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römisch-katholisch => Predigten und Vorträge => Thema gestartet von: Joel am 20. Oktober 2013, 14:13:28
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Gründe für den Niedergang der Religion
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Geliebte im Herrn!
Die Religion ist keine Macht mehr im öffentlichen Leben. In der Politik, in der Kunst, in der Literatur spielt die Religion so gut wie keine Rolle. Welches ist der Grund für diese klägliche Lage der heiligen Religion? Ich will zwei Gründe namhaft machen, erstens die Feindschaft der Ungläubigen, zweitens die Gleichgültigkeit der Gläubigen.
Der erste Grund für die unbedeutende Rolle, die unsere Religion in der Öffentlichkeit spielt, ist der Unglaube, ist die Feindschaft der Ungläubigen. Es sind Einzelpersonen, oft in einflußreicher Stellung, und Vereinigungen von Personen, die den Kampf gegen die Religion auf ihre Fahne geschrieben haben. Es gibt Menschen, die eine unbegreifliche Freude daran haben, anderen die Religion zu entreißen. In Mastershausen im Hunsrück lebt Herr Herbert Steffen. Er hat seine Firma Steffen-Möbel verkauft und das dafür gewonnene Geld in eine Stiftung eingebracht, die Giordano-Bruno-Stiftung. Mit dieser Stiftung finanziert er antichristliche, antikatholische Unternehmungen. Die Atheisten und Religionsfeinde haben sich eigene Organisationen geschaffen. Das Zentrum dieser Organisationen ist diese Stiftung von Herrn Steffen in Mastershausen. Verbunden haben sich die Freidenker, der Bund für Geistesfreiheit, die Humanistische Union und der Humanistische Verband. Auf allen Ebenen und mit allen Mitteln bekämpfen sie die Religion, natürlich und immer an erster Stelle die katholische Kirche; denn der Teufel hält sich an die Profis, nicht an die Amateure.
Der Kampf wird geführt einmal durch Schriften, Broschüren, Bücher. Aus der Fülle der Druckwerke nenne ich nur einige wenige. Der Autor Karlheinz Deschner schreibt im Augenblick den 10, Band – den 10. Band! – seiner „Kriminalgeschichte des Christentums“, wo er also zu Gerichte sitzt über das Christentum in seiner zweitausendjährigen Geschichte. Vor kurzem erregte großes Aufsehen das Kinderbuch von Schmitt-Salomon. „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel.“ So heißt das Buch: „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel.“ In diesem Buche werden alle Religionen, also nicht nur die christliche, sondern auch das Judentum und der Islam radikal niedergemacht. Man kann sich die schlimme Wirkung dieses Buches vorstellen, wenn man daran denkt, was es bedeutet, wenn etwa ein Kommunionkind davon Kenntnis nimmt, dass es darin als „Menschenfresser“ bezeichnet wird, weil es den Leib des Herrn empfängt. Menschenfresser! Seit Monaten ist ein Bestseller das Buch „Sakrileg“ von Dan Brown. In diesem Buche wird das Bild Jesu systematisch verzeichnet, ein Geflecht von kulturellen, künstlerischen und esoterischen Legenden. Hier wird eine antichristliche Lehre verkündet, die vielen Lesern Verdächtigungen und schwere Vorwürfe gegen das Christentum und die katholische Kirche einredet. Das Buch ist auch verfilmt worden, und dieser Film, der 100 Millionen – 100 Millionen! – Dollar gekostet hat, dieser Film wird in allen Ländern gezeigt, von den USA angefangen bis nach Singapur. Jesus Christus, so heißt es dort, hatte ein Verhältnis mit Maria Magdalena; seine Nachfahren leben heute noch.
