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Verehrung - Heilige - Biographien => Heilige und Biographien => Thema gestartet von: ArmeSeele am 22. Juni 2012, 12:43:06

Titel: Der Heilige Johannes der Täufer
Beitrag von: ArmeSeele am 22. Juni 2012, 12:43:06
Der Heilige Johannes der Täufer
Gedenktag: 24. Juni
Auszug aus einem Bischöflich anerkannten Buch von ca. 1880

Die Ehre, das Leben und die Tugenden dieses Heiligen Johannes, der durch ein Wunder empfangen, durch ein Wunder schon vor der Geburt geheiliget, durch ein Wunder bei der Beschneidung verherrlichet worden ist, der den in Nazareth schon wohnenden Welterlöser angekündiget, im Jordan mit eigener Hand getauft und als das Lamm GOTTES, welches die Sünden der Welt hinwegnimmt, der schuldbeladenen Menschheit gezeigt hat – die Ehre, das Leben dieses Heiligen zu beschreiben, hat der Heilige Geist den vier Evangelisten des neuen Bundes aufgetragen. Und diese vier Zeugen der Wahrheit haben ihren Auftrag erfüllt in einer Weise, dass wir hier nur noch eine Nachlese minderwichtiger Züge zugeben haben. Die Heilige Katholische Kirche feiert neben dem Geburtsfeste Jesu Christi und der Heiligen Jungfrau voll der Gnaden nur noch das des Heiligen Johannes und zwar schon seit den ersten Jahrhunderten. Der Name, den der Erzengel Gabriel für dieses Kind bestimmte, so wie die Namen seiner Eltern sind sehr bedeutungsvoll und vom Heiligen Geiste Selbst. In dem erhabenen Lobgesange, den die wiedergelöste Zunge des überglücklichen Vaters bei der Beschneidungsfeier seines Sohnes gesungen und erklärt worden ist. Denn Elisabeth heißt auf deutsch: „GOTTES Schwur“, Zacharias: „GOTTES Erinnerung“, und Johannes: „GOTTES Huld und Gnade“; das heißt GOTT hat Sich erinnert Seines Schwures, den Er dem Abraham geschworen und der Welt geoffenbart Seine Huld und Gnade. Johannes wohnte vom achten Jahre an in der Wüste, um durch Gebet und Buße für sein sündiges Volk dem „Herrn“ den Weg zu den Erlösungsbedürftigen zu bereiten, und ging, dreißig Jahre alt, an den Jordan, um das Volk dem Erlöser zuzuführen. Sein Auftreten schaute Katharina Emmrich also: „Er war groß von Gestalt, hager vom Fasten und Abtötung, aber doch stark und kräftig, ungemein edel, rein und einfach, ganz aufrecht und gebieterisch seine Haltung, seine Farbe bräunlich, sein Angesicht mager und eingefallen, ernst und streng, seine Haare rötlich-braun und kraus, sein Bart klein. Um die Mitte des Leibes trug er ein Tuch, das herabfiel bis auf die Knie, und darüber einen rauhen Mantel von Kameelhaaren. Arme und Brust waren unbedeckt und in der Hand trug er einen Stab, wie ein Hirtenstab gekrümmt; sein Erscheinen machte einen wunderbaren Eintrug, so dass man ihn für den Messias selbst hielt.“ - Unbegreiflich tief war seine Demut: Denn obwohl sein Herz vor Liebe und Sehnsucht nach Jesus fast zerschmachtete und ihn nötigte, sein Jünger zu werden, dennoch blieb er nur die „Stimme des Rufenden“ und treu seinem Heroldsdienste bis in das Gefängnis des feigen Ehebrechers Herodes, dem er das so hochgeschätzte, aber nur von den größten Heiligen nachgeahmte: „Es ist dir nicht erlaubt“ in das befleckte Gewissen hineingerufen hat. Ohne Zweifel hat die inhaltsvolle Lobrede, mit der Jesus Christus selbst seinen geliebten Vetter und Täufer ehrte, viel beigetragen, dass der Heilige Johannes in der ganzen Katholischen Christenheit so hoch verehrt wird, dass ihm so zahlreiche Kirchen geweiht sind, und unter diesen „die Mutter und das Haupt aller Kirchen der Welt und des Erdreiches“, die Lateran-Basilika in Rom: Dass zu seiner Ehre drei Feste: Am 24. Juni „seine Geburt“, am 29. August „seine Enthauptung“, am 24. Februar „die erste Auffindung seines Hauptes“ - und bei den Griechen am 23. September noch ein viertes, das „seiner Empfängnis“ gefeiert werden; dass ihn mehrere Länder und Städte, mehrere Orden und Handwerke (der Maurer und Schneider) zu ihrem Patron und die an Fallsucht leidenden zu ihrem besonderen Fürbitter erwählt haben. Die kostbarste Reliquie dieses Heiligen, sein Haupt, befindet sich nach langen Wanderungen zu Umiens in Frankreich, verherrlicht durch viele Wunder; seine rechte Hand soll nach Disterz und seine linke Hand nach Perpignan gekommen sein.
Titel: Antw:Der Heilige Johannes der Täufer
Beitrag von: velvet am 22. Juni 2012, 13:59:53
Liebe arme Seele,

wenn Du Dich für die Namensfeste der Heiligen interessierst, so kannst Du sie auch gerne in den Kalender eintragen, ich mache das nur, weil es sonst keiner tut und würde mich freuen, wenn wir uns das teilen können

Liebe grüsse

velvet