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römisch-katholisch => Liturgie / Heilige Messe => Thema gestartet von: amos am 30. Juni 2013, 12:00:34
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LITURGISCHE WOCHE
SONNTAG, 30. JUNI
DER PETERSPFENNIG
Das Hochfest Peter und Paul (29.Juni)
fällt in diesem Jahr auf einen Samstag.
Deshalb wird an diesem Sonntag der
"Peterspfennig" gesammelt. Die Kollekte
geht an die "Aufgaben des Papstes".
Die Arbeit des "Heiligen Stuhl" in Rom
wird zum großen Teil durch Spenden aus
aller Welt finanziert, unter anderem durch
die Kollekte zum Fest der beiden Apostel.
DIENSTAG, 2. JULI
DER BESUCH DER GOTTESMUTTER
"Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir
kommt? Gesegnet bist du unter den Frauen, und geseg-
net ist die Frucht deines Leibes." Das sagt Elisabeth beim
Besuch ihrer Verwandten Maria nach dem Bericht des
Lukasevangeliums (1,39). Das Wort ist ins "Ave Maria"
eingegangen. Das Ereignis der "Visitatio Mariae", des
Besuchs Mariens, feiert die katholische Kirche in einem
gleichnamigen Fest. Eingeführt hat es der große Theologe
Bonaventura 1263, als Ordensgeneral der Franziskaner.
Mit der Ausbreitung des Franziskanerordens wurde auch
das Fest der "Visitatio" in der ganzen Kirche verbreitet.
MITTWOCH, 3. JULI
THOMAS, DER APOSTEL
Sein bekanntester Auftritt im Neuen Testament ist die Be-
gegnung mit dem auferstandenen Christus (Joh 14,1-7),
die Thomas den Beinamen "der ungläubige Thomas" gab.
Der Überlieferung zu zufolge hat der Apostel Thomas spä-
ter den Osten missioniert. Frucht dieser Mission sind zahl-
reiche christliche Gemeinden an der Westküste Indiens,
die sogenannten Thomas-Christen. Der Missionar Franz
Xaver war bei seiner indischen Missionstätigkeit im 16. Jh.
überrascht, als er in Indien überhaupt Christen fand.
Quelle: neue KIRCHENZEITUNG - Nr. 26
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MONTAG, 8. JULI
Kilian, Kolonat und Totnan waren iro-schottische Missionare, die im 7. Jahrhundert im Raum Würzburg Fuß fassten. Die Mission war erfolgreich, brachte Kilian aber in Konflikt mit dem herzoglichen Hof. Als der Missionar dem Herzog Gozbert verbot, seine kirchenrechtlich unzulässige Ehe mit der Witwe seines Bruders weiter zu führen, ließ die Frau Kilian und seine Gefährten ermorden.
Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG - Nr. 27
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MITTWOCH, 10. JULI
KNUD, ERICH, OLAF
Diese Könige des Nordens werden in Norddeutschland an einem Tag gefeiert. Sie wurden Opfer von Machtkämpfen im 11. und 12. Jahrhundert. Da sie auf der Seite der Kirche standen, werden sie als Märtyrer verehrt. Olaf (Olav) von Norwegen führte im 11. Jahrhundert das Christentum ein, holte Missionare ins Land und organisierte Zwangstaufen, weshalb er später vertrieben wurde. Er fiel bei dem Versuch, sein Reich zurückzuerobern. König Knud (Kanut) von Dänemark machte ebenfalls sein Reich zu einem christlichen Land, kontrollierte die Bischöfe und stattete die Kirche mit Steuermitteln und Schenkungen aus. Er starb 1086 in einer Revolte, die ein dänischer Prinz angezettelt hatte.
Erik von Schweden wurde ebenfalls ermordet (1160). Er stärkte die Kirche, förderte den Dom von Uppsala und führte Kriege gegen die heidnischen Finnen.
Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG-Nr. 27
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DONNERSTAG, 11. JULI
ST. BENEDIKT VON NURSIA
Fest des großen Heiligen und Ordensgründers. Gefeiert wird vor allem in den benediktinischen Ordensniederlassungen. Benedikt lebte von 480 bis 547. Benedikt gehört zu den vielen "Aussteigern" aus reichen Familien, die das asketische Leben dem Wohlstand vorzogen. Die Gründung des Klosters Montecassino gilt heute als die kulturgeschichtliche Wende von der Antike zum Mittelalter.
Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG - Nr. 27
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MONTAG, 15. JULI
BONAVENTURA
Gedenktag des heiligen Bonaventura (1221-1274). Der Franziskaner war einer der bedeutendsten Theologen der Scholastik. Er gilt außerdem als "Zweiter Gründer" des Franziskanerordens, weil er als Generalminister des Ordens die Regel erneuerte. Dabei gelang es ihm, zwischen den radikalen und gemäßigten Deutungen des franziskanischen Armutsideals zu vermitteln.
DIENSTAG, 16. JULI
UNSERE LIEBE FRAU VOM BERG KARMEL
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Die Mutter Gottes war von Anfang an die Patronin der Karmeliterinnen. 1386 wurde das Fest als ordensinternes Dankfest erstmals gefeiert. Auf die "Liebe Frau vom Berg Karmel" geht auch der aus dem Spanischen stammende Vorname Carmen zurück.
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DONNERSTAG, 18. JULI
ANSWER VON RATZEBURG
Außerhalb Norddeutschlands ist Answer wenig bekannt. Über sein Leben gibt es wenig gesicherte Informationen. Answerus wurde um 1035 in Schleswig geboren, er starb im Juli 1066 in Ratzeburg.
Der Benediktinermönch und Abt des Klosters Georgenberg wurde der Überliefeung zufolge Opfer aufständischer Obotriten. Für diese slawische Volksgruppe hatte Answer Mission betrieben. Zusammen mit 28 anderen Mönchen seines Klosters wurde er bei einem Überfall gesteinigt. An der Stelle des Martyriums wurde das Answeruskreuz errichtet. Es ist Ziel der jährlichen Answerus-Wallfahrt, die in diesem Jahr am Sonntag, 8. September stattfindet.
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SAMSTAG, 20. JULI
NOTHELFERIN MARGARETA
Margareta von Antiochien ist eine legendäre Gestalt, deren Verehrung Anfang des 4. Jahrhunderts begann. Die schöne Frau widersetzte sich den Werbungen des heidnischen Stadtpräfekten, wurde deshalb vielen Torturen unterworfen, die sie auf wundersame Weise überlebte.
Auch der Versuchung durch den Teufel in Gestalt eines Drachen widerstand die Heilige. Sie fand den Märtyrertod im Jahr 305. Margareta gehört zu den 14 Nothelfern und ist Patronin der Gebärenden.
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MONTAG, 29. JULI
MARTA VON BETANIEN
Die ältere Schwester des Lazarus und der Maria von Betanien bewirtete Jesus, als er bei ihr und ihrer Schwester zu Gast war (Luk 10,38-42). Während Maria sich Jesus zu Füßen setzte, beklagte sich Marta über ihre Schwester:
"Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden", lautete die Antwort Jesu. Laut Johannesevangelium (Joh 11,17-44) bat Marta Jesus nach dem Tod des Bruders um Hilfe und legte das Bekenntnis ab: "Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll."
MITTWOCH 31. JULI
IGNATIUS VON LOYOLA
Inigo López Onaz de Recalde y Loyola (1491-1556) führte ein vergnügungssüchtiges Leben am Hof des spanischen Königs Ferdinand V. Nach einer Kriegsverletzung und langer Krankheit änderte er sein Leben jedoch radikal. Er gründete den Jesuitenorden. Seine Exerzitien (Übungen) sind bis heute Vorbild und Namensgeber für Besinnungstage mit geistlicher Begleitung.
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SONNTAG, 4. AUGUST
DER PFARRER VON ARS
In der Allerheiligenlitanei, die bei großen Festen gebetet wird, sticht ein Name heraus - ein Heiliger, der nicht mit Namen, sondern mit seiner "Dienstbezeichnung" genannt wird. Tatsächlich war Jean Marie Baptist Vianney so mit seiner Gemeinde verbunden, dass er als "Heiliger Pfarrer von Ars" verehrt wird. Im Dorf Ars-sur-Formans nahe Lion gründete er Schulen für Mädchen und Jungen, kämpfte gegen Sonntagsarbeit und verschiedene Laster und wurde als Beichtvater und Heiler so bekannt, dass die Menschen in Scharen zu seinem einfachen Pfarrhaus pilgerten.