Auch das Musiktheater wird in den Dienst der antikatholischen Kampagne gestellt. Seit 200 Jahren gibt es antichristliche, vor allem antikatholische Theaterstücke. Sie erinnern sich vielleicht, dass die Oper „Don Carlos“ von Giuseppe Verdi gern dazu hergenommen wird, gegen die katholische Kirche zu agitieren, obwohl jedermann weiß aus der Geschichte, aus der wahren Geschichte, dass Carlos ein verhängnisvoller Mann war, den sein Vater, König Philipp II., mit Recht so behandelt hat, wie er ihn behandelt hat. Aber in der Gegenwart ist es wieder noch massiver gekommen. In Berlin, in der Staatsoper, wird die Oper „Faust“ von Charles Gounod aufgeführt. Diese Oper wird von den Inszenierenden als ein antikatholisches Machwerk dargestellt. Faust und Mephisto tragen Mönchskutten, und im 3. Akt ist Mephisto ein Priester. In England läuft seit Monaten die Oper „Jerry Springer“. In dieser Oper werden achttausend Obszönitäten und Flüche gezählt. Achttausend Obszönitäten, also geschlechtliche Anspielungen, und Flüche. Adam und Eva, Jesus, Maria und Joseph treten in der Hölle auf. Jesus selbst nennt sich in der Oper „ein bißchen schwul“. Auch das Kabarett, und das ist seit langem bekannt, tritt in den Dienst der antikatholischen Hetze. In Mainz das Unterhaus! Dort wird häufig gegen die katholische Kirche gegeifert. Im Augenblick tritt dort Volker Pispers auf. Von ihm wird unserer Kirche fälschlich unterstellt eine Schutzgelderpressung, indem sie nämlich Kirchensteuer einzieht. Dort fällt unter anderem der Satz: „Man muss nicht unbedingt den Holocaust leugnen, um in den Himmel zu kommen.“ Ein solcher unglaublicher Unsinn und Quatsch wird von diesem Herrn auf die Bühne gebracht. Die katholische Kirche, so behauptet er, ist die Erfinderin der Angst. Das sehen jeden Abend in der ausverkauften Phönixhalle Hunderte von Leuten.
Auch die Schule wird zum Kampfplatz gegen die Religion gemacht. Immer neu wird von den Religionsfeinden darauf hingearbeitet, die Religion aus der Schule zu vertreiben. Wenn Lehrer oder Eltern von Schülern es fordern, muss das Kreuz aus dem Schulsaal entfernt werden. Es wird offene Propaganda für die Abmeldung vom Religionsunterricht gemacht. In Berlin wird von mutigen Christen versucht, Religion als ordentliches Schulfach einzuführen, aber ich gebe der Kampagne keine Aussicht. Der Senat und alle Kirchenfeinde werden es verhindern, dass Religion ordentliches Schulfach in Berlin wird. Dafür hat der Humanistische Verband in Berlin eine atheistische Schule eingerichtet. Das ist möglich! Und Sie wissen ja auch, wie es in Rundfunk, Fernsehen, Presse, Internet aussieht. Die Sendungen und Meldungen über Religion und Kirche sind fast nur mit Reizthemen besetzt: Zölibat, Frauenordination, Empfängnisverhütung, Verfehlungen von Priestern. Vom Papst wissen die Menschen eigentlich nur eines, nämlich dass er gegen Kondome ist. Dass die Kirche jahraus, jahrein den Weg Christi lehrt, dass sie sein Evangelium verkündet, dass sie das Opfer Christi feiert, dass sie den Willen Gottes den Menschen unterbreitet, dass sie Gottesliebe und Nächstenliebe lehrt, das alles fällt unter den Tisch. Die Feinde suchen der Kirche unaufhörlich Abbruch zu tun. Wer alle diese Lästerungen, Schmähungen, Verleumdungen und Anwürfe hört und sieht, wie soll der in seinem Glauben froh bleiben?
Die Kirche in Deutschland ist schutzlos und wehrlos. Ihre Proteste verhallen ungehört, ihre Richtigstellungen der Lügen und Verleumdungen werden nicht zur Kenntnis genommen. Uns schützt kein Gesetz, kein Gericht, keine Bundesprüfstelle für jugendgefährdendes Schrifttum. Die Folgen dieser Verhältnisse sind offensichtlich: Der Glaube ist keine Macht mehr im öffentlichen Leben.
