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Verehrung - Heilige - Biographien => Heilige und Biographien => Thema gestartet von: videre am 12. April 2012, 20:04:25
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Zeno von Verona
Gedenktag katholisch: 12. April
nicht gebotener Gedenktag im Bistum München-Freising
in Chur: 2. September
in Radolfzell: 3. Sonntag im Juli
Gedenktag orthodox: 12. April
Name: nach dem Göttervater Zeus (griech.)
Bischof von Verona
* 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts, in Mauretanien, heute Marokko (?)
† 12. April um 380 in Verona in Italien
(http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Zeno.jpg)
Zeno. Detail aus der Bronzetür der Kirche San Zeno in Verona, Ende des 11. Jahrhunderts (?)
Zeno stammte wohl aus Afrika. Er wurde um 362 zum Bischof von Verona gewählt. Seine Legende rühmt an ihm die Fürsorge für Arme und Kranke. Zeno bestritt demnach seinen Unterhalt durch Fischfang aus der Etsch. So fanden ihn auch die Boten des Kaisers Gallienus, die ihn um Gebetsheilung für die besessene Tochter des Kaisers baten.
Eine Sammlung von 30 Predigten und über 60 weiteren Einladungen und Vorreden zur Tauf- und Osterliturgie, Kurzpredigten und Fragmenten wurde nach Zenos Tiod zusammengestellt. Sie weisen ihn aus als Bekämpfer des Arianismus und des Judentums und Vertreter der Theologie des 1. Konzils von Nicäa. Sie behandeln vorzugsweise Texte des Alten Testaments und bezeugen eine solide Bildung; die Personen und Ereignisse des AT werden konsequent als auf Christus hinführend interpretiert. Als einer der ersten in der abendländischen Kirche setzte er sich nachdrücklich für die Lehre von der Jungfräulichkeit der Gottesmutter Maria ein und er förderte das Jungfrauenwesen, deshalb gründete er eines der ersten Frauenklöster.
Nur legendarischen Wert hat die Überlieferung bei Gregor von Tours und die in einer um 800 verfassten Lebensgeschichte.
Über Zenos Grab entstand schon bald eine Kirche. Petronius von Bologna berichtete in einer Predigt von Wundern am Grab. Die Kirche soll einst auf wunderbare Weise von Überflutung verschont geblieben sein, weshalb Zeno Patron gegen Wasserschäden wurde. Nach einem Erdbeben wurde die Kirche zerstört, an derselben Stelle entstand zwischen 1118 und 1135 die prächtige heutige Kirche San Zeno. Schon zu Lebzeiten wurde Zeno wie ein Heiliger verehrt, Schwerpunkt der Verehrung ist noch heute Mais im heutigen Meran. Korbinian soll die von ihm erbaute Kapelle bei Mais Zeno geweiht haben, er brachte die Verehrung Zenos auch nach Bayern. Hrabanus Maurus überführte Reliquien nach Ulm und Fulda. Bischof Radulph von Verona gründete Anfang des 8. Jahrhunderts das Kloster in Radolfzell am Bodensee, Zenos Haupt wurde deshalb 830 dorthin gebracht.
(http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Zeno3.jpg)
Zeno befreit die Tochter von Kaiser Gallienus von bösen Geistern.
Bronzetür der Kirche San Zeno in Verona, Ende des 11. Jahrhunderts (?)
In Radolfzell wird Zeno zusammen mit Theopompus und Synesius, von denen Radolfzell ebenfalls je eine Kopfreliquie hat, als die Hausherren verehrt; das wird seit 1725 bzw. 1806 jeweils am 3. Sonntag im Juli gefeiert.
Attribute: Angel, Korb oder Buch mit zwei Fischen
Patron von Verona, Pistoia und Radolfzell; der Kinder, die schlecht Gehen und Sprechen lernen; bei Überschwemmungen; gegen Wasserschäden
Das Hausherrenlied von Radolfzell
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Catholic Encyclopedia
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
(http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Zeno5.jpg)
Zeno auf dem Siegel des Chorherrenstiftes Radolfzell
Aus:
http://www.heiligenlexikon.de/BiographienZ/Zeno.htm (http://www.heiligenlexikon.de/BiographienZ/Zeno.htm)
Tagesheilige:
Hl. Josef (Giuseppe) Moscati
Arzt, Wohltäter
(http://www.hoffnung-online.de/tagesheilige/bilder/256_986932.jpg)
* 25. Juli 1880 in Benevent in Italien
† 12. April 1927 in Neapel in Italien
Giuseppe Moscati hatte schon in seiner Jugend Keuschheit gelobt und setzte sich in seinem Beruf unermüdlich für Kranke und Sterbende ein, besonders beim Ausbruch des Vesuvs 1906 und einer Cholera-Epidemie 1911.
Giuseppe Moscati starb am Gründonnerstag. Im Kondolenzbuch, das man am Eingang des Hauses aufgelegt hatte, wurde dieser Eintrag gefunden: Du hast nach keinen Blumen und keinen Tränen gefragt. Trotzdem weinen wir, weil die Welt einen Heilige verloren hat, Neapel ein Muster an Tugend, die armen Kranken haben aber alles verloren! Am 16. November 1930 wurde sein Leichnam in die Kirche Gesù Nuovo in Neapel übertragen.
Hl. Julius I
Bischof von Rom
* in Rom
† 12. April 352 in Rom
Julius wurde 337 römischer Bischof. In seine Amtszeit fiel ein entscheidender Teil der Auseinandersetzung der noch jungen Kirche mit der sie zu zerreißen drohenden Lehre des Arianismus. Die Leistung des Julius bestand in dieser Auseinandersetzung weniger in großen theologischen Schriften, sondern in klugem, sachlichem und vor allem entschiedenem Handeln. Er stellte sich deutlich hinter Athanasius, der in erster Linie den harten Kampf ausfocht, und dem Julius in Rom Asyl gewährte. Bei der Synode von 340 in Rom wurde seine Position bestätigt.
Durch den von Julius herbeigeführten Beschluss der Synode von Sardica 342, dass das Absetzungsurteil einer Regionalsynode vom Bischof von Rom verworfen werden könne, stärkte er die zentrale Macht Roms. In seiner Amtszeit wurde in Rom die Kirche "Zu den Zwölf Aposteln" gebaut.
Julius wurde von den Römern schon früh als Heiliger verehrt.
http://www.heiligenlexikon.de (http://www.heiligenlexikon.de)