Flächenbrand droht Rebellische Priester bringen Bischof Zollitsch in Bedrängnis
Montag, 18.06.2012, 10:50
dpa Bischof Robert Zollitsch steht arg unter Bedrängnis
Katholische Priester verweigern ihrer Kirche den Gehorsam. Sie bringen damit Deutschlands obersten Bischof in Bedrängnis. Der Freiburger Konflikt facht einen alten Streit neu an – und könnte zum Flächenbrand werden.
Die Rebellen in den eigenen Reihen finden großen Zuspruch – die Liste der Unterschriften wird täglich länger. Immer mehr Priester und Diakone aus der zweitgrößten Diözese Deutschlands unterstützen die „Freiburger Erklärung“. Sie fordern, dass wiederverheiratete Geschiedene in der katholischen Kirche nicht länger ausgeschlossen werden. Sie kratzen am Kirchenrecht und am Grundverständnis der katholischen Kirche. Der Konflikt ist brisant, er strahlt weit über die Grenzen der Erzdiözese Freiburg hinaus.
Es ist das erste Mal in Deutschland, dass eine aus aktiven Priestern bestehende Initiative gemeinsam und derart öffentlichkeitswirksam zum Ungehorsam aufruft – und innerhalb kurzer Zeit so viele Unterstützer findet. Ein Fünftel der Priester und Diakone im Erzbistum haben bereits unterschrieben.
„Wir wollen einen jahrzehntelangen Stillstand beenden und wünschen uns Barmherzigkeit“, sagt der Freiburger Pfarrer Hansjörg Rasch. Sein Kollege Konrad Irslinger aus der Nachbargemeinde ergänzt: „Das Gebot der Nächstenliebe muss auch für jene gelten, die mit ihrer ersten Ehe gescheitert sind und es nun noch einmal versuchen.“
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Zollitsch will Konfrontation vermeiden
Rasch und Irslinger sind zwei von rund 200 Priestern und Diakonen, die in den vergangenen Tagen unterschrieben haben. Sie gewähren Mitgliedern ihrer Gemeinde das Abendmahl, auch wenn diese geschieden sind und erneut geheiratet haben. Das ist vielerorts Praxis und wird stillschweigend geduldet, nun aber rufen die Pfarrer erstmals offensiv dazu auf.
Laut Kirchenrecht dürfen geschiedene Wiederverheiratete keine Sakramente erhalten und keine kirchlichen Ämter – etwa im Pfarrgemeinderat – übernehmen. Viele Katholiken finden dies nicht mehr zeitgemäß. Doch Rom hält unbeirrt am Gebot der „unauflöslichen Ehe“ fest: Wer kirchlich heiratet, der bindet sich vor Gott. Die eheliche Treue soll ein Bild der unverbrüchlichen Treue Gottes zu den Menschen sein. Die Kirche beruft sich dabei auf Aussagen Jesu in der Bibel, zum Beispiel im Matthäus-Evangelium (19,6): „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“
Dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch kommt der öffentlich ausgetragene Streit ungelegen. Er ist Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und hatte das Thema im vergangenen Jahr selbst in einem Interview angesprochen. Dabei äußerte Zollitsch die Hoffnung, dass eine Änderung der Regeln in den nächsten Jahren möglich wird. Damit war er bei Bischofskollegen und im Vatikan auf Widerstand gestoßen, seither hat er sich Zurückhaltung auferlegt. Er will das Problem im Konsens lösen und eine Konfrontation vermeiden.
Keine disziplinarischen Schritte gegen Priester und Diakone
Am Donnerstag trifft sich Zollitsch mit der Initiative erstmals zum Gespräch. Dem Aufruf seiner Diözese an alle Geistlichen, nicht zu unterschreiben oder die Unterschrift wieder zurückzuziehen, ist bislang kaum jemand gefolgt. Disziplinarische Schritte gegen Priester und Diakone sind laut Bistum derzeit kein Thema.
Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ ruft die Bischöfe auf, den Freiburger Thesen zu folgen. Sie sieht die österreichische „Pfarrer- Initiative“ mit ihrem „Aufruf zum Ungehorsam“ ebenso als Vorbild an wie eine aus Priestern bestehende Aktionsgemeinschaft im Nachbarbistum Rottenburg-Stuttgart. Sie alle wollen Reformen und hoffen durch die „Freiburger Erklärung“ auf den Durchbruch. Alle bisherigen Versuche, die Regeln zu ändern, sind aber gescheitert.
mp/gx/dpa FOCUS online
Ein Wunder ist in der Kirche geschehen,ein Bischof sagt die Wahrheit
Donnerstag, 12. Juli 2012
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Als ich heute in der Zeitung gelesen habe das sich der Bischof von Eichstätt sich gegen die Caritas ausgesprochen hatte,so darf man es als ein Wunder ansehen.Seit wann hat sich schon ein Bischof sich gegen die Caritas als eine Kirchliche Einrichtung so offen seine Meinung geäußert. Der Sachverhalt ist, das sich die Caritas als eine Kirchliche- Einrichtung sich gegen das Betreuunggeld ausgesprochen hatte,was aber nicht im Sinne vom Bischof von Eichstätt sein kann.
Mit der Begründung das das Betreuunggeld besser in der Familie aufgehoben ist ,als wie in einem Kinderheim kann man dem Bischof nur recht geben.BischofGregor Hanke wandte sich auch mit einem Brief an den Prälaten und Präsidenten der Caritas Peter Nehr das er sich für das Betreuungsgeld ausspricht und nicht die Meinung der Caritas sein kann,die ihre Pfründe davon schwimmen sehen.Da fragt man sich schon warum die Caritas gegen das Betreuungsgeld für Familien ist,doch die Caritas denkt nur an sich,und an des Kindeswohl ist sie nicht so interessiert könnte man meinen
Das ein Kind in einer Familie besser aufgehoben ist als in einem Kinderheim steht außer frage,und damit hat der Bischof von Eichstätt mit seiner kritischen Meinung was die Caritas anbelangt völlig recht. Das Betreuungsgeld von 100 Euro ist in einer Familie besser investiert ,als bei der Caritas.
Wir brauchen nicht so viele Kinderheime was die Caritas gerne möchte ,den in einer Familie sind die Kinder besser aufgehoben, Ich habe leider auch in einem Kinderheim leben müssen und wäre auch lieber in einer Familie groß geworden, auch wenn es nicht meine eigenen Eltern gewesen wären.
Der Bischof von Eichstätt verdient meinen Respekt, denn er hat das Wohl des Kindes im Auge ,und vertritt nicht die Meinung der Caritas.Es müste noch mehr Bischöfe in der Kirche geben,die offen ihre Meinung sagen würden,auch wenn es um Pfründe in den Kirchlichen- Einrichtungen geht.
Und übriges kann man den Brief vom Bischof Gregor Hanke von Eichstätt an den Präsidenten der Caritas im Internet nach lesen. ich habe ihn gelesen und er wahr sehr offen und der Wahrheit entsprechend.
Ich möchte es mit den Worten Jesus, sagen, lasset die Kinder zu mir kommen haben mit Bischof Gregor Hanke wieder an Bedeutung gewonnen.Unsere Welt braucht nicht so viele Kinderheime wenn wir unsere Familien stärken würden., da ist der Staat und aber auch die Kirche gefordert. Unsere Kinder danken es uns einmal,so Gott will.
Herr Bischof Gregor Hanke meinen Dank an sie,es ist in der Kirche noch nicht alles verloren wenn es solche Menschen gibt wie Sie
Ich hoffe mein Blog hat nicht den Anschein das ich gegen die Caritas was habe,aber man darf doch auch mal kritsch sich äusern, so wie es der Bischof auch gemacht hat.
EIN VERGELTS GOTT AN DEN HERRN BISCHOF VON EICHSTÄTT FÜR SEINE OFFENE WORTE.
Lateinisch UBI CARITAS ET AMOR
Deutsch WO ACHTUNG UND LIEBE ( SIND) (http://www.augsburger-allgemeine.de/resources/16775/ver1-0/img/logob-haupt.gif)
Vatikan
vonapa/red - 07
Montag, 2. Juli 2012
Der neue Großinquisitor
Papst setzt mit Bischof Müller einen Hardliner an die Spitze der Glaubenskongregation
(http://www.news.at/articles/1227/img/333110_e.jpg?1341233051)
Benedikt XVI. hat den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. Er übernimmt den Posten des 76-jährigen US-Kardinals William Levada, der in den letzten Jahren Joseph Ratzinger an der Spitze der Glaubenskongregation ersetzt hatte, teilte der Vatikan mit. Der deutsche Bischof übernimmt auch das Amt des Präsidenten der päpstlichen Kommission "Ecclesia Dei". Diese Kommission ist unter dem Dach der Kongregation für die Glaubenslehre für den Dialog mit der Piusbruderschaft zuständig.
