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römisch-katholisch => Liturgie / Heilige Messe => Thema gestartet von: amos am 02. Februar 2013, 18:43:16
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DARSTELLUNG DES HERRN
SAMSTAG
2. FEBRUAR 2013
Das Fest der Darstellung des Herrn gehört zu den älteren Mari-
enfeste. Im Lukasevangelium (2,22-40) wird davon berich-
tet, daß die Eltern Jesu das Kind in den Tempel brachten, wo sie
auch das gebotene Reinigungsopfer für die Mutter darbrachten.
Hier begegnen sie Simeon und Hanna, die in Jesus den Messias er-
kennen und über das Kind und seine Mutter weissagen. Der Osten
begeht dieses Fest als "Fest der Begegnung des Herrn", während
im Westen die "Reinigung Marias" betont wurde. Zwei historische
Feste liegen dem heutigen zugrunde: ein älteres in Jerusalem und
ein jüngers in Rom. Die Pilgerin Egeria sprach von einem Fest,
das in Jerusalem 40 Tage nach Epiphanie mit einer Eucharistie-
feier und einer feierlichen Prozession gefeiert wurde. Seit dem 5.
Jahrhundert feierte man es in Jerusalem, seit dem 7. Jahrhundert
in Rom als "Fest der Begegnung" mit einer Lichterprozession. Mit
der Bezeichnung "Darstellung des Herrn" erhielt das heutig Fest
nach der Liturgiereform seinen Charakter als Herrenfest zurück.
Maria und Josef stellten Jesus im Tempel dar, weihten ihn Gott
und brachten das Opfer dar, wie das Gesetz es vorschrieb. Im deut-
schen Sprachgebrauch führte der Brauch der Kerzensegnung und der
Lichterprozession zu der Bezeichnung "Mariä Lichtmeß". Simeon
nennt Jesus "ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit
für dein Volk Isael".
Der 2. Februar ist seit 1997 zugleich der "Tag des geweihten Le-
bens", ein Tag des Dankes und der Bitte für Menschen, die sich mit
ihrem Leben ganz Gott zur Verfügung stellen.