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Allgemeines => Allgemeines & Alltägliches => Thema gestartet von: Logos am 10. August 2012, 22:11:01

Titel: Scheidungspartys
Beitrag von: Logos am 10. August 2012, 22:11:01
Frisch geschieden? - Let's have a party!

http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Scheidungspartys-boomen-in-den-USA-id21425356.html (http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Scheidungspartys-boomen-in-den-USA-id21425356.html)

Kleine Leseprobe:

"Denn die Wünsche sind oft außergewöhnlich - ein paar Sticheleien gegen den oder die Ex dürfen oft nicht fehlen. Pettinato etwa organisierte eine Feier, auf der eine betrogene Frau die Sachen ihres Mannes verbrannte."

"In großen Städten wie New York, Las Vegas oder Los Angeles gibt es mittlerweile eine richtige Industrie rund um die enttäuschten Neu-Singles. Geschiedene können Torten ordern, auf denen eine Bräutigamsfigur von der Torte gekickt wird oder auf denen in rosa Zuckerschrift «Just divorced» («Soeben geschieden») steht."



Fragt sich nur, was wenn Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind - sind die dann mit dabei auf der Party? Bekommen sie dann ein Riesen-Eis zur Feier des Tages spendiert und dürfen jubeln, dass sie demnächst ihren Papa oder Mama nicht mehr so oft zu Gesicht bekommen werden?
Titel: Antw:Scheidungspartys
Beitrag von: velvet am 12. August 2012, 10:12:21
Man könnte dazu sagen: das ist typisch für Amerika aus allem ein Geschäft zu machen. Doch es ist viel mehr, der Zeitgeist, der alle bestehenden Werte bzw. Institutionen wie Familie, Eheversprechen etc. entwertet. Kinder verlieren nicht nur die Geborgenheit und Nestwärme, sondern auch den Glauben an die Beständigkeit von Versprechen. Ernste Vorsätze verlieren die Glaubwürdigkeit, wenn das traurige Ende einer Gemeinschaft durch Party's der Lächerlichkeit preigegeben wird. Der seelische Schmerz, den der Bruch einer langjährigen Beziehung verursacht, kann dadurch nicht aufgehoben werden und der Gang zum Psychologen folgt in Amerika auf dem Fuß.

Die Familie ist die kleinste Zelle im Staat und solange an ihr festgehalten wird, ist die Basis gesund. Viele unserer Gebote beziehen sich auf die Familie und solange sie eingehalten wurden, konnte die Seele in ihr Heilung erfahren. Sie schaffte Vertrauen und gegenseitigen Respekt.

Der Zeitgeist tut alles dafür, diese Zelle zu zerstören. Die Medien bearbeiten dieses Thema seit dem Kriegsende massiv. An jeder Ecke werden wir mit Sex konfroniert, mit der Idealisierung von Schönheit, damit die Menschen unzufrieden werden mit dem Partner den sie haben und den Verlockungen erliegen. Durch die Emanzipation der Frau ist es normal geworden, dass die Frauen zur Arbeit und berufliche Erfolge vorweisen müssen, um anerkannt zu werden. Die Kinder werden in Tagesstätten abgegeben und von Fremden erzogen. Wie soll da eine Familie Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen entwickeln. Das Gegenteil ist der Fall. Jeder beansprucht sein Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung, keiner will mehr Verzicht leisten zu Gunsten der Familie.
Kinder, die keinen Halt durch die Familie haben sind leicht beeinflussbar und werden ihren Eltern fremd. Doch das ist beabsichtigt, sie zu unseren Feinden von morgen zu machen.

Die Priester waren Seelsorger, doch es gibt nur noch wenige davon, die ihre Position ernst nehmen. Die Kirche gab uns früher moralischen Halt, doch wenn nun Homosexuelle und Lesben auf die gleiche Ebene wie die normale Familie gestellt werden, ist das sicher nicht im Sinne des katholischen Glaubens.

Als Gläubige können wir uns nur an den 10 Geboten und den Sakramenten orientieren, daran in unserem Leben festhalten und an unsere Kinder weitergeben.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Zeit und Liebe, die man in die Kinder investiert niemals verloren ist, sie geben uns ihre Liebe zurück!

Scheidung ist etwas trauriges und traurige Ereignisse sollte man nicht lächerlich machen mit Hassfeiern, die die Verletzungen noch vertiefen.

velvet
Titel: Antw:Scheidungspartys
Beitrag von: Marco96 am 12. August 2012, 11:39:44
Scheidung ist etwas trauriges und traurige Ereignisse sollte man nicht lächerlich machen mit Hassfeiern, die die Verletzungen noch vertiefen.

Amen!  :-\
Titel: Antw:Scheidungspartys
Beitrag von: Logos am 13. August 2012, 23:44:59


Dass die Kommerzialisierung vor nichts Halt macht, finde ich schon schlimm genug. Wann immer die Geldgeier Profit wittern, sind sie schon zur Stelle.  >:(

Aber noch schlimmer finde ich, dass Institutionen wie Ehe oder Familie so lächerlich gemacht werden. Du hast dafür genau das richtige Wort gewählt, liebe Velvet. Obama soll ja bestimmt haben, dass es in den Formularen zukünftig statt Vater und Mutter - Elter 1 und Elter 2 heißen soll. Bzw. ich weiß nicht. ob dies tatsächlich schon durch ist. Wäre das denn nicht konsequent zu sagen, dass man (Kinder wie Erwachsene) öffentlich nicht mehr von Papa und Mama sprechen dürfe, sondern eben diese Begriffe benutzt? Weil das eine oder andere Kindergarten- oder Schulkind sich ja sonst diskriminiert fühlen könnte! Ja, der Zeitgeist hat bereits ganze Arbeit geleistet, aber das ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange und zwar nicht nur auf diesem Gebiet.