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Empfehlungen => Kalenderereignisse => Thema gestartet von: velvet am 11. Juni 2012, 19:27:02
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Wir beten heute zu Gott um apostolische Gesinnung und Eifer im Glauben.
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(http://www.stadtwanderer.net/media/avitus.jpg)
Der heilige Avitus, Abt († um 527)
Der heilige Avitus, von Orleans, folgte bereitwillig dem Rufe der Gnade, die ihn ermahnte, die Welt zu verlassen und die Einsamkeit zu suchen. Mit einem heiligen Freund, namens Carilefus, nahm er in der Mitte der Abtei Menat in der Auvergne das Mönchsgewand. Doch kurze Zeit hierauf kamen die beiden Diener Gottes in die Abtei Miscy, die an dem Loiret, anderthalb Stunden unterhalb Orleans, lag und unter dem Namen St. Mesmin oder Maximin bekannt ist. Die Abtei wurde nämlich von dem heiligen Euspitius und dem heiligen Mesmin oder Maximin gegründet, dessen Name dem Kloster, das in der Folge an den Zisterzienser-Orden kam, geblieben ist.
Der heilige Maximin erwies zwar den zwei gottseligen Männern alle väterliche Liebe, gleichwohl zogen sie wieder von dannen; denn der Zug der Gnade trieb sie an, in gänzlicher Abgeschiedenheit Gott zu dienen.
Nachdem der heilige Maximin gestorben, wurde Avitus zu seinem Nachfolger als Abt von Miscy erwählt; allein der Heilige bekleidete seine Würde nicht lang. Es zog ihn wieder in die Einsamkeit, und er begab sich zurück zu seinem heiligen Freund, der in einer Klause im Gebiete von Dunois wohnte. Hier lebten sie nun gänzlich abgeschieden von der Welt nur Gott ihrem Herrn.
Der Ruhm ihrer Tugend verbreitete sich allmählich weit umher, und es sammelten sich fromme Männer um sie, um unter ihrer Leitung ein gottgefälliges Leben zu führen. Da gründete denn König Clotar ein Kloster samt Kirche zu Chateau-Dun, in welchem alsdann der heilige Avitus seine zahlreichen Schüler zur Vollkommenheit anleitete, während sein Freund Carilefus in einem Wald in der Landschaft Maine sich zurückzog. Nachdem Avitus eines gottseligen Todes gestorben, wurde sein Leichnam nach Orleans gebracht und feierlichst bestattet. Später erbaute man über seinem Grab, das Gott durch viele Wunder verherrlichte, eine prächtige Kirche.
Auch um Carilefus sammelten sich nach Vollkommenheit strebende Schüler, so dass er genötigt wurde, ein Kloster zu bauen. Er starb etwa dreizehn Jahre nach seinem geliebten Freund, und auch sein Name glänzt im Buch der Heiligen Gottes.
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Anwendung: Avitus und Carilefus blieben sich treue Freunde. „Eine Freundschaft, die in der Liebe zu Gott wurzelt, ist fest, denn sie ruht auf festem Grunde; solche, die nur auf natürlicher Zuneigung beruht, wird leicht zerstört, denn ihr Band ist schwach. Auch in den Freundschaften muss jede ungeziemende Vertraulichkeit ausgeschlossen sein; es muss sich die Heiligkeit blicken lassen, wie der heilige Paulus spricht: ‚Grüßet einander mit einem heiligen Kusse‘.“ (Hl. Franz v. S.)
Gebet: O Herr, bewahre uns vor gefährlicher Gesellschaft und lasse im Vereine mit Frommen uns Dir dienen. Amen.