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DIENSTAG, 6. AUGUST
VERKLÄRUNG DES HERRN
Seit dem 4. Jahrhundert wird in der Ostkirche, später weltweit, das Fest der Verklärung Jesu gefeiert. Das Fest erinnert an die Szene der Verklärung in Mk 9,2-8 (und Parallelen). Zusammen mit dem Messiasbekenntnis des Petrus, der ersten Leidensankündigung, bildet die Verklärungs-Geschichte die Mitte des Markusevangeliums.
Danach beginnt der Weg Jesu von Galliläa nach Judäa bis zum Kreuz.
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DONNERSTAG, 8. AUGUST
DOMINIKUS, DER GROSSE ORDENSGRÜNDER
Fest des Ordensgründers Dominikus (1170-1221). Die Dominikaner gehören zu den vier großen Bettelorden des Mittelalters (Franziskaner, Dominikaner, Karmeliten, Augustiner-Eremiten).
Der Dominikanerorden hat bedeutende Theologen hervorgebracht wie Albertus Magnus, Thomas von Aquin oder Meister Eckhardt.
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FREITAG, 9. AUGUST
THERESIA BENEDICTA VOM KREUZ
Gedenktag der heiligen Märtyrerin Theresia Benedicta (Edith Stein). Die gebürtige Jüdin ließ sich 1922 taufen und trat 1933 in den Orden der Karmelitinnen ein. 1938 suchte sie ihrer jüdischen Abstammung wegen Schutz im holländischen Karmel von Echt. 1942 wurde sie jedoch von den Nazis nach Birkenau deportiert und vermutlich am 9. August ermordet. Vor ihrem Ordenseintritt war Edith Stein Assistentin des einflussreichen Philosophen Edmund Husserl.
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SONNTAG, 11. AUGUST
KLARA VON ASSISIS
Wie Franziskus wurde Klara in einer wohlhabenden Familie geboren. Wie er sagte sie sich von ihrem Elternhaus los und wählte ein Leben in Armut. Als sie den Heiligen Franziskus im Dom zu Assisi predigen hörte, verließ sie in der Nacht zum Palmsonntag 1212 ihr adliges Elternhaus und legte in der kleinen Kirche Portiunkula das Gelübde eines Lebens nach den Evangelischen Räten ab.
Franziskus bekleidete sie "mit einem ärmlichen Gewand" und schnitt ihr die Haare ab. Sie gründete den Orden der Klarissen und schrieb eine Regel, die dem Papst seinerzeit zu radikal erschien. Klara aber wollte nichts weiter als "einfach das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus beachten".
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MITTWOCH, 14.AUGUST
MAXIMILIAN KOLBE
Pater Maximilian Kolbe gehört zu den ersten und bekannten Märtyrern des Nationalsozialismus. Er gründete 1927 ein Kloster westlich von Warschau. Außerdem widmete er sich der Mission in Warschau und der Publizistik. Er gab mehrere katholische Zeitschriften heraus.
1941 wurde er nach Auschwitz verschleppt. Dort ging er freiwillig in den Tod, indem er sein Leben für einen mitgefangenen Familienvater opferte, der bei einer Strafaktion umgebracht werden sollte.
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DONNERSTAG, 15. AUGUST
MARIÄ HIMMELFAHRT
Dieses Hochfest gehört zu den "großen" Marienfesten im Jahreskreis. Im 6. Jahrhundert wurde es zuerst als Fest des seligen Todes der Gottesmutter gefeiert. Eine zusätzliche Betonung bekam das Fest am 1. November 1950.
Damals erklärte Papst Pius der XII. das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.
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SAMSTAG, 17. AUGUST
HYAZINTH VON GÖRLITZ
Hyazinth von Görlitz (oder auch Hyazinth von Polen) wurde 1183 in Oberschlesien geboren. 1257 wurde er in Rom Schüler des hl. Dominikus, trat in den Dominikanerorden ein und gründete in Friesach, Kärnten, das erste Dominikanerkloster im deutschen Sprachraum. Missionsreisen führten ihn durch ganz Nordosteuropa von Litauen, Ostpreußen, Polen. Böhmen, Schlesien bis nach Russland.