Mit dem neuen Auftrag rückt der in Rom als Theologe und Ökumene-Experte hoch geschätzte Müller zum Erzbischof auf. Müller gilt als Hardliner unter den deutschen Bischöfen. Grundlegende Reformen in der katholischen Kirche lehnt der 64-Jährige ab und hält sich streng an die offizielle Linie der Amtskirche.
Reformgruppen sind "parasitäre Existenzform"
So ist er strikt gegen Frauen im Priesteramt und auch gegen eine Lockerung des Zölibats. Gegen Kritiker nimmt er kein Blatt vor den Mund. Auf dem diesjährigen Katholikentag in Mannheim bezeichnete er Reformgruppen in der katholischen Kirche als "parasitäre Existenzform", die selbst nichts zustande bringe.
Müller gilt als Freund des offenen Wortes und geht einer Konfrontation nicht aus dem Weg. So sieht er anders als viele seiner Bischofskollegen etwa beim Thema sexueller Missbrauch durch Priester keine Verantwortung der Kirche. "Wir haben keinen umfassenden Missbrauchskomplex, sondern wir haben verteilt über Jahrzehnte Einzelfälle", hatte Müller einmal gesagt. Nicht die Kirche, sondern die jeweiligen Täter seien verantwortlich.
Für Hans Küng "eine katastrophale Fehlbesetzung"
Müller ist aus Sicht des katholischen Theologen Hans Küng eine "katastrophale Fehlbesetzung". "Als Präfekt der Glaubenskongregation ist dieser bornierte Scharfmacher fehl am Platz", sagte Küng in Tübingen der Nachrichtenagentur dpa. Wem an einer zeitgemäßen Verkündigung des christlichen Botschaft gelegen sei, der könne an einer solchen Entscheidung verzweifeln.
"Offenbar hat Papst Benedikt nichts gelernt aus der auch in der Kurie kritisierten Fehlbesetzung des Staatssekretariats und anderer Schlüsselpositionen mit restaurativen Gesinnungsgenossen", kritisierte Küng. "Konflikte in der von Skandalen geschüttelten Kurie und römischen Kirche sind mit Müllers Ernennung vorprogrammiert." Bischof Müller besitze keinerlei Qualifikation für die wichtige Aufgabe im Vatikan. Er sei als Bischof unbeliebt, als Theologe ohne Relevanz und als Ökumene-Verantwortlicher eine Belastung. Andere Worte fand Kardinal Christoph Schönborn. Für ihn sei Müller "hervorragend geeignet und vorbereitet". Dass der Papst "einen für seine Rechtgläubigkeit bekannten Theologen für dieses Amt ernennt, sollte nicht verwundern", sagte der Wiener Erzbischof gegenüber "Kathpress".
Die Inquisition heißt heute anders
Um die Kirche vor Irrlehren zu schützen, gründete Papst Paul III. 1542 die "Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis". Die "Kongregation für die Glaubenslehre", so der offizielle Name der wichtigsten Vatikan-Behörde seit 1965, ist die Nachfolgerin der Heiligen Inquisition, die in früheren Jahrhunderten für die Reinheit des Glaubens mit Gewalt gegen Andersgläubige und Kirchenkritiker vorging.
Papst Johannes Paul II. nannte es 1988 als Aufgabe der ältesten der neun Kongregationen der römischen Kurie, "die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu fördern und zu schützen". Ihr fällt damit auch die Pflicht zu, lehramtliche Dokumente zu schreiben gegen religiöse Abweichungen innerhalb der Kirche vorzugehen sowie Sanktionen zu verhängen. Daher geraten die Kongregation und ihr Präfekt als "oberster Glaubenshüter" immer wieder ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Die 23 Mitglieder der Kongregation sind Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe aus 17 Ländern.
Ratzinger war ebenfalls Präfekt
Im November 1981 hatte Johannes Paul II. den damaligen Erzbischof Joseph Ratzinger und heutigen Papst Benedikt XVI. zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt.
Seit Jahren bemüht sich Benedikt um eine Wiedereingliederung der erzkonservativen Piusbrüder, die in seiner Zeit als Präfekt vom Vatikan gemaßregelt worden waren. 2009 hob Benedikt die Exkommunikation ihres Gründers, Erzbischof Marcel Lefebvre, und von ihm illegal geweihter Bischöfe wieder auf.