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römisch-katholisch => Predigten und Vorträge => Thema gestartet von: videre am 15. April 2012, 20:44:08

Titel: Die Göttliche Barmherzigkeit und der Sieg über das Böse am Kreuz
Beitrag von: videre am 15. April 2012, 20:44:08

15. April 2012, 12:34

Die Göttliche Barmherzigkeit und der Sieg über das Böse am Kreuz


(http://www.kath.net/newsimages/120px/36121.jpg)



Benedikt XVI. zum Gebet des Regina caeli am Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit: der neue christliche Kult besteht in der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn. Der Papst bittet um das Gebet für ihn als Nachfolger Petri. Von Armin Schwibach
 
Rom (kath.net/as)

Die Göttliche Barmherzigkeit bildete den Leitfaden der Ansprache Papst Benedikts XVI. am heutigen „Weißen Sonntag“, der seit dem Jahr 2000 nach dem Willen Papst Johannes Pauls II. auch als Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit begangen wird.

Ausgehend vom Evangelium des Tags (Joh 20, 19-31) und den Erscheinungen Jesu vor den Jüngern erklärte Benedikt XVI., dass der Bericht des Evangeliums über den Gruß Jesu im Abendmahlssaal „Friede sei mit euch!“ sehr wichtig sei. Der traditionelle Gruß des „shalom“ werde hier zu etwas Neuem. Er werde zum „Geschenk jenes Friedens, den allein Jesus schenken kann, da er die Frucht seines radikalen Siegs über das Böse ist“. Der Friede, den Jesus seinen Freunden anbiete, sei die Frucht der Liebe Gottes, die ihn dazu gebracht habe, am Kreuz zu sterben, „wie ein mildes und demütiges Lamm“ sein Blut zu vergießen.

Aus diesem Grund habe Johannes Paul II. den Sonntag nach Ostern der Göttlichen Barmherzigkeit widmen wollen, verbunden mit einem präzisen Bild: dem Bild der durchbohrten Seite Christi, aus der Blut und Wasser austreten. Jesus aber sei nun auferstanden. Aus ihm gingen die österlichen Sakramente der Taufe und der Eucharistie hervor: wer sich diesen mit Glauben nähere, empfange das Geschenk des ewigen Lebens.

Auf diese Weise „können auch wir mit der Kraft des Heiligen Geistes, der Christus von den Toten erweckt hat, den anderen diese österlichen Gaben überbringen“.

Benedikt XVI. ging auch auf die Zeiten der Erscheinungen Jesu ein, auf den „ersten Tag der Woche“ und „acht Tage darauf“. Jener Tag, der dann „Sonntag“ genannt werde, sei der Tag, an dem sich die christliche Gemeinde zu ihrem Gottesdienst, das heißt zur Feier der Eucharistie versammle, des neuen Kults, der sich von Anfang an von dem jüdischen Kult des Sabbats unterscheide. Die Feier des Tags der Herrn „ist ein sehr starker Beweis für die Auferstehung Christi, da allein ein außerordentliches und erschütterndes Ereignis die ersten Christen dazu veranlassen konnte, einen gegenüber dem jüdischen Sabbat anderen Kult zu beginnen“.

Damals wie heute sei der christliche Kult nicht allein eine Erinnerung an Vergangenes, ebenso wenig eine besondere mystische, innere Erfahrung. Vielmehr sei er im Wesentlichen eine Begegnung mit dem auferstandenen Herrn, der in der Dimension Gottes lebe, jenseits von Zeit und Raum, und dennoch inmitten der Gemeinde gegenwärtig werde, durch die Heilige Schrift spreche und für die Menschen das Brot des ewigen Lebens breche.

In seinen Grüßen in den verschiedenen Sprachen wandte sich der Papst zum Schluss besonders an die italienischen Pilger, die an der heiligen Messe in der Kirche „Santo Spirito in Sassia“ unter dem Vorsitz des Kardinalsvikars von Rom, Agostino Vallini, teilgenommen hatten, dem privilegierten Ort der Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit, an dem auch besonders die Heilige Faustyna Kowalska sowie der selige Johannes Paul II. verehrt werden.

Die französischsprachigen Pilger bat Benedikt XVI. um ihr Gebet für seine Sendung als Nachfolger Petri: "Anlässlich des siebten Jahrestages meiner Wahl auf den Stuhl Petri am kommenden Donnerstag möchte euch bitten, für mich zu beten, damit mir der Herr die Kraft gebe, die mir von ihm anvertraute Sendung zu erfüllen".


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Mit Freude grüße ich am heutigen Sonntag der Barmherzigkeit alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. Nach seiner Auferstehung gibt Christus den Aposteln die Vollmacht zur Sündenvergebung. Und den heiligen Thomas lässt er nicht im Dunkel des Unglaubens allein, sondern heilt ihn durch die Kraft seiner verklärten Wunden.

So wird die Barmherzigkeit des Herrn für die Apostel zur unerschöpflichen Quelle österlicher Freude.
Euch allen wünsche ich eine gnadenreiche Osterzeit.