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römisch-katholisch => Fegefeuer Arme Seelen => Thema gestartet von: Admin am 09. Mai 2011, 15:53:52
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Auszüge aus dem Buch „Trost der Armen Seelen“ v. Pfarrer Joseph Ackermann. 1846
Beispiele, wie schnell das Gebet für die Verstorbenen erhört wird.
In der Chronik der minderen Brüder liest man folgendes: P. Konrad von Offida aus diesem Orden erwachte einst betend vor einem Altar in der Kirche und sah dort einen Bruder seines Klosters, der kurze Zeit vorher gestorben war. Dieser klagte ihm dann, daß er da ein schmerzliches Fegfeuer leide, und bat ihn dringend um sein Gebet, das viel vor Gott vermöge. Er betete daher sogleich inbrünstig das Vater unser für ihn und setzte den Vers: Herr gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen, hinzu.
Darauf sagte der Bruder zu ihm: “O Vater, wenn du wüßtest, welch eine große Erleichterung meiner Pein
ich durch dein kurzes Gebet empfinde, deine große Liebe würde dich bewegen, es noch einmal für mich zu verrichten." Er tat es, und da der Verstorbene wieder eine gleiche Linderung der Schmerzen empfand, sagte er noch einmal bittend zu ihm: "Ach Vater, um Gottes Barmherzigkeit willen fahre, bitte, in diesem so wertvollen Gebet, das mein Leiden in Trost umwandelt, fort!" Der Diener Gottes setzte darauf dieses Gebet ununterbrochen fort, wodurch nach und nach die Traurigkeit des Verstorbenen in Freude, seine bleiche Farbe in Glanz und sein aschenfarbiges Kleid in ein schneeweißes umgewandelt wurde; und nachdem es jener hundertmal gebetet hatte, stand die Seele desselben voll Freude ganz glorreich vor ihm, dankte ihm unaussprechlich für ihre schnelle Erlösung und fuhr dann jubelnd zum Himmel. Ein ähnliches Beispiel liest man in der gleichen Chronik von einem P. Stephan, der mit gleichem Erfolg vielmal nacheinander den Psalm: "Aus der Tiefe rufe ich zu Dir" für eine ihm erschienene Seele gebetet hatte.
Die guten Werke für die Verstorbenen haben vor Gott einen großen Wert.
Der berühmte Geisteslehrer Ludwig Blosius schreibt hierüber folgendes: "Der gütige und liebreiche Herr liebt die Seelen seiner Auserwählten, die nach dem Tod des Leibes noch gereinigt werden müssen, so sehr und verlangt ihre Erlösung so inbrünstig, daß, wenn wir aus christlicher Liebe für sie eifrig beten und das anbetungswürdige heilige Sakrament des Altares, oder die Verdienste Jesu Christi aufopfern, oder den Psalmengesang oder was immer für ein heilsames Werk verrichten und Gott für sie zum Opfer darbringen, es ihm nicht weniger angenehm ist, als wenn wir unseren Herrn selbst, wenn er in einem Kerker eingeschlossen wäre, mit unseren Tröstungen aufrichten oder durch unsere Hilfe zu befreien suchten; denn er selbst hat gesagt: Wahrlich, sage ich euch, was ihr einem diesem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." (Matth. 25, 40.)
Man liest auch bei dem hl. Dionysius, dem Karthäuser, daß der göttliche Heiland einst zur hl. Gertrud sagte: "So oft sie eine Seele aus dem Fegfeuer erlöse, sei dies dem Herrn so angenehm, als wenn sie ihn selbst aus einem Kerker befreite, und es werde ihr der gebührende Lohn für diese Wohltat gemäß seiner allmächtigen Güte zur erwünschten Zeit nicht ausbleiben." Der hl. Kirchenlehrer Thomas von Aquin lehrt sogar, daß Gott die guten Werke für die Verstorbenen wohlgefälliger seien, als für die Lebendigen, weil jene sie mehr bedürfen und nicht, wie diese, sich selbst Hilfe verschaffen können. Schließlich sagt schon der hl. Erzbischof und Kirchenlehrer Ambrosius in seinem Buch über die Pflichten der Geistlichen: "Alles, was für die Verstorbenen in einer frommen Absicht getan wird, wird in unser eigenes Verdienst umgewandelt, und wir erhalten es wieder hundertfach vermehrt nach dem Tod."
Weiterlesen unter:
http://kath-zdw.ch/maria/fegefeuer.und.trost.armeseelen.html (http://kath-zdw.ch/maria/fegefeuer.und.trost.armeseelen.html)
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Ein Mann hatte die schöne Gewohnheit, in seinem Leben oft folgendes Gebet zu verrichten: "Himmlischer Vater, ich opfere Dir durch die reinsten Hände der unbefleckten Jungfrau Maria das kostbare Blut Deines göttlichen Sohnes auf und bitte Dich inständig, verhüte in dieser Stunde irgendwo auf Erden eine Todsünde, und sei den Armen Seelen gnädig und barmherzig!"
Ich kenne folgendes ähnliche Gebet:
Ewiger Vater, durch das Unbefleckte Herz Mariens opfere ich Dir Jesus,
Deinen vielgeliebten Sohn auf. Durch sein bitteres Leiden, seinen Kostbares
Blut und seinen Tod am Kreuz bitte ich: bekehre die Sünder, rette die Ster-
benden, erlöse die Armen Seelen aus dem Fegefeuer. Heilige die Priester,
die Ordensleute und die Familien. Darum bitten wir Dich durch unseren
Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der
Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Marcel
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Herr, lass Dein Blut und Deine Pein,
zu Ehren Deiner heiligen 5 Wunden,
durch die Hände Mariens,
den Armen Seelen im Fegfeuer
zum Segen sein.
Man kann dieses Gebet auch für eine bestimmte Arme Seele
oder auch für lebende Personen, beten.
von + Pfr. Franz Grimm
Gesegneten Tag wünscht kleineMaria