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Verehrung - Heilige - Biographien => Heilige und Biographien => Thema gestartet von: velvet am 23. Mai 2012, 08:32:34
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Desiderius von Langres
französischer Name: Didier, Dizier
Gedenktag katholisch: 23. Mai
in Langres: 19. Januar (Erhebung der Gebeine)
Name bedeutet: der Ersehnte (latein.)
Bischof von Langres, Märtyrer
* um 315 in Frankreich
† um 355 (?) in Langres in Frankreich
Desiderius wurde wohl vor 346 Bischof von Langres. In mehreren Quelllen ist seine Teilnahme an der gallischen Synode in Köln im Jahr 346 bezeugt. Die Überlieferung berichtet, dass Desiderius beim Einfall der Vandalen nahe Langres versucht habe den König der Angreifer zu beschwichtigen; dabei sei er auf offenem Feld enthauptet worden.
Vincent de Beauvais: Das Martyrium von Desiderius mit seinen Gefährten vor dem Vandalenkönig. In: Speculum historiale, 14. Jahrhundert
(http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Desiderius_von_Langres.jpg)
Vincent de Beauvais: Das Martyrium von Desiderius mit seinen Gefährten vor dem Vandalenkönig. In: Speculum historiale, 14. Jahrhundert
Desiderius wurde in der später ihm geweihten Kirche St-Didier in Langres bestattet. 1514 wurden seine Gebeine erhoben.
Patron von Langres und Avignon; der schwangeren Frauen; gegen Meineid und Unglück
Desiderius, (23. Mai, al. 11. Febr.), frz. St-Didier, Bischof zu Vienne in Frankreich, war aus einem adelichen Geschlechte in der Gegend von Autun entsproßen, begab sich aber nach Vienne, wo er unter vier Bischöfen ein heiliges Leben führte, und anfangs nur zum Diakon, endlich aber zum Bischof erwählt wurde. Als er die Gemahlin des Königs Sigebert, Brunehilde mit Namen, wegen verschiedener Unordnungen, deren man sie bezüchtigte, strafte, wurde er von ihr in die Verbannung geschickt, dann zurückberufen, und endlich i. J. 608 (nach Butler 612) in dem Dorfe Persien, das jetzt St-Didier de Chalarone, weil es an dem kleinen Fluße dieses Namens liegt, auf ihr Anstiften gemeuchelt. Brunehilde wurde bald darauf wegen solcher That auf Befehl des Königs Clodwig hingerichtet, der Leib des hl. Desiderius aber von jenem Dorfe in die Kirche der hhl. Petrus und Paulus übertragen, wo er bis auf wenige Reliquien, die in der Schweiz sich befinden, noch ganz vorhanden ist. Nach Bucelin (ad 11. Febr.) war er ein Mönch zu Luxeuil, die Bollandisten aber widersprechen dieser Annahme. Seiner wird auch im Mart. Rom. zum 23. Mai gedacht, wobei bemerkt wird, er sei auf des Königs Theodorich Befehl mit Steinen geworfen und damit vergraben worden (obrutus). Was dieses betrifft, so wurde er allerdings unter diesem Könige getötet; aber der Befehl dazu ging zunächst von der gottlosen Brunehilde aus. Nach dem Proprium des Klosters Maria Einsiedeln in der Schweiz wird sein Fest daselbst als Festum duplex am 23. Mai gefeiert. Auf Kirchenbildern wird er dargestellt mit einem Strick in der Hand, mit welchem er erwürgt wurde.