Forum ZDW
römisch-katholisch => Fragen und Themen zum katholischen Glauben => Thema gestartet von: Misericordia am 05. Januar 2014, 23:06:53
-
+J.M.J.
Ich möchte gern hier ein Beitrag erstellen, welches dienen soll,
mehr an das Weihwasser zu denken. Deshalb wäre ich erfreut wenn man hier
schreibt, für was alles das Weihwasser benutzt werden kann. Zeugnisse sind auch sehr Herzlich willkommen.
Alles zur Größeren Ehre GOTTES
GOTTES und Mariens Segen +++++
-
Gebrauche oft geweihtes Wasser!
Ein Trost für die Armen Seelen
-
Wenn man mit Weihwasser entweder sich, eine gegenwärtige oder abwesende Person besprengt, so steigt gleichsam von neuem das Gebet der Kirche zum Himmel und zieht Gnaden auf jene Personen herab, die mit geweihtem Wasser besprengt werden. Das Weihwasser verscheucht die Gewalt der bösen Geister. Die oben genannten Wirkungen treten auch ein, wenn man den Armen Seelen das Weihwasser spendet. Es ist eine wirkliche Hilfsquelle für die Armen Seelen.
-
Täglich sind wir Seelengefahren ausgesetzt und brauchen Gnade und Hilfe. Eines der leichtesten und wirksamsten Mittel, die Angriffe des bösen Feindes erfolgreich zurückzuschlagen, ist der andächtige, öftere Gebrauch des Weihwassers. Wenn wir dieses mit gläubigem Herzen nehmen, sendet uns der Erlöser Hilfe, Trost und Kraft, um das Gute zu tun und das Böse meiden zu können.
-
Vergelt's GOTT liebe Tina! Es freut mich das als erstes die Heiligen Seelen dran kamen. Wie immer sehr wertvoll!
-
Weihwasser ist ein Segenszeichen. In der katholischen Kirche, den orthodoxen Kirchen und der anglikanischen Kirche dient es zur Tauferinnerung und Segnung. Weihwasser ist Wasser, über das vom Priester ein Segensgebet gesprochen wurde. Vor der Liturgiereform wurde dem Wasser bei der Weihe Salz und Chrisam hinzugefügt, heute kann ihm Salz hinzugefügt werden. Weihwasser gehört zu den Sakramentalien (heilswirksamen Zeichen) der Kirche.
Der Gebrauch des Besprengens mit Weihwasser hat seine Ursprünge im Brauchtum der antiken Lustration. Im Segensgebet des alten Rituale Romanum heißt es, durch den Gebrauch von Weihwasser werde „jede Feindseligkeit des unreinen Geistes gebannt, der Schrecken der giftigen Schlange verjagt und der hilfreiche Beistand des Heiligen Geistes“ herbeigerufen.
Die symbolische Bedeutung des Weihwassers ist die des Wassers überhaupt: Leben, Reinigung, Gefährdung und Rettung. Durch das Segensgebet werden diese Bedeutungen mit dem Durchzug des Volkes Israel durch das Rote Meer (Exodus) und der Taufe Jesu Christi im Jordan verknüpft. So dient das Nehmen von Weihwasser mit dem Kreuzzeichen dem Gläubigen beim Eintritt in die Kirche dem Gedächtnis der eigenen Taufe.
Weihwasser befindet sich in den Weihwasserbecken am Eingang jeder katholischen Kirche, manchmal auch in Privaträumen und auf den Gräbern der katholischen Gläubigen. Die Gläubigen tauchen beim Betreten und Verlassen der Kirche kurz die Hand in das Becken, bezeichnen sich mit dem Kreuzzeichen und sprechen dazu leise die Taufformel (Mt 28,19 EU): Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
-
Bei der Tauferneuerung in der Heiligen Messe, bei der Segnung von religiösen Zeichen und Devotionalien, Gegenständen, Gebäuden und Orten (siehe Benediktionale) und der kirchlichen Begräbnisfeier wird Weihwasser verwendet und vom Priester oder Diakon mit einem Aspergill versprengt. Dabei geht ein Ministrant als Weihwasserträger mit, der Weihwasserkessel und Aspergill bereithält.
Weihwasser kann von den Gläubigen mit nach Hause genommen und dort das Jahr über in Weihwasserbecken in den einzelnen Räumen bereitgehalten werden; in Süddeutschland finden sich solche Weihwasserbehältnisse auch auf Gräbern. Das Sich-Bekreuzigen mit Osterwasser und das Besprengen der Gräber ist eine Segnungsgeste. In einigen monastischen Orden ist es Brauch, dass der oder die Obere die Gemeinschaft nach der Komplet mit Weihwasser besprengt. Das in der Feier der Osternacht in einem eigenen Ritus geweihte Taufwasser nennt man auch „Osterwasser“.
Über den liturgischen Zusammenhang hinaus gab es auch Wasserbrauchtum zu Ostern: man schöpfte Quellwasser und wusch oder bespritzte sich damit. Auch dieses Wasser wurde „Osterwasser“ genannt.
-
Weihwasser und Taufe
Beim Kreuzzeichen mit Weihwasser erneuern wir unser Taufversprechen, sozusagen eine Taufe im Kleinen. Es ist einerseits Symbol unserer Bitte, dass Gott uns rein machen möge, und andererseits unser fester Entschluss, "Ägypten" hinter uns zu lassen und aufzubrechen ins Land Gottes, in ein entschiedenes Christsein.