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römisch-katholisch => Die Bibel => Thema gestartet von: M.T am 02. Dezember 2012, 16:07:54
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Hiob ein bewundernswerter Mensch ein Mensch von unbeschreiblicher Stärke.
Ijob 1.11
Die drei Freunde Ijobs hörten von all dem Bösen, das über Ihn (Hiob) gekommen war. Und sie kamen, jeder aus seiner Heimat:..........
Sei vereinbarten hinzugehen, um ihm ihre Teilnahme zu bezeigen und um ihn zu trösten.
Als sie von fern aufblickten, erkannte sie ihn nicht;sie schrien auf und weinten. Jeder zeriss sein Gewand; sie streuten Asche über ihr Haupt gegen Himmel.
[Sie sassen bei ihn auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte; keiner sprach ein Wort zu ihm Denn sie sahen, dass sein Schmerz sehr gross war.
Gibt es Heute noch solche Freunde oder Verwandte. Gibt es Heute Menschen die sich soviel Zeit nehmen für kranke Menschen???
Hiob 1,1
Im Lande Uz lebte ein Mann mit Namen Hiob. Dieser Mann war untadelig und rechtschaffen; er fürchtete Gott und mied das Böse.
Hiob 42,5 Vom Hörensagen nur hatte ich von dir vernommen; jetzt aber hat mein Auge dich geschaut.
Woran liegt der Unterschied von Hiobs Leben von Vers 1.1 und 42,5 ???
Ist das eine Beichte vom alten Testament : Hiob 42. 8 - 9 ???
M.T
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M. T., du schreibst: „Gibt es heute noch solche Freunde oder Verwandte? Gibt es heute Menschen, die sich soviel Zeit nehmen für kranke Menschen?"
Ich antworte dir: Ja. Manchmal erkennst du diese Menschen daran, dass wenn du sehr traurig bist, sie dich anschauen, deine Trauer bemerken, aber dich nicht abzulenken versuchen. Manchmal tut es gut, traurig sein zu dürfen. Trauer ist immer ein Stück Abschied. Abschied von Menschen, Abschied von der Heimat, Abschied von Gewohnheiten.
Als ich mich freiwillig in Psychotherapie begab, war meine Trauer sehr groß. Sie war so groß, dass ich nicht einmal mehr weinen konnte, selbst wenn ich an etwas Trauriges dachte. Meine Trauer war so groß, dass ich mich freute, wenn die junge Psychologin mir gegenüber mit den Tränen kämpfte, als ich ihr erzählte, was ich erlebt habe. Wenn ich merkte, es berührt jemanden, wenn ich selbst traurig bin.
Es hat lange gedauert, bis ich wieder emotional weinen konnte. Du siehst, Trauer kann sehr groß sein. Aber es gibt solche Menschen, die an der Trauer anderer Menschen Anteil nehmen.
Hiob ist eine Geschichte für solche Menschen wie mich. Man kann alles verlieren, aber im Glauben an Gott alles wieder bekommen, ja noch besser, wie es früher war.
Am Anfang von Hiob steht, dass er Gott fürchtete, weil er von ihm gehört hat. Am Ende von Hiob steht, dass er Gott kennen gelernt hat, nicht, weil er von ihm gehört hat, sondern weil er ihm begegnet ist. Der Liebe, der Zuneigung, dem Glauben.
Hiob hat erfahren: Glaube und Hoffnung auf Gott ist nicht gleichzusetzen mit Ratschlägen und theologischen Erörterungen.
Wenn wir im Glauben leben, erfahren wir die Liebe Gottes jeden Tag zu jeder Zeit. Mag es auch darin bestehen, alte Gewohnheiten und Ansichten aufgeben zu müssen. Doch die Tränen, die dabei fließen, trocknet Gott. Denn er liebt alle, die ihm vertrauen.
In Hiob 42,7-9 steht, dass die Gesprächspartner Hiobs für ihre Sünden, die sie in Worten Hiob und Gott gegenüber getan hatten, Opfer darbringen sollten. Das ist heute nicht mehr üblich.
