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Empfehlungen => Kalenderereignisse => Thema gestartet von: velvet am 14. Januar 2013, 17:49:22

Titel: Hl. Antonius "der Große"
Beitrag von: velvet am 14. Januar 2013, 17:49:22
Hl. Antonius "der Große", Einsiedler, Mönchsvater, Wundertäter

(http://www.schnitzereien.org/Hl.%20Antonius%20Gr.1%20antik.jpg)

Der Heilige Antonius von Ägypten (250 – 356), auch Antonius der Große genannt, war einer der berühmtesten Einsiedler der christlichen Geschichte. Nach der Überlieferung hat er viele Jahre in einer Felsengrabkammer am Rande der Lybischen Wüste gelebt. Während dieser Zeit war er vielen rätselhaften Versuchungen ausgesetzt, er kämpfte dabei mit dämonischen Tiergestalten. Nach einem kurzen Aufenthalt in Alexandria (311) kehrte er in die Wüste zurück und betätigte sich dort als Bauer und Prediger. In seinen Predigten verteidigte er zur Hochzeit der Christenverfolgung den christlichen Glauben an die Gottheit Jesu Christi. Seine Lehren und seine Lebensweise dienten vielen Generationen als Orientierung.

(http://www.cognitiones.de/lib/exe/fetch.php/cognitiones/mythos/bibel/antonius/david_teniers_d._j._007.jpg?cache=)

Der Heilige Antonius zählt zu den vier Marschällen Gottes, jene vier christliche Heilige der ersten Jahrhunderte, die als Schutzheilige bei unerklärlichen Seuchen und Krankheiten verehrt wurden. Antonius ist Helfer gegen verschiedene Seuchen, vor allem des Antoniusfeuers (Vergiftung mit dem Mutterkorn-Pilz) und der Pest, er ist Schutzheiliger der Bauern und ihrer Nutztiere, aber auch der Sauhirten und der Metzger. Daher stammt auch der Ausdruck „Swienetüns“. Auf vielen zeitgenössischen Abbildungen des Heilige Antonius ist aus diesem Grunde ein Schwein oder Ferkel zu finden.

 1095 gründete ein französischer Adeliger unter Berufung auf den Heiligen Antonius den Antoniusorden. Aus den überlieferten Kämpfen des Heiligen Antonius mit dämonischen Tiergestalten entwickelte sich die Idee des „Antonius-Schweins“. Demnach dürfen die Ordensbrüder für die Armenpflege ihre Schweine frei weiden lassen. Zumeist am Gedenktag des Heiligen Antonius (17. Januar) wurde ein geschlachtetes und gesegnetes Schwein den Armen geschenkt. Die Hochzeit der breiten Verehrung des Heiligen Antonius von Ägypten endete im 17. Jahrhundert, ursächlich hierfür dürften die wissenschaftlichen Erkenntnisse dieser Zeit zur Mutterkorn-Pilz-Vergiftung sowie der Rückgang der Pest-Epidemien in Europa sein