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römisch-katholisch => Gebote / Beichte / Sünden => Thema gestartet von: Admin am 06. Juli 2014, 08:04:22

Titel: Nützliche Lehre von der bis an das Lebensende verschobenen Buße
Beitrag von: Admin am 06. Juli 2014, 08:04:22
Nützliche Lehre von der bis an das Lebensende verschobenen Buße


Darf sich der Sünder darauf erlassen, dass er sich am Ende des Lebens bekehren werde?

Durchaus nicht; denn das hieße auf Gottes Barmherzigkeit sündigen, und wäre eine der Sünden wider den Heiligen Geist, die weder in dieser, noch in der anderen Welt nachgelassen werden (Matth. 12,31).

Gott, sagt der heil. Augustinus, straft auch solche Sünder gewöhnlich, dass sie schließlich ihrer selbst vergessen, weil sie, da sie noch bei guter Gesundheit waren, Gott vergessen haben. Ja, Gott selbst sagt (Jer. 2,27.28): „Sie wenden mir den Rücken zu, und nicht das Angesicht. Aber zur Zeit ihrer Trübsal sprechen sie; Steh auf und rette uns! Aber ich werde zu ihnen sagen: Wo sind eure Götter, die ihr euch gemacht? Lasset sie aufstehen und euch retten in der Zeit euer Trübsal!“

Und wenn man auch ein tröstliches Beispiel an der späten Bekehrung an dem bußfertigen Schächer hat; so ist dieses wie der hl. Augustinus bemerkt, doch nur eines, damit kein Sünder verzweifle: es ist aber auch das einzige; damit kein Sünder die Buße aus Vermessenheit verschiebe.

Was soll man von denen hoffen, die sich erst am Lebensende bekehren?

Alles Gute, vorausgesetzt, dass sie sich auch wirklich wahrhaft bekehren. Dies ist aber etwas Seltenes.

Aus Hunderttausenden, deren Leben gottlos war, schreibt der heilige Hieronymus, wird kaum ein Einziger im Tode wahrhaft bekehrt werden, und die Verzeihung seiner Sünden erlangen; und der heilige Vincenz Ferrer sagt, es sei ein größeres Wunder, wenn einer, der übel gelebt habe, gut sterbe, als wenn ein Toter erweckt werde.

Man darf sich auch nicht darüber wundern; denn die Buße am Lebensende ist gewöhnlich nur eine erzwungene Buße. Der Sünder verlässt nicht seine Sünden ,sondern seine Sünden verlassen ihn (Anmerk.: Soll heißen, weil der Sünder aus Kraftmangel nicht mehr sündigen kann). Und er würde gewiss nicht den Vorsatz der Besserung fassen, wenn ihn die Todesangst nicht dazu triebe, wie er auch nicht zu sündigen aufhören würde, wenn er nicht zu leben aufhören müsste. Was soll man von einer solchen Buße hoffen?

Das oben im Zitat aus einem Goffine Gesagte findet man in allen alten Büchern. Kein Kirchenlehrer hat etwas anderes gesagt. Besonders anschaulich wird in der Predigt des heiligen Kirchenlehrers Alphons Maria von Liguori „Tod eines Weltmenschen“ erklärt, warum es fast unmöglich ist, sich kurz vor dem Tod noch zu bekehren.

Das Hauptproblem ist nämlich die Reue, die der Sterbende erwecken muss, denn übernatürliche (!) Reue über seine Sünden ist die Vorbedingung für das Bußsakrament, um wieder in den Stand der heiligmachenden Gnade zu kommen und auch das Sakrament der letzten Ölung wird würdig nur im Stand der heiligmachenden Gnade empfangen.

Wenn man sich aber im Leben mehr um das Weltliche als um Gott gekümmert hat, kann man auch am Lebensende schwerlich an ihn denken, bzw. seine Sünden übernatürlich bereuen. Übernatürlich bereut man Sünden, wenn man sie verabscheut, weil sie Gott beleidigt haben.


Der hl. Alphons schildert in „Tod eines Weltmenschen“ auch einen Fall, in dem ein Sterbenskranker, der vom herbeigerufenen Priester bei der Beichte vor der letzten Ölung aufgefordert wurde, Reue zu erwecken, erwiderte:

„Ach Herr Pfarrer sprechen sie mir doch nicht von so hohen Dingen, ich weiß gar nicht was sie meinen.“
Titel: Antw:Nützliche Lehre von der bis an das Lebensende verschobenen Buße
Beitrag von: vianney am 06. Juli 2014, 12:07:41
 kz12)
Liebe Mitchristen

Ist die Barmherzigkeit Gottes nicht grösser als die Sturheit der Sünder und ihre Schwierigkeiten sich am Ende des Lebens noch zu bekehren?  Wird Gott aus Liebe zu seinem Geschöpf ihn in diesen schwierigen Stunden nicht mit seinen Gnaden überhäufen wenn er eine Regung der Reue und der Bekehrung in seinem Kinde sieht. Werden die Schutzengel nicht machtvoll diesen Keim von Umkehr und Bekehrung in der Seele, auch nach lasterhaftem Leben und gottlosen Getue, schützen damit sie gerettet werde? Wird die Mutter aller Menschen, Maria, nicht Gott um Barmherzigkeit für diese arme Kreatur bitten und flehen?