Eine Beichte findet sich dagegen in Hiob 42,1-6. Da Hiob Gott gegenüber beichtet, erhört Gott sein Gebet, wie Hiob 42,9 berichtet. Die Beichte Gott gegenüber ist es, was wertvoll ist. Gegenüber den Mitmenschen soll man seinen Fehler richtig stellen, aber nur Gott gegenüber soll man beichten. Gottes Kinder sind nur Gott gegenüber verantwortlich, denn er ist der Vater. Gottes Kinder sind nämlich selbst Priester, denn wir haben den perfekten Draht zu Gott (Römerbrief 8,26-27): „Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten. Wissen wir doch nicht einmal, wie wir beten sollen, damit es Gott gefällt! Deshalb tritt der Geist Gottes für uns ein, er bittet für uns mit einem Seufzen, wie es sich nicht in Worte fassen lässt. Und Gott, der unsere Herzen ganz genau kennt, weiß, was der Geist für uns betet. Denn der Geist vertritt uns im Gebet, so wie Gott es für alle möchte, die zu ihm gehören.“
PETRUS schreibt (1. Petrusbrief 2,5): „Lasst auch ihr euch als lebendige Steine zu einem Haus aufbauen, das Gott gehört. Darin sollt ihr als seine Priester dienen, die ihm als Opfer ihr Leben zur Verfügung stellen. Um Jesu willen nimmt Gott diese Opfer an.“
Das ist das Opfer, das wir heute bringen sollen. Keine harten Steine, sondern lebendige Steine. Kein irdisches Opfer, sondern ein göttliches Opfer. Und Gott wird es annehmen.
Offenbarung 20,6: „Glücklich und von Gott angenommen sind alle, die an der ersten Auferstehung teilhaben. Über sie hat der zweite Tod keine Macht. Als Priester Gottes und Christi werden sie tausend Jahre mit ihm herrschen.“
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Ich habe vor kurzem die Geschichte von Hiob auch gelesen um mehr zu verstehen wieso Gott aus unserer Sichtweise manchmal seltsam handelt. Hiob fragte dies ja auch Gott und er antwortet ihm ja: Wo warst du als ich die Welt begründet habe usw..auf deutsch quasie übersetzt: Was willst du mir Mensch schon erzählen warum ich so oder so handle..du verstehst das eh nicht.
Zu den 3 Freunden: Einerseits sitzen sie bei ihm 7 Tage und Nächte was ja wirklich gute Freunde dann sind aber andererseits klagen sie ihn ja an und zwar er hätte alles verloren und wäre aussätzig geworden aufgrund seiner Sünden was ja aber nicht stimmte. Aufgrund dieser Anklage weiß ich jetzt nicht ob das wirklich so gute freunde waren ?
Am Ende der Geschichte wußte ich aber jetzt nicht wirklich warum Gott ihm diese Plagen geschickt hat ? Hiob gab ja zu und gab Gott die Antwort das er als Mensch nicht das Recht habe ihn anzuklagen usw. daraufhin gab ihm Gott seine Gesundheit zurück und sogar das doppelte an Vermögen. Ich kann mir das nur so beantworten das Hiob die Demut fehlte wieso Gott ihm diese Plagen schickte. Hob zeigte dann Demut und Gott vergalt ihm das positiv alles doppelt zurück. Das waren mal meine Gedanken zu der Geschichte. ;fck
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Hiob dürfte es wohl nicht an Gottestreue gemangelt haben. Gott selbst sagt nämlich (Hiob 1,8): "Dann ist dir sicher auch mein Diener Hiob aufgefallen. Ich kenne keinen zweiten auf der Erde, der so rechtschaffen und aufrichtig ist wie er, der mich achtet und sich nichts zuschulden kommen lässt."
Hiob war also seinerzeit der beste Mensch auf Erden.
Der Teufel aber behauptete, Hiob sei dies nur, weil es ihm so gut ginge. Also erlaubte Gott dem Teufel, Hiob auf die Probe zu stellen, ihm alles zu nehmen außer sein Leben. Und Hiob bestand diese Prüfung. Darum belohnte ihn Gott.
Mangelnde Demut wurde ihm nur von den theologisch argumentierenden Freunden vorgeworfen, und durch die Worte, mit denen Gott Hiob rügte, wollte er ihn ja nur noch verbessern. Und wieder hatte Hiob Einsicht. Kein anderer Mensch seinerzeit konnte ihm das Wasser reichen.
Hiob sollte aber noch überboten werden: Gott ließ Jesus Christus ohne Sünde von den Menschen zum Tode verurteilen. Wie viele Menschen gibt es doch, die Unschuldigen etwas ankreiden wollen!
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Guter Text und Antwort von dir JesustheBest.