor hier hingerichtet wurde. Er legte sich dort hin, damit die Soldaten ihm den Strick um den Hals legen zu können. Die beiden Kinder von Herrn Quỳnh kamen zum Lehrer, um sich von ihm zu verabschieden. Er versprach für sie zu beten und richtete Abschiedsgrüße an die Gläubigen.

Katholik:
Da-minh NINH  Bauer (1841-02.06.1862)

Ninh war ein Bauer, geboren und aufgewachsen im Provinz Trung Linh, in einem Dorf namens Nam Dinh überwiegend mit Katholiken . Dieser Ort wurde eine zeitlang sogar zum Bischoffssitz ernannt. Im Jahre 1861 wurde Nam Dinh unter den Anweisungen des Kaisers Tu Duc tödlich angegriffen. Alle Anhänger des Christentums wurden regelrecht festgenommen. Gruppen wurden aufgelöst und getrennt eingesperrt.  Andererseits wurden die Anhänger verhaftet, arbeiteten in Familien und nahmen ihren ganzen Lohn ein.  In den anderen Dörfern bevor es zu militärischen Eingriffen kamen, konnten die christlichen Anhänger ihren Besitz verkaufen. In Nam Dinh dagegen wurde es verboten. Die Anhänger wurden verhaftet und in Gruppen gefesselt. Jeder Gefangene durfte eine Handvoll Reis mitnehmen, die gerade für zwei Tage reichten.  Im Jahre 1862 erlebte Ninh seinen 21. Geburtstag. Er und weitere christliche Anhänger wurden verhaftet und in unzähligen Gefängnissen festgehalten. Die Soldaten folterten, drohten und misshandelten die Gefangenen. Ihre Absicht war, dass die Christen ihren eigenen Glauben widersagen und Jesus damit verleugnen, indem sie daraufhin das Kreuz mit Füssen betreten.   Jedoch weigerte sich Ninh. Mit voller Stolz erwiderte er: " Als Kind sollte man seine Eltern nicht verspotten und verachten. Wie  kann dann ein Getaufter, ein Anhänger des Christentums, das Bildnis von denjenigen mit Füssen betreten, der die Welt erschaffen hat. Mache das was Du für richtig hältst, Herr Gouverneur. Meinerseits werde ich Jesus Kreuz niemals beschmutzen."  Die mutigen offenen Worte von Ninh führte dazu, dass der Gouverneur Nguyen Dinh Tan das Todesurteil fällte. Die Enthauptung fand in An Triem, eine Hinrichtungsstätte des Dorfes Nam Dinh, statt. 

Katholik:
Francois Jaccard PHAN (Ninh)
Priester MEP (06.09.1799-21.09.1838)

Das Leben des Märtyrers Jaccard Phan durchlief 10 Jahre Gefangenschaft, 20 Monate Exil und dreimal die Todesstrafe. Unter diesem qualvollen Leben entpuppte sich daraus ein grosser Held.  Trotz Zeiten wie dem Hunger und dem Gelbfieber, war Phan ein treuer Diener Wort Gottes. Allen Menschen sogar die Feinde zeigte er Vergebung und bot seine Hilfe an. Bischof Cuenot The äusserte Phans Verhalten damit : " Der Mensch hatte nix zu verlieren. Sein Blick war stets nach vorne gerichtet und sein Ziel war die Menschen zu überzeugen."  Francois war der Sohn einer armen Bauernfamilie mit christlichen Wurzeln aus Südfrankreich. Er trat dem Orden Thua Sai Paris bei und wünschte sich in Vietnam zu missionieren. Nachdem er die Sprache gelernt hatte, gab er sich den vietnamesichen Namen Phan. Phan missionierte in Phu Cam und wurde dann zum Schuldirektor des Dorfes An Ninh (Quang Tri) ernannt.   In Juli 1828 bestellte der Kaiser Minh Mang ihn nach Hue. So musste Phan die Predigt einstellen und musste derweil Dokumente übersetzen. In dieser Zeit durfte er gelegentlich die Dorfbewohner Dung Son besuchen und ihnen helfen. Das Nachbardorf Co Lao beabsichtigte  Duong Son einzunehmen und beschuldigte die Dorfmenschen als Hexen-Anhänger zu sein. Daraufhin verurteilten die Minister Phan die Todesstrafe. Der Kaiser hatte jedoch Mitleid mit ihm und schloss ihn in seinen Palast ein.  Währenddessen gab es Unruhe im Süden des Landes unter der Führung von Le Van Khoi. Kaiser Minh Mang wurde zornig als er mitbekam, dass die Anhängerschaft sehr gross war. Er befahl Phan hinzurichten. Auf die Bitte der Mutter des Kaisers wurde Phan ins Exil Lao Bao verbannt. In dieser abgelegenen Wildnis quälte er sich täglich mit dem Hunger und dem Gelbfieber. Glücklicherweise entkam er demTod.  In September 1835 holte der Kaiser aufgrund von Lehrermangel Phan zurück.  Minh Mang hielt ihn in Quang Tri gefangen. Hier sollte er eine vom Kaiser ausgewählte Studentengruppe  Französisch, Geschichte und Europäisches Recht lehren. In diesen 3 Jahren bestand sein grösster Glück darin, dass er nachts heimlich Eucharistiefeier in der Gefängniszelle halten konnte.   Anfang 1838 veränderte ein grosses Ereignis sein Schicksal. In der Zeit wo der Rebell An Ninh ermordet wurde, entkam der Bischofsdirektor Khandalh Kim. Minh Mang beschuldigte Phan als Mittäter des Hochverrats und befahl seine Untertanen Phan zu verhören. Von 9 Uhr bis mittags wurde Phan gefoltert. Der Beschuldigte sollte nur seinen Glauben ablehnen, dann würden die Soldaten mit der Folterei aufhören. Ein anderes Mal setzten sie Phan eine Brandmarke auf seinen Oberbein. Das Fleisch an der Stelle verkohlte schmerzlich. Letztendlich wurde er vom Kaiser hingerichtet.  Phans Mutter, die in Frankreich lebte, bekam von der Hinrichtung mit und rief laut: " Was für eine gute Nachricht. In meiner Familie gibt es einen Märtyrer." Sie fügte hinzu: " Ehre bist du mein Gott. Ich hatte schon grosse Angst und wäre zutiefst traurig, wenn mein Sohn durch die Folter und Leiden den Tyrannen unterwarf. "   

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