Alles andere würde mich überraschen, enttäuschen und stutzig machen ob der Verheissungen des barmherzigen Jesus an Schwester Faustina! Auch wenn die Umkehr eher aus Gottesfurcht als aus Gottesliebe geschieht, so ist sie aber eine Absage dem Bösen und seinem Werke und Gottes Erbarmen würdig: wozu hätte Gott denn sonst aus der überreichen Fülle der Verdienste der Leiden Christi , als barmherziger Retter und Vater, das Fegefeuer erschaffen. Es bestand nicht vor Christi Tod, dafür gab es die Vorhölle!

Ich glaube fest dass jeder gerettet werden kann , auch wenn seine Bekehrung in letzter Minute kommt und seine Reue unvollkommen ist weil ungeübt! Deshalb sollten die letzten Priester die wir noch haben desto mehr von der Sünde und Busse predigen, vom Sühnen, von dem Busswert barmherziger Taten, von der Macht der Beichte, von den letzten Dingen überhaupt! Es sollte auch mehr vom Neuanfang in einer Seele bei der Ausübung des Barmherzigkeitssonntags gesprochen werden, der vielerorts bei uns noch nicht eingeführt wurde obschon durch ihn die Seele wieder wie im Stande der Reinheit nach der Taufe sein würde!Ich vertraue fest auf den barmherzigen Jesus und seinen Verheissungen...

In Caritas dei

Dominique

Titel: Antw:Nützliche Lehre von der bis an das Lebensende verschobenen Buße
Beitrag von: wilhelmina am 06. Juli 2014, 12:59:57
Botschaft Jesu an Luisa Piccarretta .....

...hebt sich hier ein letzter Akt der Heilsgeschichte......
Nach Elend und Martyrium der " Gotteskinder" kommt es
jetzt zur Ausschüttung " ...göttlichen Tun's " ?

Den Zustand von Adam und Eva " ... Im göttlichen Willen "
leben, schon hier " erfahren" ?

- Taufe
- Firmung
- neu geboren ( Erneuerung der Taufe und Firmung )
- Buße und Reue
- von Jesus verwandeln lassen
- christliches Leben führen
- von den Sakramenten zehren ( Eucharistie )
- göttliche und kirchliche Gesetze befolgen
- auf den Weg der Glückseligkeit

und jetzt ? - im göttlichen Willen wandeln ? - solch ein
Geschenk, jetzt schon , " geistig " so sein wie im Himmel...?

Im heutigen " Anstoß von Admin " dürfen wir nicht bewußt
die Barmherzigkeit " berechnet " einsetzen, um unser
Seelenheil auf das Lebensende zu verlagern....

Es braucht ein ganzes Leben, mindestens die Jahre des Herrn
um zu Reifen.....
Zu späte Reue und Umkehr, lassen die Bekehrung im Sande
verlaufen. Wir erreichen nur die Pforte des Himmels, nicht aber
alle Glückseligkeit, die Möglich wäre - so als letzte Stufe, als Träger
des göttlichen Willen, hier auf Erden.....( so die Botschaft ...)

...sehnsüchtig erwartet, wird die " frühe Bekehrung ", aus freien Willen
und Gottergebenheit, zum Gefäß und Tatkraft göttlichen Willens....

... der göttliche Wille kann nur " tatkräftig " für alle Ewigkeit und
aller Herrlichkeit von uns Menschen , auf Erden umgesetzt werden..
Im Himmel beschränkt sich unser Tun nur noch indirekt, durch
Verherrlichung Gottes und Unterstützung der " heranwachsenden "
Gerechten......







Titel: Antw:Nützliche Lehre von der bis an das Lebensende verschobenen Buße
Beitrag von: Logos am 08. Juli 2014, 01:05:31
@ Dominique

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, nur widerspricht das m.E. nicht den Verheissungen von JESUS an Schwester Faustyna. Nicht umsonst hat ER sie doch immer wieder aufgefordert, für die (sterbenden) Sünder zu beten.
Eine Regung von Reue - okay, aber was wird bereut: die Taten an sich, dass man GOTT beleidigt hatte oder dass man so gelebt hat, dass man dadurch (ewige) Strafe verdient. Genügt IHM diese Art von Reue?  Wir wissen es nicht.
Hängt wohl auch davon ab, ob derjenige selber in seinem Leben barmherzig war - dies ist aus dem Tagebuch der Schwester Faustyna zu entnehmen.

Statt darüber zu spekulieren, lasst uns lieber mehr für die verstockten Sünder beten!  ;ghjghg

Titel: Antw:Nützliche Lehre von der bis an das Lebensende verschobenen Buße
Beitrag von: Logos am 08. Juli 2014, 01:13:56
@wilhelmina:

Kann man das mit der zu späten Reue usw. online nachlesen? Wobei ich sagen muss, das was ich bzgl. L. Piccarretta gelesen habe, kommt mir recht suspekt vor vor. Es handelt sich anscheinend um eine neue Offenbarung!
Titel: Antw:Nützliche Lehre von der bis an das Lebensende verschobenen Buße
Beitrag von: wilhelmina am 08. Juli 2014, 08:02:57
Guten Morgen - LOGOS ,

..... Im www wurden die Seiten über L.P. neu überarbeitet
mit einer Menge an Informationen......
mache mir gerade selbst ein Bild über die Wahrheit.....
anscheinend 10 Jahre auf " Herz und ...." wie man so schön sagt
von Father Joseph L. Iannuzzi - überprüft und vom Vatikan-Uni
bewertet.....( Doktorarbeit )

Hier der Link : http://luisapiccarreta.de/die-lehren.html (http://luisapiccarreta.de/die-lehren.html)