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römisch-katholisch => Priestertum / Klerus / Vatikan (Hl. Vater) => Thema gestartet von: velvet am 25. Februar 2013, 09:41:09
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Vorwürfe gegen Kardinal O’Brien: Neuer Sex-Skandal überschattet Papst-Wahl
Nur eine Woche vor seinem Rücktritt erreichte Papst Benedikt XVI. eine neue Hiobsbotschaft: Drei Priester und ein ehemaliger Geistlicher beschuldigen den Kardinal von Edinburgh der sexuellen Übergriffe. Keith O’Brien ist einer der führenden Homosexuellen-Gegner in der Kirche.
Ein neuer Sex-Skandal überschattet das Konklave, auf dem Anfang März der nächste Papst gewählt werden soll. Wie der Observer berichtet, haben vier Männer nur eine Woche vor dem Ratzinger-Rücktritt beim päpstlichen Nuntius die sofortige Entlassung des Chefs der Katholischen Kirche Schottlands, Keith O’Brien, gefordert. Der Kardinal habe sie als Priester seiner Diözese sexuell belästigt. Die Vorfälle liegen 30 Jahre zurück. Die Übergriffe seien im Anschluss an gemeinsame Nachtgebete erfolgt. Ein Sprecher der Kardinals wies die Vorwürfe zurück.
O’Brien ist der höchste katholische Würdenträger Großbritanniens. Er wird aus Altersgründen in einem Monat aus dem Amt scheiden.
Die Männer, die nun gegen ihren Chef die Vorwürfe erheben, waren teilweise jahrelang in psychologischer Behandlung. Einer von ihnen sagte, dass das Autoritätsverhältnis zwischen dem Bischof und seinen Priestern weit über das Abhängigkeitsverhältnis in einem normalen Unternehmen. Weil ein Priester im Grunde nicht zu einem anderen Arbeitgeber wechseln kann, sei der psychische Druck enorm.
O’Brien ist ein besonders radikaler Gegner der Homosexualität: Er sagte, dass eine Ehe von Gleichgeschlechtlichen die Betroffenen „physisch, geistig und spirituell Schaden“ zufügen würde. Homosexualität bezeichnete er als „unmoralisch“.
Für die katholische Kirche sind die Anschuldigungen eine weitere Belastung. Von einem langjährigen Finanzskandal um die Vatikan-Bank (hier) sowie den zahlreichen Missbrauchsfällen müssen die Kardinäle nun einen Nachfolger für Benedikt XVI. wählen. Einer derjenigen, die über den Kurs im Vatikan stimmen wird, ist Keith O‘Brien. Als Kardinal gehört er automatisch dem Konklave an.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 24.02.13, 23:02 |
Hier noch Leser-Kommentare zu dem Thema:
24. Februar 2013 um 23:40
Waldemar sagt:
Zitat: O’Brien ist ein besonders radikaler Gegner der Homosexualität: Er sagte, dass eine Ehe von Gleichgeschlechtlichen die Betroffenen „physisch, geistig und spirituell Schaden“ zufügen würde. Homosexualität bezeichnete er als „unmoralisch“.
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Das ist ja wohl das Mindeste, was man dazu sagen muß. Hier wird das Zitat im Sinne einer Vorverurteilung gebraucht. Das ist keine seriöse Pressemitteilung, sondern tendenziöse Schreibe. Homosexualität ist Perversion, sowohl bei Männern wie bei Frauen.
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25. Februar 2013 um 00:46
argus germanicus sagt:
Eine gewisse Zahl von “Andersorientierten” muss man wohl als “natürliche Streuung” hinnehmen, nicht jedoch deren Förderung durch Gleichstellung mit der gesellschaftstragenden klassischen Familie !
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25. Februar 2013 um 00:15
voltenauer sagt:
Menschen wie ich (die die Homosexualität an sich als unnormal ansehen) haben die Freiheit ihre Meinung sagen zu dürfen. Genau so wie homosexuelle die Freiheit haben ihre Meinung (Homosexualität ist völlig normal) sagen dürfen.
Dabei sollte es auch bleiben.
Warum werden die Vorwürfe gegen Kardinal O’Brien gerade jetzt publik gemacht und nicht schon früher ???? Das wäre doch wahrscheinlich möglich gewesen ?? Sollten die Vorwürfe nähmlich wahr sein, dann ist es geradezu sträflicher Leichtsinn so einen buchstäblichen Wolf im Schafspelz (Kardinal O’Brien) lange Jahre unbehelligt zu lassen und damit diesem sein Treiben weiterhin zu ermöglichen und somit schweren Schaden an der Kirche und den Betroffenen anzurichten.
Jetzt kommt meine Meinung:
“Es ist der billige Versuch einen konservativen Kirchenmann der die alten Werte verteidigt noch vor dem Konklave abzuschiessen, so dass er keinen Einfluss mehr auf die Papstwahl nehmen kann. Hinterfragt eigentlich niemand, warum ein alter Mann der jetzt in seinem Alter wohl kaum mehr solche Verbrechen begehen kann (sofern er sie jemals begangen hat) erst so spät entlarvt wird ?? Dann wenn das Kind schon lange in den Brunnen gefallen ist ?? Warum gerade jetzt ????
Das ist meine Meinung und ich habe die Freiheit das zu sagen. Ich muß auch tolerieren, dass man mich dafür kritisiert.
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25. Februar 2013 um 00:41
argus germanicus sagt:
Ihr “Hinterfragen” ist vollkommen legitim!
Scheinbar haben die vier Männer ganze 30 Jahre mit sich “gerungen”, um endlich “die Wahrheit” ans Licht zu bringen…
…Sexismus-Brüderle läßt schon mal grüßen ;-)
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Liebe velvet,
woher stammt den Dein Text?
Kardinal O´Brien kann jedenfalls nicht so "konservativ" gewesen sein, wenn er noch vor wenigen Tagen die Abschaffung des Zöllibats eingefordert hat (http://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-britischer-kardinal-fordert-ende-des-zoelibats-1.1607847 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-britischer-kardinal-fordert-ende-des-zoelibats-1.1607847)).
Lumen
;qfykkg
Webmaster: Die Quelle des Textes hat Velvet oben angegeben. Deutsche Wirtschafts Nachrichten
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Lumen
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 24.02.13, 23:02 |
Die Quelle steht am Textende vor den Antworten!
velvet
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Vielen Dank.
Mir persönlich ist es immer wichtig die Quellen zu einem eingestellten Text zu wissen.
Bitte nicht in den falschen Hals bekommen. :-)
Lumen
;qfykkg
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Der Kardinal ist gestern noch zurückgetreten, so werden erfolgreich Gegner ausgeschaltet.
velvet
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Hast Du denn keine Vorbehalte gegen seine Kritik am Zöllibat?
Lumen
;qfykkg
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Doch schon, aber da die Homoehe ist doch um einiges verwerflicher.
velvet