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DIENSTAG, 20. AUGUST
BERNHARD VON CLAIRVAUX
Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153) war einer der einflussreichsten Männer seiner Zeit. Als "ungekrönter Papst und Kaiser" bestimmte der Abt des Zisterzienserklosters Clairvaux die Weltpolitik mit. In Massenkundgebungen rief er zum Zweiten Kreuzzug (1144-1149) auf. Bernhard billigte und förderte auch den sogenannten "Wendenkreuzzug" 1147 zur Unterwerfung und Christianisierung der Sklaven östlich der Elbe, vor allem im heutigen Mecklenburg-Vorpommern.
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DONNERSTAG, 22. AUGUST
MARIA KÖNIGING
Der Oktavtag des Hochfestes Mariä Himmelfahrt wird als Gedenktag Maria Königing gefeiert. Dieser Feiertag hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert, in einer Zeit, als die weltlichen Autoritäten unter Druck gerieten - und die weltlichen Könige immer weniger bereit waren, eine göttliche Autorität über sich anzuerkennen. Vor allem im iberischen und südamerikanischen Raum ist die Mariendarstellung mit prächtiger Krone gebräuchlich.
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SAMSTAG, 24. AUGUST
BARTHOLOMÄUS, APOSTEL UND MÄRTYRER
Fest des Apostels Bartholomäus. Er erlitt das Martyrium in Armenien, wo er Götzenbilder vernichtete und böse Geister vertrieb. Der Legende nach wurde Bartholomäus von 1000 Soldaten gefangen und gefoltert, indem man ihm die Haut bei lebendigem Leib abzog. Sein Festtag gilt als Beginn des Herbstes.
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DIENSTAG, 27. AUGUST
MONIKA, PATRONIN DER FRAUEN UND MÜTTER
Einen Tag vor dem Fest des heiligen Augustinus feiert die Kirche seine Mutter: Die heilige Monika von Tagaste (332-387) heiratete in jungen Jahren den heidnischen Beamten Patricius. Sie bekehrte durch ihre vorbildliche Haltung ihren Mann und bestürmte Gott in Gebeten, auch ihr Sohn möge zum Glauben finden. Monika wird deshalb als Patronin der Mütter und der Frauen verehrt.
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MITTWOCH, 28. AUGUST
AUGUSTINUS, BISCHOF VON HIPPO
Für die strenge Religion seiner Mutter empfand der Nordafrikaner Augustinus (354-430) zunächst nur Verachtung: Erst in Mailand, unter dem Einfluss des hl. Ambrosius, verlor er seine Skepsis gegenüber dem Christentum. In einem Bekehrungsereignis (er hörte eine Kinderstimme sagen: "Nimm und lies...") vertiefte er sich in die Bibel und fand zum Glauben. In der Osternacht 386 ließ sich Augustinus taufen, kehrte in seine Heimat zurück, verkaufte sein Vermögen. 391 wurde er zum Priester geweiht, 395 Bischof von Hippo und mit den Jahren einer der größten Theologen der Geschichte.
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DONNERSTAG, 29. AUGUST
ENTHAUPTUNG JOHANNES DES TÄUFERS
Die Evangelisten Markus und Matthäus berichten in einer bewegenden Szene über den Hintergrund und die Ausführung der Enthauptung des Täufers. Die Erzählung erinnert an die Geschichten der großen Propheten und Mahner und stellt den Tod des Täufers als Vorläufer-Ereignis zum Tod Jesu dar. Das Fest und der Festtermin stammt ursprünglich aus der Kirche des Ostens.
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SAMSTAG, 31. AUGUST
PAULINUS, BISCHOF VON TRIER
Paulin (300-358) wurde 346 Bischof von Trier. Auf dem Konzil von Arles bekannte er sich als einziger zu Athanasius von Alexandria und wurde deshalb von Kaiser Konstantinus 353 nach Phrygien in der heutigen Türkei verbannt. Dort starb der Märtyrer schließlich entkräftet und enttäuscht am 31.August 358.
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MONTAG, 2. SEPTEMBER
INGRID ELOVSDOTTER
Gedenktag der seligen Ingrid Elovsdotter (1220-1282).
