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Glaubenszeugen von Vietnam - die 117 heiligen Märtyrern von Vietnam
Katholik:
Mattheu Nguyen Van PHUONG
Dorfsprecher (1808-26.05.1861)
Auf der Hinrichtungsstätte war der Henker bereit. Der Dorfsprecher sprach mit seinen Kindern, 2 Söhne und eine Tochter, die weinend an seiner Seite sahsen, mit warmen Worten und voller Zuversicht: " Meine lieben Kinder weine nicht. Sei nicht traurig. Ich hatte grosses Glück gehabt. Liebet Euch und seid füreinander da." Der Dorfsprecher Phuong gehörte zum Dorf Ke Lai, Quang Binh. Er verlor seinen Vater mit 10 Jahren. 2 Jahre später starb auch seine Mutter. Unter der Herrschaft von Minh Mang, diente Phuong Priester Diem 7 Jahre lang. Fleissig und gehorsam wie ein wahrer Sohn. Aus Dank vermittelte der Priester ihm eine Braut aus dem Dorf. Danach lernte er die Heilkunde von einen Nicht-Christen kennen. Nach der Heirat wohnte er im Hause des Vaters der Braut und praktizierte als Arzt. Ein paar Jahre später wechselte er in den Handel. Die Familie von Phuong besteht aus 8 Kinder. Wie beschäftigt er auch war, er nahm sich wöchentlich die Zeit für die Kranken und kümmerte sich um die Armen im Dorf. Thu, seine Tochter wurde Nonne im Orden Men Thanh Gia. Seine Frau starb bereits mit 50 Jahren. Der Christ Sao Bun war beeindruckt von seiner Güte und wählte ihm zum Dorfsprecher. An dem Tag wo Priester Hoan ins Dorf kam, bereiteten sich die Dorfbewohner gerade auf das Fest der Dreifaltigkeit vor. Aus Gewohnheit lud der Dorfsprecher den Priester nach Hause ein. Unerwartet, umzingelten Soldaten das Dorf am nächsten Tag. Sie nahmen Phuong, den Priester und 7 weitere Christen fest und brachten sie nach Dong Hoi. Nach ergebnislosen Anhörungen, übersendete der Gouverneur die Nachricht an den Kaiser. Der Kaiser reagierte darauf mit einen Schreiben: " Dieser Mensch heisst Nguyen Van Dac, also Phuong und ist Anhänger Christus. Diese Person beschützt konsequent den Glaubensanführer Hoan. Regeln zu missachten ist ein Staatsvergehen. Die Hinrichtung soll sofort stattfinden. "
Auf der Hinrichtungsstätte machte der Dorfbewohner dem Priester nach. Er bat die Soldaten ihn zu entfesseln. Dann kniete er aus der Ruhe heraus langsam vor seine Matte, faltete die Hände und betete. Seine 2 Söhne und die älteste Tochter Thu, traten nach vorne und verabschiedeten mit grossen Tränen von ihren Vater . Er beruhigte sie und akzeptierte sein Tod.
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