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römisch-katholisch => Liturgie / Heilige Messe => Thema gestartet von: amos am 14. April 2012, 20:13:26
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2. SONNTAG DER OSTERZEIT
SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT
Papst Johannes Paul II. hat im Jahr 2000 den zweiten Sonntag
der Osterzeit zum SONNTAG DER GÖTTLICHEN BARMHERZIGKEIT be-
stimmt. Er will die Barmherzigkeit Gottes als zentralen Aspekt der
göttlichen Liebe zu uns Menschen stärker bewußt machen. Die
Nähe zum Osterfest verdeutlicht, daß Gott allen Menschen Anteil
geben will an der Erlösung durch Jesus Christus. Wenn Gott nur
heilig und gerecht wäre, wer könnte dann vor ihm bestehen. Die
barmherzige Liebe Gottes aber läßt uns hoffen, daß Gott uns immer
wieder einen Neuanfang schenken will, wenn wir selbst dazu bereit
sind. Schon im alten Bund (z.B Ps 103,8; Ez 33,11; Hos 6,6) wird
die Barmherzigkeit Gottes betont. Im Neuen Bund bezeugt Jesus in
Wort und Tat diese barmherzige Liebe des Vaters. Bei Lukas heißt
es z.B.: "Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes hat uns be-
sucht das aufstrahlende Licht aus der Höhe" (Lk 1,78; vgl Lk 1,50;
15,1ff). Diese Liebe anzunehmen und daraus zu leben, ist das eine;
sie durch unser eigenes Handeln sichtbar zu machen, ist das andere.
Der WEISSE SONNTAG erinnert an den Brauch der frühen Kirche,
daß die in der Osternacht Getauften eine Woche lang ihre weißen
Taufkleider trugen. Die Osteroktav diente dazu, sie tiefer in die
Heilsgeheimnisse der Sakramente einzuführen. Diese WEISSE WO-
CHE, in der die Neugetauften im Mittelpunkt standen, erinnert die
Gemeinde so zugleich an die eigene Taufe und gab ihr Gelegenheit,
sich auf das eigene Christsein zu besinnen. Die gemeinsame Erst-
kommunionfeier, wie wir sie heute vielerorts am WEISSEN SONNTAG
kennen, bildete sich im 18. Jahrhundert heraus.