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Gebet => Gebete => Thema gestartet von: Hildegard51 am 19. Juli 2013, 16:09:38
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Liebe Mutter Maria,
heute erscheine ich vor Dir im vollen Bewusstsein meiner irdischen Schwachheit.
Ich lege meine Krankheit in Deine Hände. Geruhe, sie auf dem Altar Deines Unbefleckten Herzens zu Gott als eine Blume des Leidens für das Heil der Welt aufzuopfern, wie Jesus mir das vorgelebt hat.
Schenke mir die Gnade eines erleuchteten Geistes, damit ich in meinem Kranksein einen Sinn finden kann. Lehre mich zu begreifen, dass mein irdisches Leiden meine Seele heiligt und zur Quelle von Gnaden für meine Mitmenschen wird, wenn ich es in Liebe und Geduld ertragen kann.
Schenke mir die Kraft der Heiterkeit und des Gleichmuts, damit ich Dir das Opfer dieser Prüfung als eine Blume zum Trost anbieten kann und nicht als eine neue Dorne in Deinem Schmerzvollen Herzen.
Meine liebende Mutter, trauere nicht um Dein krankes Kind; denn ich möchte Dir durch Selbstverleugnung und Entsagung meines sterblichen Wesens Freude bereiten.
O Maria, wie Deine Anwesenheit die Last von Jesu Leiden erträglicher gemacht hat, will auch ich aus Liebe zu Dir dieses Kreuz mit neuem Mut schleppen, nun da ich Dich für immer an meiner Seite weiß.
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Alles hat eine Bedeutung, auch Krankheit. Man muss folglich etwas damit tun. Solange jemand Krankheit als eine Belastung empfindet, wird sie ihn irritieren oder deprimieren. Sobald er jedoch Sinn darin finden kann, ist sie nicht länger sein Feind, sondern ein Werkzeug, eine Art Kraft, die er Gott zur Verfügung stellen kann.
Krankheit kann die Seele heiligen, und leibliche Leiden können Charakter, Persönlichkeit und Lebenseinstellung verändern. Sobald der Mensch Sinn darin findet, lassen sie ihn wachsen. Er lernt zu verstehen, dass alle körperlichen Leiden nur vorübergehend sind. Was nach weltlichen Maßstäben lange dauert, ist nichtig im Vergleich mit dem Leben ewiger Glückseligkeit, das den Menschen erwartet, wenn er sein Leben führt, wie Gott es von ihm erwartet. Gott in Liebe Opfer bringen, müssen wir hier und jetzt tun, nur hier auf Erden erhalten wir die Chance. Die erste Freude findet der Mensch in dem Wissen, dass seine Leiden, getragen mit Liebe und Geduld, in Gleichmut und Frohmut seinem Nächsten Gnaden geben können. Dafür sorgt Maria als Schatzmeisterin aller Gnade. Auch Maria Selbst kann man so erfreuen; denn sie kann damit Ihren anderen Kindern helfen. Allerdings, wenn der Kranke mürrisch wegen seiner Krankheit herumläuft, sticht er einen neuen Dorn in Ihr Schmerzvolles Herz. Es hat bereits so viel für die sündige Welt erlitten. Wenn der Mensch Maria sein Leiden als ein Geschenk anbietet, wird Sie zweifellos an seiner Seite bleiben, wie Sie es bei Jesus Seinen Kreuzweg entlang getan hat, und Ihre Gegenwart sollte Ihm die Kraft geben, Sein Kreuz zu tragen.