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römisch-katholisch => Der Tod / Das persönliche-besondere Gericht / Das Jüngste Gericht => Thema gestartet von: Anemone am 08. März 2011, 20:18:00
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Wichtige Hinweise rund um Sterben, Tod, Beerdigung
A) Vorbereitung auf das Sterben:
1.) Versuchen, immer auf den Tod vorbereitet zu sein. Ob ich einen guten
Tod habe, ist wichtiger als die gute Beerdigung und spätere Grabpflege!
Jeden Abend mein Leben in Gottes Hände zurücklegen.
2.) Die Sakramente (Beichte, Krankensalbung, Kommunion) rechtzeitig
empfangen. Anderen Verzeihen und selber um Verzeihung bitten!
3.) Bei lebensbedrohlichen Krankheiten rechtzeitig den Priester holen
(lassen).
4.) Mit den Angehörigen rechtzeitig offen über Fragen des Sterbens, der
Beerdigung, der Grabpflege usw. sprechen.
B) Wenn ein Angehöriger stirbt:
1.) Möglichst den Sterbenden nicht allein lassen, sondern bei ihm wachen,
die Hand halten, Lippen befeuchten, mit ihm bzw. für ihn beten (s. z.B.
Gotteslob n. 79), zu ihm sprechen. Nie vor einem Sterbenden, auch wenn
er nichts mehr zu hören scheint, über Erbschaft, Beerdigung o. Ä.
sprechen. Das Gehör funktioniert vermutlich noch sehr lang!
2.) Einen kath. Priester zum Sterbenden rufen, notfalls auch nachts:
Pfarrer
Weiße Tischdecke, Kerze, Kreuz, Weihwasser vorbereiten. Im
Krankenhaus nachdücklich darauf hinweisen, daß in Todesgefahr ein
Priester gerufen weden soll.
3.) Nach Eintritt des Todes Gebet (GL 79, 6).
C) Wenn ein Anghöriger gestorben ist:
1.) Nahe Verwandte und den Pfarrer über den Tod des Angehörigen
informieren
2.) Das Beerdigingsinstitut anrufen
3.) Das Beerdigungstermin sowohl mit dem Beerdigungsinstitut als auch
mit dem Pfarrer absprechen. Dabei die Absprache mit den Verwandten nicht
vergessen.
4.) Die Grabform bestimmen: Erdbestattung ist im allgemeinen der
Feuerbestattung vorzuziehen.
Wenn für die Grabpflege niemand aufkommen kann, besteht nach der
Friedhofssatzung die Möglichkeit zur Wahl eines Grabes in einer
Erdgemeinschaftsanlage in einer weglosen Rasenfläche, bei
welchem die Angehörigen bei der Bestattung anwesend sein können und
ein Grabstein (oder Kreuz) gesetzt werden kann. ) Ist auch für Urnen
möglich.) Diese Möglichkeit ist einer "anonymen Bestattung" eindeutig
vorzuziehen!
5.) Bei der Todesanzeige auf christliche Symbolik (Kreuz) und Text achten.
Z.B.: R.I.P.; "Gott, der Herr, nahm zu sich..."; "Unser himmlischer Vater
rief heim..."; "Gestärkt mit den Sakramenten der Kirche entschlief unsere
liebe Mutter...". Keine unchristlichen Texte wie: "Du lebst in unseren
Gedanken fort".
6.) Mit dem Pfarrer den Termin des Requiems abstimmen. Normalerweise
nehmen wir dafür eine der üblichen Wochentagsmessen. Dabei bedenken,
ob und in welcher Weise kirchenferne Verwandte teilnehmen sollten.
7.) Evtl. mit Hilfe des Pfarrers einen Organisten für die Beerdigung suchen.
Bei einer katholischen Beerdigung kann auf Lieder verzichtet werden.
Konservenmusik (CD-Player) ist in der katholischen Liturgie nicht
vorgesehen.
8.) Zur Vorbereitung der Beerdigung den beerdigenden Geistlichen um ein
Gespräch bitten. Dafür auch wichtige Informationen über das Leben des
Verstorbenen bereithalten. Die Ansprache bei der Beerdigung ist jedoch
keine weltliche Trauerrede sondern christliche Verkündigung.
9.) Eine gute Tradition ist das abendliche, gemeinsame Gebet für den
Verstorbenen in den Tagen bis zur Beerdigung. Das Wichtigste, was wir
für unsere Verstorbenen tun können, ist das Gebet. Das Gebet ist
wichtiger als die Grabpflege. Die höchste Form des Gebetes ist die hl.
Eucharistie.
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Wichtige Hinweise rund um Sterben, Tod, Beerdigung
Danke für Deinen Beitrag!
Ergänzend möchte ich auch hier noch einmal auf das Büchlein »Die letzten Dinge«
von P. Martin Ramm FSSP hinweisen (gibt es auch online (http://www.dieletztendinge.de/)).
Marcel