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Empfehlungen => Katholische Literatur => Thema gestartet von: amos am 12. Februar 2012, 12:16:44
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LEINEN LOS!
Anker lichten.
Fesseln lösen.
Über Bord werfen,
was mich bedrückt und bedrängt.
Den sicheren Hafen verlassen.
Neues wagen.
Mich aufmachen
zu unbekannten Zielen.
Segel setzen.
Mich vom Wind,
meinen Hoffnungen
und Träumen treiben lassen.
Den Sternen folgen.
Mich führen lassen.
Geführt werden.
Vertrauen.
Gisela Baltes
Quelle: MAGNIFICAT
BUTZON & BERCKER - VERLAG
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EGO TE ABSOLVO
Sie bringen einen Gelähmten zu Jesus,
glauben fest daran,
daß er ihn heilen wird.
Jesus blickt ihn an,
sieht nicht nur das körperliche Geberechen,
sondern auch die innere Versehrtheit.
"DEINE SÜNDEN SIND DIR VERGEBEN!"
sagt Jeus.
Damit hat niemand gerechnet.
Einige der Umstehenden murren,
sprechen von Gotteslästerung.
Dann werden sie Zeugen,
wie Jesus den Kranken
auch von seinen körperlichen Leiden befreit.
Geheilt an Leib und Seele
erhebt sich der Mann von seinem Lager.
Da staunen alle, die dabei sind.
"DEINE SÜNDEN SIND DIR VERGEBEN!"
spricht uns Jesus auch heute immer noch zu.
"DEINE SÜNDEN SIND DIR VERGEBEN!"
Heilmittel für die Seele.
Heute wie damals.
Gisela Baltes
Quelle: MAGNIFICAT, Verlag Butzon & Bercker
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WENN MÖGLICH, BITTE WENDEN!
"Sie haben Ihr Ziel erreicht!"
sagt die angenehme Stimme
meines Navigationsgeräts.
Ja, mein "Navi" führt mich gut.
Und wenn ich mich trotzdem
einmal verfahre, heißt es freundlich:
"Wenn möglich, bitte wenden!"
Ach, wenn es so einen Navigator
doch auch für mein Leben gäbe!
Doch leider erschallt keine Stimme vom Himmel:
"Geh hierhin." - "Geh dorthin." - "Bitte wenden!"
Allerdings gibt es in meinem Innern
etliche Stimmen, die mir raten:
"Tu dies!" - "Laß das!" - "Bitte umkehren!"
Manchmal schicken sie mich auf die falsche Fährte.
Deshalb muß ich sie hin und wieder justieren.
Die Nachricht:
"Du hast dein Ziel erreicht!"
steht noch aus.
Gisela Baltes
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VON WOCHE ZU WOCHE
"Sei gegrüßt!"
Ist er ein Traum oder Wirklichkeit,
dieser himmlische Bote,
der sie erschreckt?
Sein "Fürchte dich nicht!"
kann das nicht ändern.
Ein Kind soll sie bekommen?
Völlig unmöglich!
Wie soll das geschehen?
Und überhaupt: Welch eine Schande!
Kaum versteht sie,
was der Bote weiter noch sagt.
Gott braucht sie? Er hat sie erwählt?
Warum gerade sie?
Der Bote wartet auf Antwort.
Hier und jetzt soll sie
über ihr weiteres Leben entscheiden.
Angst schnürt ihr die Luft ab.
Doch im Vertrauen auf Gott
spricht sie ihr Ja.
Gott ruft auch heute noch in seinen Dienst.
Unerwartet, unbegreiflich vielleicht.
Erlaube dir, unsicher zu sein. Zweifle! Frage!
Dann sprich dein Ja oder Nein.
Sei gewiß, Gott achtet deine Entscheidung.
Gisela Baltes
Quelle: Magnificat, Verlag Butzon&Bercker
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HOFFNUNG UND FREUDE
"Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht..."
Das singt sich leicht in Hochstimmung:
"Christus meine Zuversicht!"
Aber warum wirken wir Christen
oft so wenig hoffnungsvoll,
strahlen kaum Freude aus?
Christus, "auf dich vertrau' ich
und fürcht' mich nicht..."
In dir allein liegt unser Hoffen begründet,
und zugleich bist du das Ziel.
Der Glanz der Osternacht
ist stärker als alles Dunkel,
das uns gefangennehmen will.
Darum haben Not und Tod nicht das letzte Wort.
Darum dürfen wir mutig sein, der Freude Raum geben
und das ängstliche Sorgen lassen.
Wir Christen haben allen Grund
zu Hoffnung und Freude,
nicht, weil wir die Augen verschließen
vor den Widersprüchen um uns,
sondern weil wir vertrauen dürfen:
Wir müssen diese Welt nicht allein bestehen.
Du bist an unserer Seite, weil du es so willst.
Stärke unser Vertrauen auf dich,
festige unsere Hoffnung,
hilf uns, voller Zuversicht das Heute bestehen.
Maria Andrea Stratmann SMMP
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DIE BIBEL
Verschiedenartige Schriften,
in Hunderten von Jahren gesammelt,
begnadete Glaubenszeugnisse zahlreicher Verfasser.
Wie sollen wir diesen Schriften begegnen,
wie ihnen gerecht werden?
Wollen sie wörtlich verstanden werden?
Soll man sie bildlich auslegen?
Erschließen sie sich eher spiritueller Betrachtung
oder wissenschaftlicher Forschung?
Ihre Wahrheit wird nur ergründen,
wer sich vertrauensvoll meditierend
auf ihre verschiedenen Sprachformen einläßt.
Mythologische Bilder erzählen von einer Zeit,
die geschichtlicher Kenntnis voraus lag.
