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Allgemeine Diskussionen => Allgemeine Diskussionen => Thema gestartet von: velvet am 17. Juni 2012, 14:31:51
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Sommer der Hölle: Die Geschichte wiederholt sich
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Wer vor wenigen Monaten schwerste Unruhen in der EU voraussagte, der galt als »Panikmacher«. Und jetzt? Inzwischen sprechen ALLE nicht mehr nur von schweren sozialen Unruhen, sondern von drohenden Kriegen und Bürgerkriegen.
Das kleine Island hat keine Armee, keine Marine und keine Luftwaffe. Doch Island hat eine Bereitschaftspolizei. Eigentlich wollte man auch diese im Frühjahr 2009 abschaffen. Und dann kam der Finanzcrash. Island wurde mit voller Härte getroffen. Und die Bereitschaftspolizei war die einzige Truppe, welche die Regierung noch vor dem lynchwütigen Mob beschützen konnte. In Island hatte die Regierung von einem Tag auf den anderen Angst vor der eigenen Bevölkerung. Nachdem nur die
Bereitschaftspolizei den damaligen isländischen Premier Geir Haarde aus seinem Auto vor dem lynchwütigen Mob retten konnte, wurde ihm auf einen Schlag klar, wie verhasst er im Volk war. Der deutschen Regierung wird es wohl bald nicht anders ergehen.
Als der Wirtschaftsprofessor Max Otte im Jahre 2006 das Manuskript für sein Buch Der Crash kommt verfasste, da wurde er von vielen nur müde belächelt. Otte hatte in Princeton promoviert und prognostizierte ganz merkwürdige Dinge: einen bevorstehenden Banken- und Börsencrash, eine beispiellose Rezession, die Verstaatlichung von Banken, zweistellige Inflationsraten und vor allem – das sich abzeichnende Ende der Sozialstaaten. Otte schrieb in der ersten Auflage seines 2007 erschienenen Buches etwa: »Können Sie sich vorstellen, dass der Staat in vielen Bereichen (Krankenversorgung, Rentenversicherung, Schulen und Hochschulen) seine Leistungen in einem heute überhaupt noch nicht diskutierbaren Ausmaß einschränken wird?« 2007 lachte man noch darüber. Inzwischen tritt jedoch Kapitel für Kapitel ein, was Otte ganz unaufgeregt vor der Krise aufgeschrieben und prognostiziert hatte. Seine Wirtschaftsprognose wurde zu einem Mega-Bestseller. Und den Kritikern ist das Lachen längst im Halse stecken geblieben.
Die renommierten Wirtschaftsmagazine veröffentlichen jetzt Notfallpläne für das Geld der Bürger. Denn es droht eine Wiederholung des Jahres 1933 – der Weg in den totalen Krieg. Nicht nur die Brüsseler Clowns sind am Ende. Unsere Politiker stehen vor dem Offenbarungseid. Nicht nur in Griechenland bewaffnen sich die Bürger nun. Nachrichtenagenturen prophezeien uns einen »Sommer der Hölle«.
Überall das gleiche Bild in Europa: In Großbritannien sollen die Bürger nun in ihrer Freizeit die Streifenwagen der Polizei waschen, weil fürs Autowaschen kein Geld mehr da ist. In Österreich müssen Polizisten jetzt mit der Straßenbahn zum Einsatz fahren. Und in den Niederlanden ist selbst für Rettungsfahrzeuge kein Geld mehr da, Sanitäter fahren jetzt dort immer öfter mit dem Moped – das ist kein Scherz. Berlin streicht einfach 2.629 Stellen im Öffentlichen Dienst. Und das alles ist erst der Anfang.
Während die deutsche Bundesregierung sich mit immer neuen Tricks und kurzfristigen Wohltaten bis zu den Wahlen 2013 retten will, prognostizieren die führenden Vertreter der Europäischen Union für dieses Jahr überall in der EU schwere soziale Unruhen – Unruhen, wie es sie in Europa seit mehr als 100 Jahren nicht gegeben hat. Die EU hat ja schon vor längerer Zeit in Brüssel eine »Beobachtungsstelle« für innere Unruhen eingerichtet. Dort sollen die Erkenntnisse der nationalen Geheimdienste über die Unzufriedenheit der Bevölkerung zusammengeführt werden. Das alles hat keine gesetzliche Grundlage, aber die Entwicklung vollzieht sich schneller, als die EU-Repräsentanten handeln können.
Erinnern Sie sich nun noch einmal an die eingangs zitierten Worte des deutschen Wirtschaftswissenschaftlers Max Otte. Wann also wird die deutsche Bundesregierung der Bevölkerung sagen, dass auch die Deutschen künftig mit hoher Dauerarbeitslosigkeit, hohen Inflationsraten, ohne Aussichten auf eine anständige Renten- oder Krankenversorgung und ohne Perspektiven werden leben müssen? An dem Tag, an dem die Bundesregierung den Wählern die Wahrheit sagt, werden in Deutschland vor allem die Jugendlichen auf die Barrikaden gehen. Und das nicht nur für einen Tag. Irgendwann wird die Bundesregierung den Deutschen sagen müssen, dass vor allem sie die Rechnung werden bezahlen müssen. Und dann heißt es: Vorsicht Bürgerkrieg! Uns droht wieder einmal ein neues 1933. Die Geschichte wiederholt sich.