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römisch-katholisch => Liturgie / Heilige Messe => Thema gestartet von: amos am 07. April 2012, 12:12:16
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KARSAMSTAG
Als Tag der Grabesruhe Jesu hat der Karsamstag keine Eucharistiefeier. Ursprünglich wurde dieser Tag als Fasttag gehalten.
Bis ins fünfte Jahrhundert hinein begann man um Mitternacht mit der Auferstehungsfeier, die bis in den Morgen dauerte. Später wurde die Feier der Osternacht immer weiter vorverlegt, bis sie schon am Morgen des Karsamstags stattfand. 1955 wurde die alte Ordnung wieder eingeführt. Für die Christen ist heute die Feier der Osternacht der zentrale Gottesdienst des Kirchenjahres. Als richtige Zeit dafür gilt der Abend nach Einbruch der Dämmerung oder in der Frühe vor dem Morgengrauen des Ostertags.
Im Meßbuch für die Bistümer des deutschen Sprachgebiets heißt es zum Karsamstag: "Am Karsamstag verweilt die Kirche am Grab des Herrn und betrachtet sein Leiden und seinen Tod. Das Meßopfer wird nicht gefeiert, der Altar bleibt unbedeckt. Erst in der Osternacht, in der die Kirche die Auferstehung des Herrn erwartet, bricht die österliche Freude durch, die sich durch fünfzig Tage in ihrer ganzen Fülle entfaltet. Die heilige Kommunion kann am Karsamstag nur als Wegzehrung gereicht werden. "(MD 1996, 100)
Damit setzt der Karsamstag einerseits die Trauer des Karfreitags fort und lädt ein zur Besinnung auf die zentralen Geheimnisse des Glaubens, die wir in dieser Woche feiernd bedenken. Gleichzeitig will er uns vorbereiten auf die Feier der Auferstehung Jesu.
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HYMNUS
O hilf, Christi, Gottes Sohn,
durch dein bitter Leiden,
daß wir, dir stets untertan,
Sünd und Unrecht meiden,
deinen Tod und sein Ursach
fruchtbar nun bedenken,
dafür, obwohl arm und schwach,
dir Dankopfer schenken. ;qfykkg
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CHRISTUS IST AUFERSTANDEN. HALLELUJA.
WIR WOLLEN IHM DANKEN UND IHN PREISEN. HALLELUJA.
Allmächtiger, ewiger Gott, am heutigen Tag hast du durch dei-
nen Sohn den Tod besiegt und uns den Zugang zum ewigen
Leben erschlossen. Darum begehen wir in Freude das Fest sei-
ner Auferstehung. Schaffe uns neu durch deinen Geist, damit
auch wir auferstehen und im Licht des Lebens wandeln.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Der Gott der Hoffnung erfülle uns mit aller Freude
und mit allem Frieden im Glauben,
damit wir reich werden an Hoffnung
in der Kraft des Heiligen Geistes. ;qfykkg
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HYMNUS
Der Morgen rötet sich und glüht,
der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf,
und klagend stöhnt die Unterwelt.
Der starke, königliche Held
zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht:
Aus harter Fron sind wir befreit.
Er, den der Stein verschlossen hielt
und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab,
fährt auf in strahlendem Triumph.
Schon werden alle Klagen stumm,
in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr;
ein lichter Engel tut es kund.
Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen. ;qfykkg
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HOCHFEST DER AUFERSTEHUNG DES HERRN
Drei Tage lang haben die Glocken geschwiegen und die Lichter waren verloschen. Mit dem Entzünden des Osterfeuers in der Osternacht beginnt die Feier der Auferstehung Jesu Christi. Die Osternacht ist eine Vigilfeier, eine Nachtwache.
Ihre Symbolik nimmt die Wende von der Nacht zum Tag auf. Die Osternacht soll am Samstag nicht vor Sonnenuntergang beginnen und nicht nach Sonnenaufgang enden. Am Beginn steht die Lichtfeier, bei der die Osterkerze am Licht des Osterfeuers angezündet wird. Darauf folgt der Wortgottesdienst, anschließend die Tauffeier, in der die Gemeinde ihr Taufbekenntnis erneuert. Den Abschluß bildet die Eucharistiefeier.