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römisch-katholisch => Fragen und Themen zum Glauben allgemein => Thema gestartet von: velvet am 25. März 2012, 23:43:20
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16.03.2012Iran
Einheimische Hausgemeindeleiter berichten von Wachstum der Hausgemeinden
(Open Doors) – Nach Regierungsangaben leben etwa 200.000 Christen im Iran. Doch dies sei eine sehr konservative Schätzung, berichten lokale Mitarbeiter des Hilfswerks für verfolgte Christen Open Doors aus der Islamischen Republik. Vertrauenswürdige Quellen sprechen sogar von einem "explosionsartigen Wachstum" von Hausgemeinden vor allem in größeren Städten. Seit Jahren unterstützt Open Doors verfolgte Christen im Iran und steht in engem Kontakt mit Hausgemeindeleitern aus verschiedenen Regionen. Besonders häufig würden sich demnach junge Iraner dem christlichen Glauben zuwenden. Etwa zwei Drittel der mehr als 74 Millionen Einwohner des Landes sind unter 30 Jahre. Doch eine genaue Zahl der Christen muslimischer Herkunft ist schwierig zu erheben, da sich die Hausgemeinden nur im Verborgenen treffen können. Eine offizielle Kirche dürfen sie nicht besuchen.
Blick über Teheran Offenheit nach Enttäuschung
Noch vor 40 Jahren gab es lediglich 200 Christen muslimischer Herkunft - also ehemalige Muslime - im Iran. Heute sind es schätzungsweise etwa 370.000 Christen; sie bilden drei Viertel der rund 460.000 Christen im Iran. Daneben gibt es rund 80.000 traditionelle Christen darunter Armenier und Assyrier. Sie sind als religiöse Minderheiten staatlich anerkannt und können öffentlich Gottesdienste in ihrer Sprache feiern. Doch Predigten in der Landessprache Farsi sind verboten. Aber auch andere Glaubensrichtungen hätten derzeit Zulauf. Viele Iraner seien enttäuscht vom Islam, so ein einheimischer Mitarbeiter von Open Doors: "Vor der Revolution 1979 hatten wir eine säkulare Regierung und die Bevölkerung war religiös. Das war der richtige Boden für die islamische Revolution. Doch unter dem jetzigen theokratischen Regime kehren viele dem Islam den Rücken. Der christliche Glaube war in der Vergangenheit unpopulär, weil er als westliche Religion galt. Doch das hat sich geändert. Eigentlich sehen nur die Regierung und islamische Hardliner das Christentum als 'westliches politisches System' an." (