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römisch-katholisch => Fragen und Themen zum Glauben allgemein => Thema gestartet von: hiti am 05. April 2012, 12:58:57
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Liebe Leser/innen!
Die Liebe ist stärker als der Hass
Die Liebe überwindet den Hass, nur die Liebe. Werden wir angegriffen, lieben wir, werden wir ungerecht behandelt, lieben wir, werden wir verachtet, lieben wir…
Allein die Liebe überwindet den Hass, der heute in der Welt vorherrscht.
Wenn ich nicht liebe, töte ich meine Seele denn jeder Ärger, jede Verurteilung, jede Nichtversöhnung kommt vom Hochmut, von der Unfähigkeit zu lieben.
Wer auf Hass mit Hass reagiert, hat die Botschaft Jesu nicht verstanden und verhindert den Aufstieg seiner Seele.
Auf eine Beleidigung sind wir gerne gekränkt. Warum? Weil es unseren Stolz verletzt. Es ist also dann unsere Aufgabe, den Stolz in uns, die Eigenliebe zu vernichten bis sie zu einer gesunden Eigenliebe wird, die sich ganz Jesus übergibt und alles von Ihm erwartet.
Auch die Nichtbereitschaft zur Versöhnung entspringt dem Stolz und verhindert das Wachstum der Seele. Versöhnen wir uns diese Tage, ganz besonders. Die Kirche schreibt die Beichte um Ostern vor, empfehlenswert ist sie öfters im Jahr. Wir müssen unser Zimmer aufräumen, sonst sehen wir die Unordnung nicht mehr und ist die Unordnung einmal drinnen wuchert sie bis sie alles überwuchert und uns beherrscht. Lassen wir es nicht soweit kommen.
Vergeben wir dem Nachbarn, der ständig vor unserem Haus parkt, vergeben wir der Frau, die sich von uns getrennt hat, dem Mann, der uns wegen einer anderen verlassen hat, dem Kind, das andere Wege geht, dem Chef, der immer meckert… Vergeben heißt nicht, gleichgültig sein, Distanz halten, das ist keine Liebe! Vergeben heißt den anderen wieder annehmen! Wie jemand anderen auch. So als wäre nichts gewesen. So nimmt uns Gott nämlich auch wieder an, immer wieder, obwohl wir ihn oft und oft verwerfen und vergessen…
So nehmen auch wir einander an im Sinne Jesu, auch wenn es oft schmerzt, auch wenn wir den 1. Schritt machen müssen, auch wenn der andere nicht will, egal. WIR müssen vergeben, nicht auf den anderen warten. Kürzlich schrieb jemand, er sei immer bereit zu vergeben. Gut, aber ist das die Lehre Jesu? Nein. WIR müssen immer wieder vergeben, von vornherein, da führt kein Weg vorbei. Nicht die Vergebung von der Vergebung des anderen abhängig machen! Denn das kann niemals sein und dann leben wir so dahin in unserem Groll… Nein, vergeben und nach der Liebe streben, die alles überwindet.
Geben wir dem Hass keine Chance, denken wir diese Tage an das große Leiden Jesu und Mariens, die furchtbar gelitten haben, gelitten auch innerlich über die verlorenen Seelen, Judas, die Verstocktheit… Jede Nichversöhnung, jeder Stolz, jeder Ärger ist wie ein Schlag ins Antlitz Jesu, der ALLEN und ALLES verziehen hat und diese Zeit ganz besonders jedem die Barmherzigkeit anbietet. Wollen müssen freilich wir selber.
Kämpfen wir um den Sieg der Liebe zu Gott und den Menschen! Beten wir. Geben wir dem Hass keine Chance! Seinen wir BARMHERZIG. Vergeben wir, VOLL und GANZ, bedingungslos. Dann werden auch wir auferstehen.
Besinnlichen Karfreitag und dann viel Freude an der Auferstehung, die uns alle erwartet
Hermann