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Empfehlungen => Kalenderereignisse => Thema gestartet von: velvet am 03. Juni 2012, 01:01:00

Titel: Hl. Bonifatius (Winfried) Bischof Glaubensbote in Deutschland 5. Juni
Beitrag von: velvet am 03. Juni 2012, 01:01:00
(http://2.bp.blogspot.com/_Qcq5v021vTc/SEhJf2-MKnI/AAAAAAAAAU0/JhDMMQ3_1Ig/s320/bonif.jpg)

Winfried Bonifatius, der Apostel der Deutschen, stammt aus England. Er ist dort in ein Benediktinerkloster eingetreten und sah sich, wie viele Mönche seiner Zeit, zur Mission auf dem Kontinent berufen. 718 wurde er von Papst Gregor II. beauftragt, als Heidenapostel den deutschen Völkern das Evangelium zu verkünden. In Hessen zerstörte Bonifatius heidnische Heiligtümer und gründete zahlreiche Kirchen und Klöster. Verbreitet ist die Erzählung, wie er die dem germanischen Kriegsgott Donar geweihte Eiche fällte und mit dem Holz eine Kapelle baute.
Bonifatius weitete seine Missionstätigkeit auch auf Bayern und Sachsen aus, unter anderen gründete er die Bistümer Passau, Regensburg und Freising. 744 gründete er sein Lieblingskloster Fulda, 747 wurde er Erzbischof von Mainz. Bald verschlechterte sich jedoch das zunächst sehr gute Verhältnis zu den Frankenherrschern. Bonifatius wurde beiseite geschoben, doch sein Werk hatte Wurzeln geschlagen. Die Kirche Germaniens war geordnet und stand in engem Kontakt zum Papst in Rom.
Am Ende seines Lebens machte Bonifatius sich 753 noch einmal zur Mission auf. Er schlug die Zelte unweit der Küste nahe Dokkum auf. Dort konnte er eine große Zahl von Friesen taufen. Die Neugetauften lud er am folgenden Tag zum Empfang der Firmung ein. Aber statt der Firmlinge erschien am Morgen des 5. Juni eine bewaffnete Horde von beutegierigen Heiden und metzelte Bonifatius und seine Gefährten nieder. In einem triumphalen Leichenzug wurde er nach Fulda überführt und, seinem eigenen Wunsch gemäß, dort beigesetzt.

"Die Kirche fährt über das Meer dieser Welt wie ein großes Schiff und wird von den Wogen hin und her geworfen. Wir dürfen das Schiff nicht verlassen, wir müssen es lenken."
Apostel du, von Gott gesandt,
Sankt Bonifatius:
du gabst dein Blut für unser Land,
nimm unsern Dankesgruß.
Dich schreckte nicht der Heiden
Wut, nicht alter Götzen Macht;
du hast, erfüllt von Glaubensmut,
uns Christi Licht gebracht.