Der erste Grund ist die Feindschaft der Ungläubigen. Der zweite Grund ist die Gleichgültigkeit der Gläubigen. Gläubige sollen Überzeugung für ihren Glauben haben, sie sollen Eifer für ihn bezeigen, sie sollen begeistert von ihm sein. Aber es sind Unzählige, allzu Viele, die weder Überzeugung noch Eifer noch Begeisterung und keine Liebe zur Religion haben. Woher kommt diese Gleichgültigkeit? Nun, sicher auch aus dem Hasten und Jagen, aus dem Treiben, das die Menschen so in Anspruch nimmt. Man braucht sich ja nur einmal an eine Großstadtstraße zu stellen am Abend, um zu sehen, wie die Menschen an einem vorbeihasten. Die Menschen, die so in diesem Treiben aufgehen und untergehen, die können gar keine religiösen Gedanken mehr fassen. Der Kampf um das Goldene Kalb nimmt sie vollkommen in Beschlag. Das zehrt alle höheren Kräfte im Menschen auf. Religion braucht Ruhe, braucht Stille, braucht Besinnung. Noch niemals in der deutschen Geschichte ist die Arbeitszeit so niedrig wie heute gewesen. Aber die dadurch gewonnene Muße wird nicht zum Gebet und zur religiösen Bildung benutzt. Die Menschen wissen wenig oder nichts von der Schönheit, vom Reichtum, vom Glück der Religion. Was man nicht kennt, das kann man auch nicht schätzen. Tragen wir dazu bei, meine lieben Freunde, dass die Menschen unsere Religion kennen lernen, dass sie sie schätzen lernen, dass sie sie lieben lernen.
Dazu kommen die vielen lockenden Stimmen, die aus dieser Welt heraustönen, die uns entgegenrufen von den Plakaten oder vom Fernsehen, die heraustönen aus den Vergnügungslokalen, aus den Diskotheken. Alles predigt Lust, Vergnügen, Eitelkeit. Fortwährend werden die Menschen aufgefordert zu genießen, sich auszuleben, sich nichts entgehen zu lassen, ob das Essen oder Trinken oder Geschlechtslust ist. Die Lust regiert das Leben allzu vieler Menschen. Vor kurzem wurde eine Untersuchung angestellt über den Zusammenhang zwischen sexuell aggressiver Musik und dem Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs. Es besteht ein solcher Zusammenhang zwischen sexuell aggressiver Musik und dem frühen, allzu frühen Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs. Unter dem Ansturm der Verlockungen und Versuchungen wird die leise Stimme des Gewissens, aber auch der laute Ruf der Glocken nicht mehr gehört. Die Religion fällt aus dem Blickfeld der Menschen heraus.
In anderen Ländern tobt eine blutige Verfolgung, aber bei uns gibt es auch eine Verfolgung, wenn auch vorläufig noch unblutig. Nicht mit blutigen Waffen wird gekämpft, sondern mit schmeichelndem, süßem Gift. Gott wird häufig überhaupt nicht mehr erwähnt, um so mehr aber die Kirche. Und wer die Kirche madig macht, der trifft Gott, denn die Kirche ist der Herold Gottes. Wer den Herold verunglimpft, der entwertet die Botschaft.
Die Menschen haben fast nichts mehr im Sinne als Sport und Putz, den Tarif und den Beruf. Diese Verfolgung entreißt der Kirche Hunderttausende, ja Millionen. Wir haben in Deutschland kaum noch 15 Prozent praktizierende katholische Christen. Hunderttausend gehen jedes Jahr verloren durch Mischehen, und die Abfälle gehen in die Zehntausende. Dazu kommt der Mangel an religiöser Erziehung im Elternhaus. Er läßt sich schwer nachholen. Was das Elternhaus einmal versäumt hat, das ist kaum wieder einzubringen. Vor einiger Zeit kam ein Kind aus der Religionsstunde nach Hause und sagte zum Vater: „Vater, ich bin gar nicht so fromm erzogen wie die anderen Kinder. Die anderen Kinder wissen viel mehr von der Religion als ich.“ Der Vater hat darüber gelacht; er hat es scherzweise am Biertisch erzählt. Der Vater weiß nicht, was es heißt, verantwortlich für eine Kinderseele zu sein. Es ist die furchtbare Verantwortung für die Menschen, die uns anvertraut sind.
