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römisch-katholisch => Fragen und Themen zum Glauben allgemein => Thema gestartet von: Mariae am 19. Mai 2012, 09:12:21
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Wie schlagen sich die Errungenschaften in der Praxis nieder . Was änderte sich mit Vergleich zu vorher ?
"...Zur jüngsten Annäherung zwischen dem Vatikan und der tradtionalistischen Piusbruderschaft bemerkte Lehmann, diese dürfe nicht dazu führen, dass man das Zweite Vatikanische Konzil (1962 - 1965) in Frage stelle. Um das Konzil zu verteidigen, müsse man für dessen Errungenschaften kämpfen, ..."
http://kath.net/detail.php?id=36628 (http://kath.net/detail.php?id=36628)
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Hast du ein Problem mit dem 2. Vatikanischen Konzil ?
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Ein Problem mit dem Konzi selbst nicht , nur sind Fragen offen . Deswegen frage ich ja auch . ;xdysaa Oft hört man das feierliche Verkünden des Wortes "Errungenschaften" . Fragt man nach diesen, bekommt man Überschriften, aber keine inhatlichen Angaben .
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Offensichtlich fällt zu "Errungenschaften" niemanden etwas ein . ???
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Offensichtlich fällt zu "Errungenschaften" niemanden etwas ein . ???
Doch, z.B. - Handkommunion und dann noch durch Laien ausgeteilt. Oder ist es etwa keine Errungenschaft?
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Das VII hat bei richtiger auslegung sicherlich einige Errungenschaften.
z.B Toleranz
Jedoch sind diese Errungenschaften leider durch die Deutungshoheit von Modernisten auf der allgemeinen medialen Seite und von den Piusbrüdern
auf der konservativen Seite untergegangen.
z.B nehmen wir das Thema Handkommunion und Laien
Handkommunion und Laien sind nur in absoluten Ausnahmefällen erlaubt z.B auf Binderungen oder bei Massenandrang.
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Handkommunion und Laien sind nur in absoluten Ausnahmefällen erlaubt z.B auf Binderungen oder bei Massenandrang.
Handkommunion
Aber es steht doch hier
http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html#Kapitel%20IV (http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html#Kapitel%20IV)
92. Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen,[178] soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte.
Laien: Steht tatsächlich so, wie Du es schreibst: "Nur dort, wo eine Notlage es erfordert, können außerordentliche Spender dem zelebrierenden Priester nach Maßgabe des Rechts helfen."
Kann mir nicht recht vorstellen, dass es "hier" (Dom plus zwei weitere Kirchen) sozusagen wiederum nur ein Ausnahmefall ist...
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Papst Benedikt gibt mittlerweile nur noch die Mundkommunion aus , auch wenn bei großen Papstmessen andere dies nicht tun wie in Deutschland gesehen.
Johannes Paul der II hat in den Verlautbarungen 15 und 16 und beides zusammengefasst in der Verlautbarung 164 deutlich gemacht an welcher Position die Mundkommunion zu sehen ist. Sie ist also der einzig würdige Akt die Kommunion zu empfangen.
Denn zur Handkommunion wurde geäußert das es nicht ausreicht nur den Leib in die Hand zu empfangen sondern das ein weiteres Zeichen der Ehrerbietung notwendig ist wie z.B eine Kniebeuge.
Damit ist und bleibt die Mundkommunion die einzig eine Handlung umfassende ehrfurchtsmässige Kommunionsform , die Handkommunion dagegen muß immer in Verbindung mit dem zusätzlichen Akt der Ehrerbietung genannt werden , sonst würde dies wohl eventuell einen falschen Eindruck erwecken.
Oder zu der Kommunionsform führen wie wir sie heute leider in nahezu jeder Kirche kennen , Laien teilen die Kommunion beliebig aus und die Ehrfurcht vorm Herren ist verloren gegangen.
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Oder zu der Kommunionsform führen wie wir sie heute leider in nahezu jeder Kirche kennen , Laien teilen die Kommunion beliebig aus und die Ehrfurcht vorm Herren ist verloren gegangen.
