Alexius von Edessa
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/92/Langenargen_Pfarrkirche_Decke_Alexius_von_Edessa.jpg/220px-Langenargen_Pfarrkirche_Decke_Alexius_von_Edessa.jpg)
(Alexius der Bekenner, * in Rom oder Edessa; † um 430 in Edessa; laut Berns † 417) war ein Einsiedler und Heiliger.)
Sein Gedenktag ist in der katholischen Kirche der 17. Juli, in der orthodoxen Kirche der 17. März, bei den Monophysiten in Syrien der 12. März
Alexius, der sich zum Glauben bekannt hat, gehört seit Alters her zu den meistverehrten Heiligen. Seine Verehrung erlangte ihren Höhepunkt im Spätmittelalter und im Barock.
Alexius (griech. ‚Hilfe‘) war nach der ältesten Legende, einer syrischen Vita aus dem 5. Jahrhundert, Sohn des römischen Senators Euphemius und der Aglaia. Er verließ nach seiner Hochzeit die Eltern und seine angetraute Frau und floh nach Edessa, wo er als Einsiedler in Armut fromm lebte und bald schon hohe Verehrung erfuhr. In dieser frühesten Fassung der Legende taucht der Name „Alexius“ allerdings noch nicht auf.
Die Legende aus dem 10. Jahrhundert erzählt, dass Alexius 17 Jahre als Bettler vor einer Kirche in Edessa gelebt habe. Als dem Küster durch ein Gesicht kund wurde, dass dieser Bettler ein heiliger Mann sei, veranlasste er dessen Verehrung. Aber Alexius floh über See und wurde durch einen Sturm nach Rom zurückverschlagen, wo sein Vater den als Pilger Bettelnden nicht erkannte, aber mildtätig in sein Haus aufnahm.[1] Wiederum 17 Jahre lebte Alexius unter der Treppe des Elternhauses, vom Gesinde mit Spülwasser übergossen, leidend und Geduld übend. Sterbend gab er sich durch ein Schreiben zu erkennen. Nach einer griechischen Fassung der Legende konnte nur der Kaiser Honorius, nach anderen Versionen nur der Papst oder die Braut den Brief aus der Hand des Toten lösen. Seinen Leichnam zu berühren bewirkte Heilungen. Mit großen Ehren wurde er in der Kirche des Bonifatius von Tarsus in Rom bestattet.
Nach anderer Überlieferung lebte Alexius schon immer in Edessa und ist dort auch gestorben; demnach gelangte sein Kult im 10. Jahrhundert nach Rom.
Alexius gilt als der Schutzpatron der Pilger, Bettler, Vagabunden, Kranken und weiterhin gegen Erdbeben, Blitz und Unwetter, Pest und Seuchen. Außerdem ist er Stadtpatron von Innsbruck, und der Orte Sant’Alessio in Italien.
Nach Alexius benannt sind die Alexianer, eine um 1350 gegründete katholische Brüdergenossenschaft nach der Regel des Augustinus von Hippo, die sich der Pflege von Kranken widmen.
Reliquien existieren in Rom, in Prag-Břevnov und an anderen Orten.
Seinem Gedenken wurden zahlreiche Alexiuskirchen und -kapellen gewidmet. Als Stadtheiliger von Innsbruck ist er auch auf der Dreiheiligenkirche in Innsbruck abgebildet, zusammen mit drei weiteren Heiligen (also sind trotz des Namens auf der Kirchenfront vier Heilige abgebildet). Heiliger von Innsbruck ist er, weil einem Tag mit einem großen Erdbeben in Innsbruck der Alexiustag folgte.