Es gibt ein Wort der Heiligen Schrift, das die ganze Tragik des gleichgültigen Menschen in sich faßt: „Ich weiß, spricht der Heilige Geist, dass du weder kalt noch warm bist. O wärest du doch kalt oder warm. Da du aber lau bist und nicht kalt oder warm, so bin ich daran, dich aus meinem Munde auszuspucken. Du sprichst: Wohlhabend bin ich und reich. Ich brauche nichts. Du weißt nicht, dass du elend bist und arm, blind und nackt.“ Mit einer Sprache, die man nicht wieder vergißt, hat hier der Heilige Geist die ganze Armut des im Glauben erkalteten Herzens geschildert. Es ist, als würde der Heiland heute hintreten zu der ungezählten Schar der Menschen, die ganz zufrieden ist, wenn sie am Ersten ihr Gehalt bekommt, abends ins Theater geht und alle Jahre einmal oder mehrmals in Urlaub fährt. Es ist, als würde der Herr zu ihnen sprechen: „Ihr denkt, ihr seid reich und braucht nichts. Ihr wißt nicht, dass ihr elend seid und erbärmlich.“ Und es ist, als ob der Heiland durch unsere Kaufhäuser ginge und dort die Menschen sähe, die ihre Lust im Kaufen und Verkaufen finden, für die Erwerben und Besitzen das höchste Glück bedeutet. Es ist, als ob er zu ihnen spräche: „Ihr sprecht: Wohlhabend bin ich und reich, und ihr wißt nicht, dass ihr arm und blind seid.“ Und zu den Leuten, die den Sonntag auf dem Sportplatz verbringen, würde der Herr wohl heute sagen: „Ihr meint, ihr braucht sonst nichts, und wißt nicht, dass ihr elend seid und arm, blind und nackt.“
Meine lieben Freunde, die im Glauben gleichgültige Seele ist und bleibt eine Seele ohne Heimat und Vaterhaus, eine Seele, die nicht weiß, wohin sie gehört. „O dass ihr doch warm oder kalt wäret. Doch weil ihr lau seid, will ich euch ausspucken aus meinem Munde.“ Das ist das Los der Menschen, die nicht wissen, wem sie gehören. In der Welt können sie nicht aufgehen, denn ihre Gottgehörigkeit läßt sich nicht abschütteln. Das Glück der Kinder Gottes kennen sie nicht, weil sie sich nicht darum gemüht haben. Vor einiger Zeit erzählte in einer kleinen Gesellschaft eine brave katholische Frau ihre Lebensgeschichte. Sie sagte: „Es gab eine Zeit in meiner Jugend, in der ich zu großer Gleichgültigkeit und Lauheit neigte. Da besuchte ich eines Tages einen nahen Verwandten, einen bekannten Künstler. Er hatte bereist die Schwelle des Alters überschritten. Im Glauben war er fast völlig erstorben. Ich fragte ihn in meinem Leichtsinn: Sag mal, wie soll ich’s mit der Religion halten? Ich fühle mich beengt durch alle die Vorschriften des Glaubens. Da sah mich der alte Herr schweigend mit einem langen Blick an, und dann sagte er mit eigenartiger Betonung: Maria, behalte, was du hast, denn du hast nichts an dessen Stelle zu setzen. Die Frau schloß ihre Erzählung: Diese Worte habe ich nicht vergessen.“ Vielleicht hat es dem alten Mann auch gedämmert, was er verloren hat, als er seinen Glauben preisgab. Was hat er eingetauscht dafür, als er den Glauben hingegeben hat? „Du hast nichts an dessen Stelle zu setzen!“ Keine Wärme, keine Liebe, keine Heimat.
Darum, meine Lieben Brüder und Schwestern, behaltet, was ihr habt. Haltet euren Glauben fest mit ganzem, starkem Herzen. Betet, dass Gott euren Glauben bewahre und behüte, und betet für eure gleichgültigen Brüder und Schwestern!
Amen. Quelle:http://www.glaubenswahrheit.org/predigten/themen/irrlehren_und_unglaube/20090329/ (http://www.glaubenswahrheit.org/predigten/themen/irrlehren_und_unglaube/20090329/)
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Es gibt ein ganzes Bündel von Gründen, weshalb sich die Menschen von Religionen im allgemeinen und von der katholischen Kirche im besonderen Abwenden.
Mir scheint die Unaufrichtigkeit dabei ein wesentlicher Punkt zu sein.
Die Kirche in Deutschland ist schutzlos und wehrlos. Ihre Proteste verhallen ungehört, ihre Richtigstellungen der Lügen und Verleumdungen werden nicht zur Kenntnis genommen. Uns schützt kein Gesetz, kein Gericht, keine Bundesprüfstelle für jugendgefährdendes Schrifttum. Die Folgen dieser Verhältnisse sind offensichtlich: Der Glaube ist keine Macht mehr im öffentlichen Leben.
