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römisch-katholisch => Liturgie / Heilige Messe => Thema gestartet von: amos am 24. Juni 2012, 07:51:34
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Das Lukasevangelium stellt die Ankündigung der Geburt und
die Geburt Johannes des Täufers parallel zur Verkündigung
der Geburt Jesu und seiner Geburt dar. Entsprechend wird der Ge-
burtstag des Johannes ein halbes Jahr vor dem Geburtstag Jesu ge-
feiert. Die besonderen Umstände seiner Geburt schildert Lukas im
ersten Kapitel seines Evangeliums: die Unfruchtbarkeit Elisabets,
die im Alter doch noch Mutter wird; der Unglaube des Vaters Za-
charias und sein Verstummen, das sich schließlich in der Nennung
des Namens Johannes löst und in den Lobpreis Gottes mündet.
Der Name Johannes bedeutet "Gott ist gnädig". Die Nähe zu Jesus,
der sich von Johannes im Jordan taufen läßt, prägt das Leben des
Täufers, von dem Jesus einmal sagte: "Unter allen Menschen hat es
keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer". (Mt 11,11) Jo-
hannes aber, der vor seinem öffentlichen Auftreten als Bußprediger
eine Zeitlang in der Wüste lebte, sah seine Rolle im Blick auf Jesus
so: "Er muß wachsen, ich aber muß kleiner werden." (Joh 3,30) Zu
Beginn der öffentlichen Wirksamkeit Jesu schickte Johannes seine
Jünger zu Jesus mit dem Hinweis: "Seht, das Lamm Gottes!" (Jo
1,36) Durch König Herodes Antipas, der den lästigen Mahner leid
ist, weil er offen dessen zweite Heirat angeprangert hatte, wird Jo-
hannes ins Gefängnis geworfen. Einer Laune des Herrschers zufol-
ge wird der Täufer für sein kompromißloses Eintreten im Dienste
Gottes schließlich enthauptet. Das Gedächnis seines Todes begeht
die Kirche am 29. August.