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Allgemeines => Neues & Wissenswertes => Thema gestartet von: amos am 23. April 2012, 17:35:31

Titel: Fundamentalisten sorgen für Debatte um Mission
Beitrag von: amos am 23. April 2012, 17:35:31
FUNDAMENTALISTEN SORGEN FÜR DEBATTE UM MISSION

Kritik von Politikern, Kirchen und muslimischen Verbänden an Aktionen der Salafisten


Bonn/Köln/Ulm (vbp). Die Verteilaktion des Koran durch salafistische Vereine hat das Bundesamt für Verfassungsschutz als Propaganda mit dem Ziel der Rekrutierung von Anhängern bezeichnet.
"Der Koran ist nur ein Vehikel", sagte deren Sprecher Bodo Becker. Auch der Koordinationsrat der Muslime warnte vor einer Instrumentalisierung des heiligen Buches des Islam. Der Koran dürfe nicht für eine werbewirksame Aktion einzelner Gruppen mißbraucht werden, erklärte die Dachorganisation in Köln.

Der Direktor des Instituts für Weltkirche und Mission in Sankt Georgen, der Jesuit Markus Luber, sagte, gegen Mission als solche sei nichts einzuwenden.
Kritik sei aber angebracht, wenn die Missionare andere diskriminierten oder gegen Gesetze verstoßen. Wegen der Kontroversen hat die Ulmer Druckerei Ebner & Spiegel die Produktion der Koranausgaben gestoppt. Salafismus ist eine islamisch-fundamentalistische Strömung. Seine Anhänger wollen den vermeitlichen Idealzustand des Islam im 7. Jahrhundert konservieren; sie lehnen auch die sunnitisch-orthodoxe Theologie und islamische Rechtsschulen ab.

Quelle: neueKirchenZeitung-Nr. 16