Sie wollen erklären, wie und wer Gott ist.
Geschichten erzählen vom langen Weg Israels,
das diesen Gott zu verstehen sucht.
Und schließlich berichten
die neutestamentlichen Schriften von Jesus,
der uns in seinem Wirken und Reden,
in Bildern, Gleichnissen, Lehren
unserem Gott nahe bringt wie nie jemand zuvor.
Die Bibel - eine Fülle von Antworten
auf unsere Frage nach Gott.
Antworten, die darauf warten, gefunden zu werden. ;hqfj
Gisela Baltes
Quelle: Magnificat
Verlag Butzon & Bercker
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IN SICHERHEIT
Ich brauche einen, der mich kennt:
meine Traurigkeiten, meine Dunkelheiten,
meine Schuld.
Einen, der meinen Namen kennt
und dessen Namen ich kenne.
Ich brauche einen, der mich versteht:
meine Sorgen, meine Fragen,
meine Sehnsucht.
Einen, der mich beim Namen ruft
und den ich rufen kann.
Ich brauche einen, der für mich da ist,
der mich liebt, ohne Vorbehalte,
so wie ich bin.
Einen, der mich nicht im Stich läßt,
bei dem ich sicher bin.
Du sagst:
"Ich bin der gute Hirte.
Ich kenne die Meinen
und die Meinen kennen mich.
Ich gebe mein Leben hin für die Schafe."
Was sollte ich noch fürchten!
Gisela Baltes
Quelle: Magnificat
Verlag Butzon&Bercker
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IM HAMSTERRAD
Ich laufe und laufe
tagaus - tagein
und komme nicht weiter.
Ich laufe und laufe
tagaus - tagein
und komme nie an.
Ich laufe und laufe
tagaus - tagein.
Wo will ich hin?
Ich laufe und laufe.
Doch für wen?
Für was?
Gisela Baltes
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SUCHEN - FINDEN
DAS NAHELIEGENDE....
Ein Schriftstück, interessant zwar,
doch vermutlich nicht mehr zu brauchen,
vor Jahren irgendwo abgelegt,
gewinnt plötzlich wieder Bedeutung
bei der Lösung eines Problems.
Alte Aktenberge werden duchforscht,
doch ohne Erfolg.
Und dann stößt man fast zufällig darauf
in der Sammelbox
direkt neben dem Schreibtisch.
...HALTEN WIR OFT FÜR DAS UNWAHRSCHEINLICHE.
Gott, einst kindlich geliebt,
dann vermeintlich nicht mehr gebraucht,
beiseite geschoben, irgendwo abgelegt,
gewinnt plötzlich wieder Bedeutung
- in Zeiten der Not.
In fernen Himmelshöhen zu suchen,
bleibt ohne Erfolg.
Du findest ihn nur
in der Nähe.
Direkt neben dir.
Gisela Baltes
Quelle: Magnificat
Verlag Butzon & Bercker
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GEIST DER WEITE
Geist Jesu Christi,
in wechselseitigem
Geben und Nehmen,
Empfangen und Verschenken
willst du Beziehungen stiften
zwischen Menschen
unterschiedlichster Nationen,
willst du uns verrbinden
in dem einen Glauben.
Du willst uns wegführen
von kleinlichem Denken,
das egoistisch
den eigenen Vorteil sucht.
Mach uns bereit;
denn du brauchst
unsere helfenden Arme,
unsere offenen Augen,
unsere verstehenden Herzen,
um weltweit
dein Netzwerk der Liebe
zu knüpfen.
Maria Andrea Stratmann SMMP
Quelle: Magnificat,
Verlag Butzon&Bercker
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UNGELEGENE EINLADUNG
Tag für Tag kommt
die Einladung von Gott:
HAST DU HEUTE ZEIT FÜR MICH?
Tag für Tag meine verlegene Antwort:
Tut mir leid. Aber es paßt gerade nicht.
Ich habe heute schon so viel anderes vor.
Immerhin nehme ich mir jeden Sonntag
Zeit für einen Besuch.
Das muß reichen.
So lege ich die Einladung
zur Seite
und denke nicht mehr daran.
Doch Gott läßt nicht locker.
Heute kam eine neue Einladung:
WIE WÄRE ES HEUTE MIT EINER STIPPVISITE?
Gisela Baltes
Quelle: Magnificat Stundenbuch
Verlag Butzon&Bercker
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DIE ZEHN GEBOTE (4)
zu Ex 20,12 (Dtn 5,16)
IV.
Du
bist nicht für dich allein verantwortlich.
Hüte deine Kinder!
Lege ihnen keine Lasten auf,
die sie noch nicht tragen können.
Sei ihnen Vorbild.
Habe Geduld mit ihnen.
Behandle sie mit Liebe und Respekt,
damit sie in Geborgenheit reifen können.
Lasse sie los, wenn die Zeit dafür gekommen ist.
ICH habe sie dir nicht gegeben,
damit sie deine unerfüllten Träume verwirklichen.
Achte deine Eltern.
Behandle sie mit Liebe und Respekt.
Schätze ihre Erfahrung und ihren Rat,
ohne dich bevormunden zu lassen.
Sorge für sie, wenn sie alt und schwach werden.
Lasse sie nicht vereinsamen.
Habe Geduld mit ihnen, wenn sie wunderlich werden.
Hilf ihnen, ihre Würde zu bewahren,
wenn sie selbst nicht mehr dazu in der Lage sind.
Verzeih ihnen, wo sie an dir gefehlt haben,
so wie ICH deine Verfehlungen vergebe.
Gisela Baltes
Quelle: Magnificat - Das Stundenbuch
Verlag Butzon&Bercker