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Empfehlungen => Kalenderereignisse => Thema gestartet von: velvet am 17. Juni 2012, 12:44:42

Titel: Heiliger Aloisius Gonzaga
Beitrag von: velvet am 17. Juni 2012, 12:44:42
21. Juni Heiliger Aloisius Gonzaga

(http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcS7gPF1FDBjOxeQn4xbYfBoWpRb6r1c6p7TXDsfG3gjz_dfKsdv)

Lebensdaten:

Geboren am 9. März 1568 in Castiglione (Italien), gestorben am 21. Juni 1591 in Rom.

Vita:
Auf dem Familienschloss Castiglione der Grafen von Gonzaga in der Nähe von Mantua in Oberitalien beginnt der Lebensweg von Aloisius. Als Page diente er an den Höfen von Mantua, Florenz und Madrid, als in ihm, zehnjährig, der Entschluss reifte, das Keuschheitsgelübde abzulegen.

Mit 17 Jahren trat er gegen den Willen seines Vaters alle Besitzansprüche an seinen jüngeren Bruder Rudolf ab und trat in Rom der Gesellschaft Jesu bei. Fortan kümmerte sich Aloisius aufopferungsvoll um Arme und Kranke, insbesondere bei einer schweren Pestepidemie im Jahr 1591. Bei der Pflege der Pestkranken steckte er sich selbst an und starb schließlich am 21. Juni des Jahres im Alter von 23 Jahren.
Namensbedeutung:

"Aloisius" ist die lateinisierte Form des Kosenamens "Alluigi". Dieser wiederum geht auf den Taufnamen des Jesuiten "Ludovico" (von "Ludwig", althochdeutsch: "berühmter Kämpfer") zurück.

Darstellung:
Als junger Jesuit in Soutane und Rochett, mit Lilie, Geißel, Totenkopf und Kruzifix oder in Pagentracht.
Patron:
Aloisius ist Patron der Jugend, der Studierenden, bei der Berufswahl, gegen Pest und Augenleiden und der Stadt Mantua.

(http://www.kirche-hergiswil.ch/cgi-bin/images/vereine/aloisiusbruderschaft.jpg)

Seit 1810 besteht in Hergiswil die Aloisiusbruderschaft. Ihr Zweck ist die Verehrung und Nachahmung des Hl. Aloisius. Vermutlich ist die Nähe des Jesuitenkollegiums Luzern die Ursache der Gründung einer Bruderschaft ihm zu Ehren. Der Hl. Aloisius von Gonzaga ist das Vorbild eines frommen Menschen. Er trat mit 17 Jahren in den Jesuitenorden ein, verzichtete somit auf ein grosses Erbe, lebte stattdessen strenge Busse und tiefe Frömmigkeit. In Rom pflegte er die Pestkranken, steckte sich selber an und starb an dieser Krankheit mit 23 Jahren im Jahre 1591. Er gilt als Patron der studierenden Jugend. Er wird häufig mit einer Lilie, einem Totenkopf und Kreuz dargestellt.

Die Mitglieder halten jährlich um den Gedenktag des Hl. Aloisius (21. Juni) ihre Generalversammlung ab. Aktuell zählt die Bruderschaft 51 Frauen und 41 Männer. Es gibt kaum mehr Neueintritte. Deshalb leidet die Bruderschaft an einer zunehmenden Überalterung und überlegt sich einen Zusammenschluss mit der Benediktbruderschaft-

 (http://www.kirche-hergiswil.ch/cgi-bin/images/vereine/benediktusbruderschaft.jpg)

Wie kommt ein Märtyrer nach Hergiswil?

1743 bestätigt der Bischof von Konstanz die Benediktbruderschaft. Hergiswil erhält die Reliquien des heiligen Märtyrers Benedikt als Geschenk. Sie werden aus den Katakomben von Rom - viele Hergiswiler leisteten in der Schweizergarde Militärdienst - nach Hergiswil überführt. Es handelt sich aber nicht etwa um den grossen Ordensvater Benedikt, sondern um einen sogenannten Katakombenheiligen.

Die Gebeine dieses Märtyrers finden 1744 unter grossen Feierlichkeiten ihren Platz in der Pfarrkirche. Dort sind sie heute noch im rechten Seitenaltar aufbewahrt - meistens mit einer bemalten Votivtafel abgedeckt.

Unsere Hergiswiler Benediktusbruderschaft widmet sich der Erhaltung des katholischen Glaubens durch die Verehrung des Hl. Benediktus und betet für die lebenden und verstorbenen Mitglieder.

Jährlich trifft man sich am Sonntag nach dem 21. Juni zum Titularfest. Jeder Katholik kann Mitglied werden.