Die schwedische Dominikanerin und Gründerin des ersten Dominikanerklosters im Land gilt als Vorläuferin der heiligen Birgitta. In den Lebensläufen beider Frauen gibt es Parallelen. Auch Ingrid wurde nach dem Tod ihres Mannes Ordensfrau, nachdem sie eine Wallfahrt nach Rom und Jerusalem unternommen hatte. Bis ins 16. Jahrhundert war sie in Schweden eine sehr populäre Figur. 1499 wurde sie nach einem mehr als 80 Jahre dauernden Verfahren selig gesprochen.
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DIENSTAG, 3. SEPTEMBER
GREGOR DER GROSSE
Der Beiname "der Große" ist eigentlich nur bei Königen und Heerführern geläufig.
Papst Gregor I. (540-604) aber ist unbestritten einer der Gro-ßen der Kirchengeschichte. In einer Zeit, in der das römische Reich untergegangen war, die Stadt Rom verfiel, von Feinden umlagert und von Seuchen bedroht wurde, gelang ihm die Stärkung der römischen Kirche gegen alle Konkurrenz. Gregor war nicht nur ein geschickter Politiker, sondern auch ein bedeutender Theologe und Förderer von Liturgie und Wissenschaften. Den alten Kirchengesang bezeichnet man als "gregorianisch", weil Gregor I. das bestehende liturgische Liedgut sammeln ließ, was die Weiterentwicklung der Kirchenmusik gefördert hat.
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DONNERSTAG, 5. SEPTEMBER
GEBETSTAG FÜR GEISTLICHE BERUFE
Im monatlichen Gebetstag für geistliche Berufe wird heute für Ehrenamtliche gebetet: "Um junge Menschen, die sich von Christus rufen und ihr Leben nach ihm ausrichten."
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TERESA VON KALKUTTA
Heute wird der Jahrestag des Todes der sel. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997) gefeiert. Da bisher nur die Seligsprechung erfolgt ist, bleibt die offizielle Erwähnung von Mutter Teresa im Gottesdienst der Kirche auf ihre Heimatregion beschränkt.
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SONNTAG, 8. SEPTEMBER
MARIÄ GEBURT
"Mariä Geburt jagt alle Schwalben furt" - die Bauernregel markiert das Fest als Beginn des Herbstes. Der Festtermin hat keinen biografischen Hintergrund. Es ist der Weihetag der St. Anna-Kirche am Bethesda-Teich in Jerusalem, wo die Eltern Mariens gelebt haben sollen. Ende des 5. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Weihefest der Kirche, "wo sie geboren ist", das Fest Mariä Geburt, auch "Kleiner Frauentag" genannt.
Quelle: neue KIRCHENZEITUNG-NR: 36
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MONTAG, 9. SEPTEMBER
SCHWESTER EUTHYMIA UEFFING
Gedenktag der Clemensschwester Maria Euthymia Ueffing aus dem Münsterland(geboren 1914 in Hopsten).
Die Ordensschwester war zunächst als Krankenschwester in Dinslaken tätig, später leitete sie die Wäscherei im Mutterhaus. Nach einem Leben der Hingabe im Gebet und im Dienst an Kranken starb sie am 9.September 1955 im Alter von 41 Jahren. 2001 wurde sie von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
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DONNERSTAG, 12. SEPTEMBER
MARIÄ NAMEN
Ein Gedenktag, der in den Türkenkriegen des 17. Jahrhunderts Bedeutung erlangt hat. Nach der siegreichen Schlacht des polnischen Königs Jan III. Sobieski bei Wien 1683 wurde das regional begangene Fest vom Papst für die ganze Kirche eingeführt. 1970 wurde der Tag aus dem römischen Festkalender gestrichen. Er wird vor allem in Österreich noch begangen.
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SAMSTAG, 14. SEPTEMBER
KREUZERHÖHUNG
In Jerusalem wurde am Tag nach dem Weihefest der Auferstehungsbasilika, der Grabeskirche, am 14. September 335 dem Volk das heulige Kreuz gezeigt und zur Verehrung überlassen. Ebenfalls an einem 14. September (320) soll der Legende nach Kaiserin Helena das Kreuz Jesu gefunden haben.
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SONNTAG, 15. SEPTEMBER
GEDÄCHNIS DER SCHMERZEN MARIENS
Mädchen, die Dolores oder "Dolly" heißen, haben heute Namenstag. Der Name ist im spanischen Sprachraum beliebt, aber ungewöhnlich: Denn Dolores bedeutet "Schmerzen". Gemeint sind die Schmerzen Mariens, die im Jahreskreis einen eigenen Gedenktag haben. Der Gedenktag "Schmerzen Mariens" wird seit dm 15. Jahrhundert gefeiert.
