Hl. Nikolaus von der Flüe
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Geschichte Bruder Klaus
Gebet von Bruder Klaus
Gebet von Bruder Klaus
"O mein Gott und mein Herr,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.
O mein Gott und mein Herr,
nimm von mir alles,
was mich hindert gegen dich.
O mein Gott und mein Herr,
gib mir alles,
was mich fördert zu dir. Amen."
Gottsucher und Friedenstifter
Im Herzen von Europa lebte vor etwas mehr als 500 Jahren Bruder Klaus. Sein besonderes Charisma mit der grossen Ausstrahlungskraft kann auch heute noch viele Menschen auf sich aufmerksam machen und begeistern.
Lebenslauf
1417
Niklaus wird als Sohn des Bauern Heinrich von Flüe und der Hemma Ruobert im Flüeli bei Sachseln geboren und in Kerns getauft.
1431
Niklaus ist stimmfähig und kann an der Landsgemeinde teilnehmen.
1447
Niklaus heiratet die noch junge Dorothee Wyss. Der Ehe entspriessen fünf Söhne und fünf Töchter.
1455
Oswald Isner kommt als Pfarrer nach Kerns und wird für lange Zeit der Beichtvater von Niklaus sein. Niklaus steht in wichtigen öffentlichen Ämtern: Richter, Ratsherr, Rottmeister. Das Amt des Landammanns lehnt er ab.
1467
Niklaus verlässt am Gallustag (16. Oktober) Familie und Hof und zieht als Büsser in die Fremde: zuerst bis Liestal, dann auf die Alp Chlisterli im Melchtal. Schliesslich lässt er sich im Ranft als Einsiedler nieder.
1468
Die Landsleute helfen ihm beim Bau der Zelle und der Kapelle.
1469
Weihbischof Thomas von Konstanz kommt zur Einweihung der Kapelle und prüft das Wunderfasten des Einsiedlers. Bruder Ulrich aus Memmingen lässt sich auf der Kernser Seite der Ranftschlucht als Einsiedler nieder. Bruder Klaus wird von vielen Leuten aus allen Ständen aufgesucht und um Rat gebeten. Er vermittelt in Streitsachen und mahnt zum Frieden.
1481
[18-22. Dezember] Die eidgenössische Tag-Satzung in Stans droht am Konflikt zwischen Stadt und Land zu scheitern. Durch Pfarrer Heimo Amgrund von Stans erhält die Tagsatzung von Bruder Klaus eine Mahnung zum Frieden. Der Streit wird geschlichtet, Solothurn und Fribourg werden als neue Mitglieder in den Bund aufgenommen.
1482
Bruder Klaus stiftet für die Kapelle im Ranft eine Pfründe und erhält einen eigenen Kaplan.
1487
Am 21. März (St. Benedikt) stirbt Bruder Klaus nach hartem Todeskampf auf dem Boden seiner Zelle. Er wird in der Kirche Sachseln beigesetzt. In Augsburg erscheint das erste gedruckte und illustrierte Buch über Bruder Klaus (Pilgertraktat).
1488
Im Kirchenbuch von Sachseln werden die Zeugenaussagen über Bruder Klaus gesammelt.
1492
Auf dem Flügelaltar der Kirche Sachseln wird lebensgross das Bild von Bruder Klaus gemalt. Aus dem selben Jahr stammt die älteste holzgeschnitzte Darstellung von Bruder Klaus. Der Pilgerstrom zum Grab des Bruder Klaus wächst.
1501
Heinrich Wölfin, Chorherr und Humanist in Bern, erstellt im Auftrag der Obwaldner Regierung die offizielle Biografie über Bruder Klaus.
1570
Carlo Borromeo, Bischof von Mailand, besucht auf seiner Visitationsreise durch die katholischen Kantone der Schweiz das Grab von Bruder Klaus und empfiehlt dem Volk die Verehrung dieses Gottesfreundes und Friedenstifters.
1585
Eine offizielle Gesandschaft aus den reformierten Kantonen Zürich, Bern, Basel und Schaffhausen besucht die historischen Stätten von Bruder Klaus.
1669
Die kirchliche Verehrung Bruder Klausens wird für den Bereich der Diözese Konstanz gestattet.
1947
[15. Mai, Christi Himmelfahrt] Bruder Klaus wird vom Papst Pius XII. heiliggesprochen.
1984
Papst Johannes Paul II. feiert im Flüeli Eucharistie und betet anschliessend am Grab von Bruder Klaus in Sachseln. Dabei fordert er dazu auf, auch die Ehefrau Dorothea zu ehren, er nennt sie «heiligmässig».
siehe auch über sein Leben http://kath-zdw.ch/forum/index.php/topic,1618.msg11394.html#msg11394 (http://kath-zdw.ch/forum/index.php/topic,1618.msg11394.html#msg11394)