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römisch-katholisch => Priestertum / Klerus / Vatikan (Hl. Vater) => Thema gestartet von: Johannes, der Bär am 15. April 2012, 12:37:58
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85 Jahre wird Benedikt XVI morgen, den 16. April, seit fast 7 Jahren ist er nun im Amt - Zeit, um einen Rückblick auf seine Anfänge zu wagen.
Am 24.04.2005 wurde die Hl. Messe zur Amtseinführung von Benedikt XVI in Rom auf dem Petersplatz gefeiert. In seiner Antrittsrede erinnerte Benedikt XVI zunächst an das Ableben von Johannes Paul II und ging dann auf seine Wahl zum Papst ein.
Er nennt sich einen "schwachen Diener", der aber "nicht allein" sei. Weiter hebt er hervor, dass die katholische Kirche lebendig und jung sei. Nach seinem Verständnis ist es die Kirche, welche den Weg in die Zukunft weist. Dann wagt er eine mutige Aussage: "Die Menschheit, wir alle, sind das verlorene Schaf", wobei er mit dem "wir" wohl alle Anhänger der katholischen Kirche gemeint haben wird, einschließlich sich selbst.
Um dem Schaf zum Kreuz zu folgen sei Jesus Christus selbst aufgestanden und habe den Himmel verlassen, was aber nicht ganz zu dem Verständnis des "vom Vater gesandten Sohn" passt.
Hervorragend ist allerdings der Vergleich der "inneren" mit der "äußeren" Wüste als Gleichnis für die innere Leere, die zerstörte Liebe und die Gottesferne, welche die äußeren Erscheinungen der Armut, des Hungers und des Durstes (wahrscheinlich auch im Zusammenhang mit dem Hunger und Durst nach Jesu Frohe Botschaft) bedingten.
In diesem Zusammenhang fordert er indirekt auf, die "Schätze der Erde" zum Guten und nicht zur Zerstörung von Gottes Schöpfung einzusetzen. "Nicht die Gewalt erlöst, sondern die Liebe."
Zur gegenwärtigen Lage der Menschen (auch in der katholischen Kirche) sagt er: "Wir (Menschen) leben entfremdet, in den salzigen Wassern des Leidens und des Todes; in einem Meer des Dunkels ohne Licht."
Benedikt XVI zeichnet hier ein sehr düsteres Bild, weiter spricht er von den "Wassern des Todes". "Haben wir nicht alle irgendwie Angst, wenn wir Christus ganz herein lassen, uns ihm ganz öffnen, könnte uns etwas genommen werden von unserem Leben? [...] Würden wir nicht eingeengt und unfrei?"
Papst Benedikt XVI erinnert hier indirekt an Joh. 8,32: "Die Wahrheit wird euch frei machen." Der Weg, die Wahrheit und das Leben: Jesus Christus. Oder wie Benedikt XVI schließt: "Aprite, spalancate le porte per Cristo– dann findet Ihr das wirkliche Leben. Amen."
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85 Jahre wird Benedikt XVI morgen, den 16. April, seit fast 7 Jahren ist er nun im Amt -
Hier ein Artikel von Matthias Matussek aus SPIEGEL ONLINE von heute:
▶ http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,827594,00.html (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,827594,00.html)
Marcel