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Empfehlungen => Kalenderereignisse => Thema gestartet von: velvet am 03. Juni 2012, 10:10:13

Titel: Hl. Kolumban der Ältere 9.Juni
Beitrag von: velvet am 03. Juni 2012, 10:10:13
(http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Kolumban_der_Aeltere.jpg)
Der Hl. Columban

Herkunft

Der Hl. Columba oder Columcille wurde 521 am Lough Gartan in Donegal geboren. Er war der Urenkel von Conall, einem Sohn des Hochkönigs Niall of the Nine Hostages. Conall hatte zusammen mit seinem Bruder Eoghan die Region des modernen Donegal unterworfen und kontrollierte schließlich den Norden der Region. Die Mutter Columbas stammte aus der Familie des Königs von Leinster. Er wurde von Gemman, einem Barden, in dem Wissen der Druiden erzogen und von Finnian erhielt er eine Ausbildung im Christentum.

Klösterliches Leben

Diese illustre Herkunft prädestinierte Columba eigentlich zu einer führenden Rolle in der Herrschaft des Landes. Aber er zog das religiöse Leben vor. Als Prediger gründete er mehrere Klöster und Kirchen in Irland, u.a. in Derry 546, Durrow 556 und in Glasnevin bei Dublin. Als dort die Pest ihr Unwesen trieb, kehrte er in seine Heimat zurück.

Streitbarkeit des Heiligen

In den Schriften der Zeit wird Columba als sehr gebildeter Mann und guter Berater beschrieben, der aber voller Ungeduld war und auch vor Streit und Kampf nicht zurückscheute.

Als einer seiner Verwandten des Mordes angeklagt wurde, geriet er deswegen in Schwierigkeiten. Columba bot dem Flüchtigen Unterschlupf an. Dieser wurde von den Männern des Hochkönigs Diarmuid entdeckt und hingerichtet.

Einige Zeit später beschuldigte Finnian von Moville, sein früherer Lehrer, Columba, eines seiner Manuskripte abgeschrieben zu haben und wandte sich an Diarmuid um ein Urteil. Der König verlangte von Columba, dass dieser die Kopie herausgeben solle. Darüber ärgerte sich Columba so, dass er eine Armee gegen den König aufmarschieren ließ. Der Hochkönig entstammte dem südlichen Zweig des O'Neillklans. Columba sicherte sich die Hilfe der nördlichen O'Neills und besiegte den König bei Culdrevney im County Sligo. Als Strafe dafür wurde Columba aus Irland verbannt. Er hatte gegen die Gebote des mönchischen Lebens verstoßen und war in den Kampf gezogen. Als Strafe sollte er so viele Menschen zu Christentum bekehren, wie er getötet hatte.

Gründer des Klosters Iona

Mit einem Gefolge von zwölf Anhängern brach er in den typischen Lederbooten Irlands, den Curraghs, auf nach Schottland. 563 erhielt er die Erlaubnis von Brude, dem König der Pikten, auf einer der Inseln vor der Westküste Schottlands ein Kloster zu gründen. Damit begann die Geschichte des Klosters von Iona, das an der Stelle eines früheren Druidenheiligtums errichtet wurde. Columba fing an, Schotten und Pikten zu bekehren. Schnell entwickelte sich Iona zu einem der größten Zentren keltischen Christentums, in dem die Mission, die Lehre und Kultur die Hauptrolle spielten. Das Kloster beherbergte bald 150 Mönche, die von dort hinauszogen, um neue Klöster zu gründen. Von Iona aus wurde der Großteil Schottlands und das nördliche England missioniert, und der Einfluss des Klosters war bis auf den Kontinent zu spüren.

Die Mönche waren in drei Gruppen aufgeteilt: die älteren Mönche, die die Messen zelebrierten und im Skriptorium arbeiteten; die Mönche, die auf den Feldern arbeiteten und die Schüler, die aus ganz Europa nach Iona kamen.

575 kehrte er noch einmal nach Irland zurück. Darüber wird erzählt, dass er sich Grassoden unter seine Füße band, um irischen Boden nicht zu berühren. Er starb schließlich 597 in Iona.

Patron der irischen Dichter; gegen Feuergefahr, Blitz, Ratten- und Mäuseplage