Diese Aussage ist inhaltlich falsch!
Die Kirche ist keinesfalls schutz- oder wehrlos.
Das Konkordat von 1933 hat nach wie vor seine Gültigkeit und speziell die RKK profitiert davon. Jedes Jahr hat die Kirche ca. 20 MILLIARDEN Euro geldwerten Vorteil daraus.
Die Ausbildung und die Gehälter der (verbeamteten) Geistlichen werden vom Staats gezahlt. Ein Bischof verdient, je nach Rang zwischen 9.000 und 12.000 Euro.
Es gibt nach wie vor den § 166 StGB, den sog. Gotteslästerungsparagraphen.
Hier:
§ 166 Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen
(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.
Dieser Paragraph wird auch angewendet!
Die Kirchen haben priviligierten Zugang zu den Medien.
In den Rundfunkräten sitzen Kirchenvertreter, die erheblichen Einfluß haben, bis zur Absetzung bestimmter Sendungen. Gleichzeitig stehen denKirchen t ä g l i c h kostenfreie Sendezeiten in den Rundfunkanstalten zur Verfügung.
Im Ethikrat sitzen Vertreter sämtlicher Religionen, auch der katholischen und sie machen dort auch ihren Einfluß geltend - siehe das schnelle Gesetzgebungsverfahren zur Beschneidung von Jungen.
Es steht mir nicht an, diese Präsenz der Kirchen in der Öffentlichkeit in irgendeiner Form zu kommentieren.
Nur wenn man sich, wie hier geschehen beklagt, sollte man so ehrlich (zu sich selbst) sein und zu erkennen, dass der ganze Einfluß offenbar verpufft, weil es andere Gründe zu geben scheint, weshalb sich die Menschen von der Kirche abwenden.
Ich bezweifle, dass man darüber zu diskutieren bereit ist, genau so wie ich bezweifle, dass diese Meinung hier veröffentlicht wird.
Jesod
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Jesod
man sollte vielleicht zwischen reinen Gutmenschensendungen und der wahren kirchlichen Lehre unterscheiden. Natürlich verschafft sich die Kirche noch gehör aber meist in völlig belanglosen Themen. Wenn es dann um Weichenstellungen in der Politik geht kann der verbliebene Restverstand oftmals noch größeren Schaden abwenden.
Allerdings eine richtige Mission und Einflußnahme findet nicht mehr statt - bzw. ist in nahezu keinem Programminhalt vorhanden. Hier haben sich die abscheulichen freimaurerischen Lehren und von diesen Lehren ist das Kirchenvolk genauso verseucht nahezu total durchgesetzt.
Sonst würden wir hier andere Diskussionen führen.
- Exorzist anstelle von psychatrischer Behandlung
Wo in der Bibel wir dazu aufgerufen sich mit den Besessenen und das sind ja mittlerweile eine ganze Menge sich zu unterhalten und rechtfertigungen zu finden. Ohne das Sakrament der Beichte und Reue über die Sünden bleibt dieses Werk vollkommen wirkungslos. Der klassische Exorzismus und Messe , Rosenkranzgebet als wahrhaftige Heilmittel sind ausgeschlossen.
- Das Gesellschaftsbild
Nicht mal mehr wird hier erwogen ein streng christliches Gesellschaftsbild zu formulieren. Im Gegenteil die Förderung ist hier strikt auf rein antichristliche Inhalte ausgelegt. Nebst Totalpropaganda gegen das christliche Familienbild. Man sollte hier auch Spott wie Komiker dazu nehmen nicht nur politische Agitation ala unser Parteinsystem.
Während es in der Vergangenheit zumindest noch wirtschaftliche bzw. auf dem Arterhalt und Sitte angelegte Verfolgung der Unzucht und Perversion gab , ist diese heute zur Staatsdoktrin nahezu aller Partein erhoben worden.
Jesod , da man Ihre Beiträge ja schon desöftern , gespickt mit freimaurischen Gedankengut lesen konnte , hat man bei Ihnen schon den verdacht das Sie mit ihrer verharmlosungs und rechtfertigungstrategie nichts anderes als eine Neue WeltOrdnung und eine auf falsche Toleranz gegründete Kirche propagieren.
