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römisch-katholisch => Fragen und Themen zum Glauben allgemein => Thema gestartet von: Andal am 18. März 2011, 21:14:01
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Meine lieben Freunde,
ein sehr interessantes Urteil hat heute der Europäische Gerichtshof zu Kruzifixen in Schulen gesprochen:
Hier die Meldung des "euope online magazine":
Bonn (dpa) - Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum Kruzifix in italienischen Klassenzimmern. Die Richter hatten am Freitag entschieden, dass die Kruzifixe im Klassenzimmer mit der Menschenrechtskonvention vereinbar sind. In erster Instanz war einer Mutter zweier Söhne recht gegeben worden, die die Kreuze als Verstoß gegen das Recht auf Erziehung und auf Religionsfreiheit betrachtet hatte.
Der Gerichtshof beweise in der Abkehr von der ursprünglichen Entscheidung Sensibilität für die Bedeutung des Kreuzes als religiöses und als kulturelles Symbol, hieß es in einer in Bonn veröffentlichten Erklärung der Bischofskonferenz. Zugleich würden die unterschiedlichen Rechtstraditionen in den Staaten, die die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet hätten, berücksichtigt.
Für die Identität Europas und der europäischen Länder sei es von entscheidender Bedeutung, die eigenen Traditionen und Werte wahren und vermitteln zu können. Das Kreuz sei Symbol der wesentlich christlich mitgeprägten europäischen Kultur und ihrer Werte, erklärte die Bischofskonferenz. Es stehe beispielsweise für Frieden, Humanität, Solidarität und Menschenrechte, die auch für die säkulare Demokratie unentbehrlich seien. Das Anbringen eines Kreuzes in einem Klassenzimmer wie auch allgemein religiöse Symbole im öffentlichen Raum sei der unaufdringliche Ausdruck des staatlichen Bekenntnisses zu seiner Identität, seinen Wurzeln und seinen Werten.
Quelle: http://www.europeonline-magazine.eu/deutsche-bischofskonferenz-begruesst-kruzifix-urteil_117154.html (http://www.europeonline-magazine.eu/deutsche-bischofskonferenz-begruesst-kruzifix-urteil_117154.html)
lg Andal
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So ein Glück, lieber Andal.
Der Pfarrer meiner Heimatgemeinde hat auf den neuen Pfarrbrief geschrieben:
An mehreren Kreuzen in unserer Chiemgauer Heimat und Gegend habe ich folgenden Spruch gefunden:
Willst du Gottes Allmacht sehen, musst du in die Berge gehen.
Willst du Gottes Liebe sehen, bleib vor diesem Kreuze stehen.
Es ist schön, dass auf unseren Berggipfeln Kreuze stehen: Gottes Liebe verbunden mit Gottes Allmacht. Hoffentlich kommt nicht so schnell einer auf die verrückte Idee, die Kreuze auf den Berggipfeln gerichtlich verbieten zu lassen. Heutzutage müssen wir mit allem rechnen."
Trotzdem sollte uns bewusst sein, dass wir in erster Linie dem Abhängen der Kreuze in den Herzen entgegentreten müssen. Das hat P. Engelbert Recktenwald FSSP sehr schön hier dargelegt:
http://www.kath-info.de/kruzifixurteil.html (http://www.kath-info.de/kruzifixurteil.html)