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Allgemeines => Neues & Wissenswertes => Thema gestartet von: amos am 23. April 2012, 17:58:22
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SCHWIERIGE MISSIONEN
Von Roland Juchem,
Redakteur
Bistumspresse
Ibrahim Abu-Nagie und seine Mitstreiter mögen sich in die Faust lachen: Für Aufmerksamkeit haben sie immerhin gesorgt mit ihren Verteilaktionen für den Koran in belebten Innenstädten.
Dazu vier Anmerkungen:
Erstens: Mission an sich ist okay. Deutschland ist ein freies Land, und wer für aktive Religionsfreiheit eintritt, muss sie auch Andersgläubigen zugestehen.
Entscheidenes Kriterium aber ist: Überzeugen die Botschaft und ihre Botschafter? Das muss jeder für sich entscheiden: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen...".
Daher gilt zweitens: Nicht alle Missionsmethoden sind okay: Gewalt, Einschüchterung, Bestechung, falsche Vorwände verletzen die Regeln unseres demokratisch-rechtsstaatlichen Gemeinwesens. Und sie widersprechen - in der Regel - der religiösen Botschaft selbst. Jesus lehnt Gewalt ab, die christlichen Kirchen haben sich von missionarischem Zwang distanziert. Auch die meisten Muslime beteuern: "Im Islam gibt es keinen Zwang im Glauben."
Nun haben die Salafisten ihre Aktionen teilweise angekündigt als Versammlungen "zum besseren Verständnis der drei abrahamitischen Religionen". Wenn sie sich am Infostand aber lustig machen: Der Koran duftet lieblich, die Bibel richt nach nichts, oder sie Gegendemonstranten anpöbeln, dann sind allein das Indizien für Unredlichkeit. Dass im Hintergrund dieser extremistischen Gruppierungen sich noch mehr verbirgt, beobachtet der Verfassungsschutz.
Drittens: Müssen fortschrittlich-aufgeklärte Gesellschaften fundamentalistische Missionare fürchten, die sich an einem verklärten 7. Jahrhundert orientieren? Man ist versucht zu sagen: natürlich nicht. Doch Vorsicht: Vor Extremismus und weltanschaulichem Blödsinn ist längst nicht jeder gefeit. Schon esoterische Maulhelden und Blender haben die Sucht nach Eindeutigkeit und den Reiz exotischer Positionen zu Genüge ausgenutzt.
Viertens müssen wir uns der Debatte stellen. Die Salafisten etwa hinweisen auf den Widerspruch: Ihr dürft bei uns missionieren. Im Land eurer Geldgeber aber, in Saudi-Arabien, dürfen Andersgläubige nicht einmal Gottesdienst feie
rn. Dennoch stehen wir zur Religionsfreiheit.
Diskutieren tun Extrimisten und Fundamentalisten, gleich welcher Couleur, gerne. Allerdings ist es nicht leicht, eine Basis zu finden, auf der Verständigung - nicht Einigung - möglich ist. Doch darum kommen aufgeklärte Gesellschaften, einschließlich ihrer religiös Gläubigen, nicht herum. Sonst entscheidet irgendwann wieder nur die Gewalt des Stärkeren.
Quelle: neueKirchenZeitung-Nr. 16
Anmerkung: Wenn unser Land durch fremde Kulturen unterwandert wird, verlieren wir eines Tages unsere eigene, deutsche Identität!
Das hat dann schon nichts mehr mit Tolleranz zu tun, sondern schlechthin mit Blödheit.
Wann wird uns endlich klar, daß bei vielen ausländischen Ländern einfach die Reife für ein freies, demokratisches Denken und handeln fehlt, und somit diese Länder letztendlich auch nicht an einem demokratisch-rechtsstaatlichem Gemeinwesen interessiert sind! Dies gilt natürlich auch für unseren katholischen Glauben. Wir müssen aufpassen, daß wir diesen nicht durch negative Strömungen aus dem Ausland verlieren! Unser Gott stehe uns bei!