Der Mensch
Viele träumen von einem perfekt funktionierenden und fehlerlosen Menschen, der alles in den Griff bekommt.
Ich glaube nicht an einen idealen Menschen, der nicht mehr Mensch sein will, sondern ein Produkt seiner selbst. Ich glaube vielmehr an den Menschen, der eine Schöpfung Gottes ist und sich dazu bekennt:
der Mensch in den Augen Gottes,
der neue Mensch,
Gott mitten unter uns erleben.
Was ist der Mensch?
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschenkind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt:
All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden des Meeres dahinzieht.
Diese Worte aus dem Psalm 8 behaupten,
dass Gott an den Menschen denkt -
er ist in Seinen Augen so wertvoll,
dass Er ihn nicht vergessen kann;
jeder Mensch ist Ihm so wichtig und willkommen,
dass Er sich um ihn kümmert, sich seiner annimmt.
Gott hat den Menschen als Herrscher über Seine
Schöpfung bestimmt -
Er hat sich ihm zugewandt
und ihm einen Platz zugewiesen,
der mit Ehre und Würde,
aber auch mit Verantwortung der Schöpfung gegenüber
verbunden ist.
Gott hat dem Menschen vieles anvertraut:
die Tiere des Feldes,
die Vögel des Himmels,
die Fische des Meeres ...
Gott hat den Menschen nur wenig geringer gemacht -
Gott ist also größer als der Mensch,
Er hat den Menschen erschaffen und beschenkt.
Der Mensch ist das Werk Gottes,
von Ihm geliebt und bejaht,
von Ihm liebevoll angeschaut als das Werk Seiner Hände!
Zum Gleichgewicht im Leben des Menschen gehört
die Einhaltung und Ordnung:
Gott ist Schöpfer,
der Mensch ist das Geschöpf.
Weil ich vor Augen habe, was Gott uns Menschen
geschenkt hat, glaube ich nicht
- an einen perfekt funktionierenden Menschen,
- an einen fehlerlosen Menschen,
-an einen "postitiv denkenden" Menschen, der alles in den
Griff bekommt.
Ich glaube nicht an einen Menschen,
-der sich selbst erlösen kann,
-der sich selbst Bestätigung und Anerkennung verleiht
und sein Leben nur dadurch als wertvoll erachtet,
- der alles machen kann und auf niemand angewiesen ist.
Ich glaube, das Gott uns Menschen erschaffen hat und
uns als das Werk Seiner Hände schätzt.
Ich glaube an die Liebe und Zuneigung,
mit der Er an mich denkt,
mir manches anvertraut.
Ich glaube an die Fürsorge,
mit der Er mich behütet wie Seinen Augapfel,
den Stern des Auges.
Ich glaube an den Menschen, der auf unseren Straßen herumgeht, aber ich glaube nicht
an einen idealen Menschen, der nicht existiert.
Ich glaube nicht an den Menschen, der nicht mehr Mensch sein will, sondern ein Produkt
seiner selbst.
Ich glaube an den Menschen,
der eine Schöpfung Gottes ist und sich dazu bekennt.