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römisch-katholisch => Liturgie / Heilige Messe => Thema gestartet von: amos am 26. März 2012, 09:32:12
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VERKÜNDIGUNG DES HERRN
Das Fest der Verkündigung des Herrn bezieht sich auf die An-
kündigung der Geburt Jesu an Maria durch den Engel Gabriel,
wie sie das Lukasevangelium (1,26-38) erzählt. Im Laufe der
Zeit hat dieses Fest verschiedene Namen gehabt, die es teils
als Marienfest (Mariä Verkündigung), teils - so auch heute -
als Herrenfest kennzeichnen: Verkündigung des Herrn (lat.:
Annuntiatio Domini).
Im Mittelpunkt steht die Menschwerdung Jesu aus Maria.
Dabei betont Lukas die geistgewirkte Empfängnis Jesu ("der
Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten
wird dich überschatten", Lk 1,35), Gott als Vater des Kindes
("Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt
werden", Lk 1,35) und die zentrale Bedeutung Jesu im gött-
lichen Heilsplan ("Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines
Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit
herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben",
Lk 1,32f.). Durch Maria Antwort auf die Engelsbotschaft:
"fiat mihi", "mir geschehe" nach deinem Wort, stellt sie sich
ganz dem göttlichen Willen zur Verfügung.
Mit dem Datum des 25.März, neun Monate vor Weihnachten,
ist dieses Fest in der Ostkirche seit dem fünften Jahrhundert
bezeugt, im Westen seit dem siebten Jahrhundert.
Aus dem lukanischen Text der Verkündigung entstand im Mittel-
alter der "Engel des Herrn" (Angelus), in dem die Gläubigen
sich dreimal am Tag, ähnlich dem Stundengebet der Klöster,
das Geheimnis der Menschwerdung als Beginn des Erlösungs-
geschehens in Erinnerung rufen.
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Liebe Leser/innen!
Die Sehnsucht nach Gott
“Höchster Herr und Gott, zögere nicht weiterhin, deinen Diener zu senden, damit er den Frieden auf Erden bringe! Erwecke die Zeit der Gnade und die Jungfrau, fruchtbar und rein für die Ankunft deines Gesalbten! Vater, heiliger Vater, erlaube deiner Magd, ihr Leben für diesen Zweck zu opfern! Gestatte mir, erst dann zu sterben, wenn ich dein Licht und deine Gerechtigkeit auf Erden gesehen und erkannt habe, daß die Erlösung sich vollzogen hat! O heiliger Vater, sende der Erde die Sehnsucht der Propheten! Sende deiner Magd den Erlöser! Möge in der Stunde, in der mein Tag sich dem Ende zuneigt, für mich deine Wohnstätte sich öffnen, wenn ihre Tore schon geöffnet worden sind von deinem Gesalbten für alle, die auf dich gehofft haben! Komm, komm, o Geist des Herrn! Komm zu deinen Gläubigen, die auf dich warten! Komm, du Friedensfürst! …”
...und dann kam er, der Erzengel Gabriel...
Hermann