Vor falschen Propheten wie Ihnen warnt uns Jesus eindringlich im BuchderWahrheit und anderen Prophezeihungsquellen , auch wenn Sie sich Ihres Wirkens vielleicht nicht bewusst sind, so ist auch die Verwässerung der katholischen Lehre bereits der Weg auf dem Glaubensabfall.
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Ich kann natürlich nicht festlegen was eine „Gutmenschensendung“ und eine mit der „wahren kirchlichen Lehre“ ist.
Vielleicht ist selbst kirchentreuen Menschen nicht immer klar, was die Kirchen mit den kostenlosen Sendezeiten verkünden.
Da bin ich aber auch der falsche Ansprechpartner – vielleicht sollten Sie sich an die Kirchenredaktionen mit dem Wunsch nach Änderungen wenden.
Darüber ob eine Missionierung stattfindet, ist eine Frage, die die Kirche(n) nur selbst beantworten können.
Die Finanzierung solcher Aktivitäten durch die Allgemeinheit halte ich allerdings für problematisch.
Vor allem, sollte man, wenn man es schon tut, dann auch anderen, als christlichen Religionen, gleiche Rechte zugestehen – aber das lehnen Sie vermutlich auch ab.
Was die angeblichen freimaurerischen Lehren betrifft können wir das, mangels entsprechendem Wissen und Unterbindung durch die Moderation nicht diskutieren.
Sie tun diesem Staat Unrecht, wenn Sie behaupten, dass Unzucht und Unmoral Staatdoktrin sei.
Lesen Sie die Gesetze und verfolgen Sie die Rechtsprechung, dann erkennen Sie, dass sich die Vorstellungen der Menschen verändert haben.
Einen „Gottesstaat“ finden Sie z. B. in Saudi Arabien.
Auch wenn Sie vermutlich diese Religion ablehnen, sollten Sie sich das Prinzip dort anschauen und dann neu überlegen, ob Sie dieses Prinzip wirklich als Ideal für unseren Staat wünschen.
Ich habe, aus eigener Erfahrung, daran erhebliche Zweifel!
Jesod
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Ich tue diesen Staat sicherlich nicht damit Unrecht wenn ich diese Äußerungen proklammiere.
Das Argument , die Menschen haben sich geändert kann man hier nicht zählen lassen.
Denn der Mensch hat sich den ewig gültigen Geboten Gottes unterzuordnen welche durch die katholische Kirche , sofern man noch treu zur altbekannten Lehre steht verkündet werden, weshalb der Vergleich mit anderen Glaubensrichtungen hinkt.
Prinzipiell stimme ich Ihnen aber zu , das eine Förderung der Kirche abgeschafft werden sollte. Sowohl was die Kirchensteuer angeht als auch die Sendezeit - denn diese Einrichtungen bringen der Kirche mehr Schaden als Nutzen. Die Konzentration muß auf der Verkündung der unveränderlichen Glaubenslehre liegen , sowie dem Dienst am Menschen durch das Spenden der Sakramente und der Führung des Kirchenvolkes.
Jedoch möchte ich hier hinzufügen - das ich mich auch aus anderen Unternehmungen des Staates die ich für sinnlos halte heraushalten möchte. Daher keine Zwangsabgaben.
Ich bin für eine freie Wahl - nur diese freie Wahl wird dadurch eingeschränkt das man mich mit zugehörigkeit zu diesen Staat zur finanziellen Förderung antichristlicher und widersinniger Inhalte de facto zwingt. Die Kirche zwingt niemanden zur Mitgliedschaft - weshalb die Kirche auch hier eine Vorbildfunktion erfüllt - genauso wie Sie die freie Wahl zwischen Himmel und Hölle haben. Demut ist der Weg zu Himmel - Demut im Bezug auf Gott und die ewige Verkündung seiner Gebote und Lehren bzw. unveränderlichen Richtlinien.
Jesus möchte jeden retten - das ist sein Herzenswunsch - allerdings muß er die Wahl eines jeden akzeptieren der sich für die Hölle entscheidet. Und momentan entscheiden sich ganze Staaten und Staatengebilde und bald auch die offizielle katholische Amtskirche als Organisation unter dem falschen Propheten Franziskus für die Hölle.
