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Allgemeine Diskussionen => Allgemeine Diskussionen => Thema gestartet von: walter420 am 25. September 2014, 11:55:27
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Immer wieder wird von der christlichen Nächstenliebe gepredigt. Speziell an einem Karfreitag, wo man ja ein besonderes Opfer bringen soll, wollte ich das einmal tun, wurde aber bitter enttäuscht.
Knapp vor 15 Uhr kam ich bei der Kirche an, um an der Leidensmesse teilzunehmen. Im Park vor der Kirche stand ein Bettler, der ziemlich armselig aussah. Ich dachte sofort an den Satz von Jesus: Was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Vielleicht verbirgt sich ja Jesus jetzt in diesem Bettler. Noch dazu gerade am Karfreitag. Ich ging zu ihm hin und gab ihm 20 Euro. Dann ging ich zur Leidensmesse.
Nachdem die Messe aus war, musste ich erneut durch den Park. Nun sah ich den Bettler wieder, diesmal aber nicht allein, sondern mit anderen Kumpanen und viel Alkohol. Bier Wein und Schnaps.
Ich wollte am Karfreitag christliche Nächstenliebe üben, hatte aber, ohne es zu wollen, eine Alkoholparty gefördert.
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Diese Situation hatte ich auch schon öfters. Leider erlebe ich sie oft.
Dein Werk ist vor gut sicher gut , denn das Geld so zu verwenden ist die Entscheidung des anderen. Du hast es ja nicht bewusst gefördert.
Nächstenliebe wird oft falsch verstanden - am wichtigsten ist das Seelenheil des Nächsten - materielle Belange stehen dort hintenan.
Du hättest z.b auch 10 Minuten mit diesen Mann reden können oder falls du das nicht so kannst einen Rosenkranz für Ihn beten.
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;xdysaa
Hallo
@ der francke: du hast vielleicht recht aber ich sehe die Nächstenliebe gleichwertig als praktische Hilfe wie seelische Hilfe an. Ich stütze mich dazu auf die Parabel des guten Samariters, die Jesus erzâhlte, und wo es um die Nächstenliebe geht! Da hat der Samariter aber nicht für das Seelenheil gebetet sondern fürsorglich die Wunden des geschlagenen Mannes gepflegt und ihn in ein Hospiz gebracht. Die aber die für ihn hätten beten kônnen sind an ihm vorbeigelaufen!
@walter
ich habe auch schon öfters erlebt dass diejenigen denen ich Geld spendete es für etwas anderes benutzten als ich es mir ausgedacht hatte! Aber jeder ist frei zu tun was er will, ob es ihm schadet oder nicht. Worauf es ankommt ist dass du tatsächlich in ihm Jesus gesehen hast und im Herzen gerührt, ihm etwas Hilfe angeboten hast. Es kommt auf deine Tat an, nicht auf das was danach geschieht. Was meinst du denn geschieht mit unseren Spenden an die hungernde Welt: die kommt auch nie ganz an oder?
Es geht Jesus darum dass wir aus der Liebe zu Gott den Nächsten in unserer Umgebung lieben und zu Hilfe kommen, sei es mit Tat oder mit Gebet, darûber werde ich nicht urteilen. Das steht mir nicht zu...
iCD
Dominique
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Seelenheil geht zwar vor, aber auch das Materielle ist wichtig, insofern es uns möglich ist, dies zu leisten. Die Bergpredigt sagt es unmißverständlich: durstig, hungrig, im Gefängnis usw.
Und wie schon oben geschrieben wurde, was der Empfänger mit dem Almosen tut, liegt nicht in unserer Verantwortung. Genauso wenig, wie wir es nicht zu verantworten haben, wie jemand auf die Gnade antwortet, die GOTT ihm auf unser Gebet hin schenkt.
Wir müssen es einfach nur tun - sowohl das eine als auch das andere.