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Gebet => Gebete => Thema gestartet von: LoveAndPray85 am 20. März 2011, 09:13:05
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Aus Himmelshöhen zuckt’ ein Strahl hernieder,
Er trat in meines Herzens tiefsten Grund,
Die Seele ward von ew’ger Liebe wund,
Wie Feuer fuhr es mir durch alle Glieder,
Verwandelt ist seitdem mein ganzes Wesen.
Bin ich dieselbe nicht mehr, die ich war?
Von jenem Licht ward alles Dunkel klar,
Ich bin wie einer, der vom Wahn genesen.
Tief unter mir in wesenloser Ferne
Seh’ ich des Erdenlebens trübe Wogen,
Ihr Brausen kann mein Ohr nicht mehr erreichen.
Hell leuchten über mir die ew’gen Sterne,
und wundersam erstrahlt der Friedensbogen,
Der Gotteshuld und -treue mildes Zeichen.
Allein der Himmelsstrahl lässt mich nicht rasten,
Denn was erleuchtet ward, muss Leuchte sein.
Zur Erde weist des ew’gen Lichtes Schein:
So trag ich wiederum nun Erdenlasten.
Die Gottesliebe brennt in meinem Herzen,
Sie steckte gern die ganze Welt in Brand.
Dass heimatlos die Liebe und verkannt,
Das schafft der treuen Seele bittre Schmerzen.
Sie ließe gern die gold’nen Sterne scheinen
In dieses Erdendunkels tiefste Nacht,
Mit mildem Licht das Dunkel zu durchdringen.
Sie möchte Erd’ und Himmel ganz vereinen,
Und tragen mit des Geistes Sturmgewalt
Die Welt empor ins Licht auf Engelsschwingen.
(Hl. Teresia Benedicta a Cruce GT II, 198)