Die wahre Kirche wird zwar nicht untergehen - letztenendes durch Jesu eingreifen den Sieg davontragen - bis dahin aber enorm verfolgt werden und dies wird durch alle diese vom Kern auf antichristlichen Gebilde und Ihren Anhang geschehen. Verzeihen sie mir also wenn ich mich nicht dieser Zwangsmitgliedschaft rühme. Ein Gottesstaat wäre da allemal besser - als ein Satansstaat auch wenn der Vergleich mit Saudi-Arabien hinkt.
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Vielleicht, Herr Franke, kennen Sie die Funktionen des Staates zu wenig, um zu solchen Feststellungen zu kommen?
Glauben Sie wirklich, dass die Menschen noch genau so sind, wie vor 2000 oder vielleicht nur vor 200 Jahren???
Wäre es so, könnten Sie recht haben.
Die Menschheit hat sich aber insofern verändert, als sich ihr Weltbild verändert hat – oder sehen Sie das anders?
Ist es nicht seltsam, dass das, was Sie für den katholischen Glauben beanspruchen auch von anderen Religionen beansprucht wird?
Das war bei manchen Religionen die VOR dem Christentum entstanden sind schon so - Ägypten, Babylon, ja selbst in Rom oder für was sind dort die Märtyrer gestorben?
In Assisi hat man dem Rechnung getragen.
Wäre es nicht schön, wenn niemand dem Anderen die Religion vorschreiben würde?
Die Förderung der Kirche erfolgt im Geringsten mit der Kirchensteuer, das sind für die RKK knappe 5 Milliarden, jährlich.
Die verbleibenden ca. 15 Milliarden könnten Sie dadurch abschaffen, wenn Sie sich für die Aufhebung des Konkordates einsetzen.
Das entspricht doch Ihrem Wunsch, oder habe ich Sie da falsch verstanden?
Woher wissen Sie, dass Papst Franziskus ein „falscher Prophet“ ist??
Nach den Dogmen der Kirche wurde er ordnungsgemäß gewählt und ist damit „oberste Jurisdiktion“ der RKK.
Papst Pius XII. hat auch nicht allen gefallen, oder Johannes XXIII., Paul VI., oder Johannes Paul II.!!
Wer bestimmt also, dass er ein falscher Prophet ist?
Sie waren noch nie selbst in so einem „Gottesstaat“??
Versuchen Sie einmal nach Saudi-Arabien, oder Malaysia eine Bibel einzuführen – lassen Sie sich überraschen!
In Deutschland können Sie problemlos jede Art von „heiligen Büchern“ einführen, verkaufen oder verschenken.
Niemand hindert Sie daran.
DAS ist Religionsfreiheit, jeder kann das glauben, was er für sich als richtig erkannt hat.
Den Staat geht meine Religion NICHTS an, der hat andere, wichtigere Aufgaben, als sich um mein Seelenheil zu kümmern.
Dafür bin ich selbst, ist jeder selbst, privat, verantwortlich.
Jesod
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Hallo liebe Forumsmitglieder !
Meiner Meinung nach ist der Hauptgrund warum das Christentum in den westlichen Industriestaaten auf dem Rückzug ist, der, das die Lehre unseres Herrn Jesus Christus UNMODERN geworden ist ! Er lehrt uns, das die Gottesliebe an erster Stelle stehen soll, gleich darauf soll die Nächstenliebe folgen. Er fordert uns dazu auf, uns selbst zu verleugnen, unser Kreuz aufzunehmen, und ihm nachzufolgen. Wie ist die natürliche Prägung der meisten Menschen? Egoistisch !!! Dann kommt heutzutage leider noch dazu, das unsere Geselschaft die Menschen dazu erzieht, zu geniessen, sich zu verwirklichen, zu konsumieren, zu besitzen, stolz und selbstgerecht zu sein etc..... und von diesen Einflüssen ist man hier ( in meinem Fall Deutschland ) seit frühester Kindheit umgeben, geprägt und folglich auch beeinflusst. Die Forderung Jesu an uns steht dem heutigen Zeitgeist direkt entgegen. Wir sollen uns selbst vergessen, uns aufopfern für andere, unsere persönlichen Wünsche hinter den Geboten Gottes stellen, falls wir überhaupt noch an Gott glauben. Ich war bis ich vor einigen Jahren wieder zum Glauben an Gott fand genauso ein Egoist, dann habe ich einige Jahre versucht beides miteinander zu vereinigen, das heißt meine egoistischen Wünsche zu befriedigen und Jesus nachzufolgen, man könnte auch sagen, ich war ein lauer Christ. Jetzt habe ich erkannt, das man nicht zwei Herren dienen kann, dem Mammon und dem Herrn. Ich weiß das mich ein schmaler steiniger Weg erwartet, aber ich werde versuchen ihn zu gehen, da ich erkannt habe, das es für mich keine Alternative zu unserem Herrn Jesus Christus und seiner Lehre gibt, und das ich ihn liebe und eines Tages bei ihm die Ewigkeit verbringen will. Für die vielen Menschen die verloren gehen tut es mir leid, wir sollten sie nicht verurteilen, oder auf sie herabsehen, sondern wir Christen sollten versuchen, möglichst viele unserer Geschwister vor der Verdammnis zu retten. Und das können wir am besten erreichen, indem wir durch unseren Lebenswandel ein Zeugnis für unseren Glauben ablegen.