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DIENSTAG, 17. SEPTEMBER
HILDEGARD VON BINGEN
Die Äbtissin des Klosters Rupertsberg, Hildegard (1098-1179), war adliger Herkunft und umfassend gebildet. Berühmt wurde sie durch ihre mystischen Visionen, die nach der Veröffentlichung großes Aufsehen verursachten, aber bei den kirchlichen Autoritäten auf Skepsis stießen. 2012 erhob Papst Benedikt XVI. Hildegard in den Stand der Kirchenlehrer und bestätigte ihren Platz als Heilige im römischen Kalender. Seit dem Mittelalter war es nie zu einer regelkonformen Heiligsprechung gekommen. Der erste Prozess dazu wurde abgebrochen, weil sich Papst und Bischof nicht über die Zuständigkeit einigen konnten.
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FREITAG, 20. SEPTEMBER
MÄRTYRER AUS KOREA
Der katholische Glaube kam Anfang des 17. Jahrhunderts durch christliche Laien nach Korea. Während 200 Jahren wurden die Gemeinden nur von Laien betreut. In drei grausamen Verfolgungen (1839, 1846 und 1866) erlitten 103 christliche Koreaner das Martyrium, unter ihnen der erste koreanische Priester Andrea Kim Taegon.
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SAMSTAG, 21. SEPTEMBER
MATTHÄUS, APOSTEL UND EVANGELIST
Der Apostel Matthäus war ein Zöllner (besser: Steuereintreiber), der von Jesus eingeladen und in den Kreis der Zwölf berufen wurde. Die kirchliche Tradition identifiziert ihn mit dem Verfasser des Matthäus-Evangeliums, das vermutlich nach dem Markusevangelium und zeitgleich mit dem Lukasevangelium etwa um 70 nach Christus entstanden ist.
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SONNTAG, 22. SEPTEMBER
PADRE PIO
Der Kapuzinerpater Pio Forgione (1887-1968) konnte Massen begeistern, blieb zunächst jedoch umstritten. Als Beichtvater zog der Pater Tausende an, er wurde durch Krankenheilungen und Prophezeiungen berühmt. Übernatürliche Fähigkeiten wurden ihm zugeschrieben. Zunächst gingen die kirchlichen Autoritäten auf Distanz zu diesem Seelsorger und seiner magischen Anziehungskraft.
Heute gibt es allein in Italien mehr als 2300 Gebetsgruppen, die sich von der Spiritualität dieses "Apostels des Beichtstuhls" inspirieren lassen. 2002 wurde er heilig gesprochen.
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MITTWOCH, 25. SEPTEMBER
BRUDER KLAUS, EINSIEDLER VON DER FLÜE
Klaus von Flüe (1417 - 1487) ist einer der ungewöhnlichsten Heiligen der Geschichte. Als geachteter Bauer und in seiner Region einflussreicher Politiker wählte der Familienvater ein Leben in Kontemplation, Gebet und Einsamkeit. Als 50-Jähriger überraschte er seine Frau mit der Bitte, die Familie zu verlassen und als Pilger in die Fremde zu gehen. Das jüngste seiner zehn Kinder war damals ein Jahr alt. Er kehrte aber bald zurück und lebte 19 Jahre bis zu seinem Tod als Einsiedler in einer Schlucht ganz in der Nähe seines Hofes. Trotz seines zurückgezogenen Lebens wurde er von vielen Menschen um Rat befragt. Nach dem "Stanser Vorkommnis" 1481, einem Streit zwischen Schweizer Städten und Landgebieten, verhinderte er mit einem geheimen Rat an die streitenden Parteien den Zerfall der Eidgenossenschaft.
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FREITAH, 27. SEPTEMBER
VINZENZ VON PAUL
Vinzens von Paul (1581 - 1660) hat als arbeitsloser Priester in Südfrankreich angefangen. Er schlug sich als Lehrer und Hausgeistlicher durch, eine Pfarrstelle blieb ihm lange versagt. Schließlich gründete Vinzenz eine karitative Frauengruppe. Das war die Urzelle des heutigen Vinzentinerinnenordens.