Habe kürzlich sogar erlebt, dass sich der Priester selbst erst gar nicht am Austeilen der Hl. Kommunion beteiligt hatte! Ich brauchte eine kleine Weile, um das dann auch wirklich zu realisieren. :o
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Ich bin auch Laien und Lektor. Zuerst wollte ich es ablehen und habe im Kloster Einsiedlen ein langes Gespräch mit meinem Beichtvater und einem Bruder geführt welche mir geraten haben als Lektor in der Pfarrei tätig zu sein. Wenn ein Priester dich um einen Gefallen bitte so will ich dienen. Ich selber verteile auch die Kommunion und glaubt mir ich bin sehr sehr ehrfürchtig. Ich bete auch jedesmal bevor dem austeilen, damit ich es ehrfürchtig mache. Selber bevorzuge ich auch die Mundkommunion. Aber ich möchte einfach betonen, dass wahre Ehrfurcht aus dem Herzen kommt und nicht nur äusserliche Gestehe ist!
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Offensichtlich fällt zu "Errungenschaften" niemanden etwas ein . ???
Schau ma mal...
Das 2.Vatikanische Konzil steht für eine Öffnung zur Moderne. Das bedeutet, dass die Kirche für kritische Rückfragen außerhalb ihres Gefüges offen sein muss.
Die Pius-Bruderschaft möchte diesen Kurs der Öffnung nicht mittragen. Sie nehmen Bezug auf das Erbe der Pius-Päpste, insbesondere Pius X, der alles unternommen hat, um gegen den modernen Zeitgeist anzukämpfen also zB Theologen die die sich für die historisch - kritische Exegese aussprachen wurden zurechtgewiesen und flutsch die Lehrerlaubnis war weg. Oder die Evolutionslehre Darwins- quasi ein Werk des Satans oder auch Papst Pius IX, der in einer Liste alles als häretisch verurteilt hat, das mit der Moderne irgendwie in Verbindung gebracht werden konnte.
Wie ich schon im thread Folgen der Gottlosigkeit ein paar Passagen von lumen gentium oder nostra aetate zitiert habe, hat das 2.Vatikanum damit eine ökumenische Öffnung vollzogen. Dies wird von der Pius-Bruderschaft als Kapitulation vor dem liberalen Zeitgeist zurückgewiesen. Ja, sie meinen es nicht mittragen zu können.
Das 2.Vatikanum hat erstmals die Religions und Gewissensfreiheit durch das Dokument dignitates humanae anerkannt, das einzige Schriftstück, dass der Gründer der Pius-Gemeinschaft Levebvre nicht unterzeichnet hat.
Damit will man einfach zum Ausdruck bringen, dass der Glauben nicht erzwungen werden kann und dies zur Achtung der Würde der Person einfach dazugehört, die Religions und -Gewissensfreiheit zu respektieren.
Die traditionalistischen Bischöfe der Pius-Bruderschaft haben wahrscheinlich katholische Staatsmodelle im Hintergrund wie zu Zeiten Francos in spanien oder Pinochets in chile, wo nicht Katholiken rechtliche Benachteiligungen zu ertragen hatten.
Das 2. Vatikanum hat die episkopale Einbettung der Papstdogmen, die am 1.Vatikanum verabschiedet wurden, nachgeholt, da das 1. Vatikanum aufgrund des deutsch-französischen Krieges vorzeitig abgebrochen werden musste.
Im Unterschied zur gegenreformatorisch hervorgehobenen Sichtbarkeit von Kirche wird herausgestellt, dass die Kirche Mysterium ist, also aus sichtbaren und unsichtbaren Momenten besteht.
Von einer juridisch definitorischen Sprache wie es bisher bei Konzilien üblich war, wird Abstand genommen und eine pastoraler Erzählduktus gepflegt.
Man besinnt sich wieder stärker auf die Schrift und die Tradition.
Die Kirche wird als ein wanderndes Gottesvolk begriffen, das bereits bei Abel einsetzt und man konnte hierdurch die Geschichte des alten Bundes in das Verständnis von Kirche integrieren.
Es wird erstmals vom allgemeinen Priestertum aller Gläubigen gesprochen, die am dreifachen Amt Christi teilhaben im Unterschied zum besonderen Dienstpriestertum.
Die Liturgie wurde erneuert usw, usw.
Conrad
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@ Conrad: Ich bin moralisch - nicht politisch - gegen Religions-, Gewissens- und Pressefreiheit (Mirari vos 17 f). Das dies vom Konzil erlaubt wird, ist meiner Meinung APOSTASIE!
Die Piusbrüder sind nicht für eine Aufhebung, sondern für eine Überarbeitung des Konzils.
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@ Conrad
Deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen. jhlcu
Jesod