Gelobt sei Jesus Christus !
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Hallo liebe Mitchristen
Wo hat es heute ein Feuerwerck gegeben zur Feier der Auferstehung des Herrn? Wo hat man in der Kirche oder Gesellschaft"Hurra"schreie gehört, lautes Jauchzen und Jubeln über den Sieg Christi über den Tod? Wie waren eure heutigen Eucharistiefeiern: routiniert? leblos?freudelos? langweilig? Ja gab der Papst selbst in Rom während der Ostermesse nicht einen verdriesslichen Eindruck, ohne jeglichen Gesichtsausdruck der Freude und des Sieges! Was sind wir für Jünger Christi geworden? Satt, fett, träge, Gewohnheitschristen, lau, trostlos usw....Mir kommt oft solch ein Fest wie heute wie eine Pflichterfüllung vor, sowohl der Kirche als auch der Gläubigen! Wird dieses Osterfest uns jetzt für das kommende Jahr im Glauben stärken, Mut machen, anregen, aus uns Verkünder machen? Oder geht alles weiter wie gehabt weil sich doch nichts ändert? Ich glaube der Niedergang der Religion liegt am Niedergang unseres lebendigen Glaubens an die Heilsbotschaft Christi so dass wir uns schon lange Ersatzgötter für unseren Gott erschaffen haben die uns mehr begeistern: Aktien, Börse, Urlaub, kaufen, erwerben, haben wollen, reich sein, Macht besitzen, und was der Kirche geschieht ist ihr eigenes Schicksal! Geht sie durch eine Krise weil einige Priester sich falsch benommen haben, ja dann drehe ich ihr den Rücken! Damit spare ich noch die Steuer! Es kommt uns nicht in den Sinn die Kirche zu verteidigen," weil sie zuviel Macht angehäuft hat", und zuviel Geld! Schaut mal die Finanzen in Köln! Erschreckend! Wenn eine Kirche so mächtig sein will, so denkt der einfache Bürger, dann muss sie korrekt sein sonst verlasse ich sie! Sie braucht mich ja eh nicht...und ich wende mich anderen Götzen zu: der Fussball wäre doch eine gute Ersatzsonntagsbeschäftigung, oder die Medien die mich ablenken, denn wo kann ich wirklich mit Freude zusammen mit anderen Christen meinen Glauben leben und feiern? In unseren trostlosen Gottesdiensten schon lange nicht mehr, wo nur alte Leute sind. Thema Jugend: wie will sie sich in einer Kirche wohlfühlen wo mann sich nicht äussern darf, weder physisch noch mündlich. Immer dieselbe Leier: und den Sinn versteht sie nicht da die Erwachsenen ihn entweder selbst nicht verstehen oder vermisst haben ihn fruchtbar zu vermitteln und weiterzugeben. Nicht mehr lange, dann ist unsere Kirche leer und alt, vergessen und verlassen da diejenigen die sie hüten sollten, nur an sich gedacht haben und den Stillstand geübt haben. Das Konzil ist verpufft: die falschen Früchte wurden geerntet, der wahre tiefe Sinn kam nie in die Provinz an. Somit tut jeder Priester wie es ihm gelingt um von Sonntag zu Sonntag über die Runden zu kommen in der Betreuung zuvieler Pfarren. Und dabei will keiner etwwas von seiner Macht abgeben um sich auf das Wesentliche, die Seelsorge, zu konzentrieren. Und damit wäre das Thema noch lange nicht erschöpft...