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römisch-katholisch => Fragen und Themen zum Glauben allgemein => Thema gestartet von: amos am 03. Juli 2012, 18:37:54

Titel: AUF EIN WORT: ELTERN, SEID NICHT TRAURIG
Beitrag von: amos am 03. Juli 2012, 18:37:54
AUF EIN WORT: ELTERN, SEID NICHT TRAURIG

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Trauer ins Wort gebracht, lautet auch so:
"Wir haben unseren Kindern einen emanzipierten, gottesfürchtigen Glauben mitgegeben und lebendige Liturgie erlebt, aber seit dem die Kinder fast aus dem Haus sind, scheinen sie ihren Glauben hier vergessen zu haben!" Und dann diese bettere Frage: "Was haben wir falsch gemacht?"

Eltern trauern um den vermeitlich abhanden gekommenen Glauben ihrer Kinder und wollen dafür auch noch die Verantwortung übernehmen. Ihr Wunsch, "möge der Samen aufgehen, den sie in ihre Kinder gepflanzt haben", ist verständlich. Auch eine gewissen Traurigkeit, wenn die Sprösslinge mit Kirche und Glauben später nichts mehr zu tun haben wollen.

Daneben finden viele Jugendliche nicht mehr die Beziehung zwischen ihrem aktuellen Leben, dem Glauben ihrer Kindertage und der Kirche. Verlaufen sie sich doch in einen Gottesdienst, fühlen sie sich oft bestätigt, dass der an ihrer Lebensrealität vorbeizieht. Liebe Eltern, waren Ihre Bemühungen also umsonst?

Nein, denn eine Studie wie auch meine Erfahrung belegen, dass die Menschen, die sich von der Kirche verabschiedet haben und in späteren Jahren ihr sich wieder zuwenden, an die Glaubensfragmente anknüpfen, die sie aus Kindheit und Jugend gespeichert haben. Elterliche Vermittlung ist eine "langfristige Investition".

Sie tragen Verantwortung für das Glaubensfundament, nicht aber dafür, wie die erwachsen gewordenen Kinder damit umgehen. Und: Dem Heiligen Geist können wir auch nicht alles abnehmen.

Christoph Stender
Quelle: neueKirchenZeitung
Titel: Antw:AUF EIN WORT: ELTERN, SEID NICHT TRAURIG
Beitrag von: Logos am 03. Juli 2012, 21:52:05
Zitat
Nein, denn eine Studie wie auch meine Erfahrung belegen, dass die Menschen, die sich von der Kirche verabschiedet haben und in späteren Jahren ihr sich wieder zuwenden, an die Glaubensfragmente anknüpfen, die sie aus Kindheit und Jugend gespeichert haben. Elterliche Vermittlung ist eine "langfristige Investition".

Sie tragen Verantwortung für das Glaubensfundament, nicht aber dafür, wie die erwachsen gewordenen Kinder damit umgehen. Und: Dem Heiligen Geist können wir auch nicht alles abnehmen.

Kann ich glatt so unterschreiben. Und das erwachsen gewordene Kind (in diesem Fall meine Wenigkeit) weiß es dann auch später zu schätzen und empfindet tiefe Dankbarkeit.
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