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römisch-katholisch => Priestertum / Klerus / Vatikan (Hl. Vater) => Thema gestartet von: Botschafter am 17. Juni 2011, 08:03:10

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Beitrag von: Botschafter am 17. Juni 2011, 08:03:10
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Titel: Re:Stolzes professorales Dozieren
Beitrag von: sceptic am 17. Juni 2011, 12:13:32
" Bevor diese innigen Anhänger von Mir nicht in Meinen Augen klein werden ", nun, um mal mit der Sünde des Stolzes einherzuschreiten, muß ich anmerken, daß es mich wundert, daß der HERR den Dativ nutzt, wo der Genetiv angemessen wäre. Wer weiß, ob dies einer Übersetzung oder der Qualität der Botschaft geschuldet ist. Aber einerlei.

Das Problem ist doch, daß es gerade Aufgabe der Theologen, also gerade der Priester (und vergessen wir nicht, daß unser Papst Professor für Theologie ist) ist, die heilige Schrift auszulegen und sich auch über viele Dinge Gedanken zu machen, die eben nicht 1:1 darin enthalten sind.
Der innige Glaube allein hätte nie zu dem Dogmenkonstrukt geführt, daß dem Gläubigen die Leitlinien vorgibt. Von daher ist die Gelehrheit letztlich doch notwendig, zumal nach Abschluss der Offenbarung mit dem NT der Lehrmeister die Schüler ins Leben entlassen hat und sie nun die Anpassung der Lehre selbst vornehmen müssen, in der Hoffnung, durch Leitung des heiligen Geistes auf dem richtigen Weg zu sein.
Wenn dann hier und da mal mit "Intellektualität" über das Ziel hinausgeschossen wird, ist es nur menschlich und der Sünder wird auf Vergebung hoffen dürfen.
Titel: Unter deutschen Priestern zu viele 'professionelle Jammer-Theologen'
Beitrag von: kleineMaria am 30. September 2011, 16:00:14
Prälat Imkamp übt Kritik am deutschen Bundespräsidenten und deutschen Priestern und erwartet sich vom Papst ein Nachwort, falls "Verantwortungsträger" der katholischen Kirche in Deutschland die "magistralen Lektionen" nicht verstanden haben sollten

München (kath.net)
Prälat Wilhelm Imkamp, der Leiter des bekannten deutschen Wallfahrtsortes Maria Vesperbild und Berater des Vatikans, hat jetzt scharfe Kritik an Bundespräsident Christian Wulff und seine Begrüßungrede beim Empfang von Papst Benedikt XVI. geübt. Wörtlich sagte Imkamp gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus: "Wenn der katholische Christ Wulff sein politisches Amt und dessen Möglichkeiten dazu benutzt, seine persönlichen Probleme mit und in der Kirche zu thematisieren, könnte man durchaus von einer gewissen Grenzüberschreitung sprechen."

Der geschiedene und wiederverheiratete Bundespräsident hatte in seiner Begrüßungsrede gesagt, dass er sich die Frage stelle, wie barmherzig die katholische Kirche mit den Brüchen in den Lebensgeschichten von Menschen umgehe. Imkamp meint dazu, dass es in jeder Lebensgeschichte Brüche gebe. "Sünde und Schuld müssen vergeben und nicht wegdiskutiert werden“, betont der Wallfahrtsleiter.

Imkamp übt in dem Interview dann auch deutliche Kritik an deutschen Priestern, da es hier es hier "viel zu viele professionelle Jammer-Theologen" gäbe, die im Ganzen gesehen zu wenig Glaubensfreude verbreiten. Der Prälat verwies auch auf die Forderung des Papstes nach unbedingter Rom-Treue. Wenn diese nicht Rom-treu sei, „dann wird sie zu einem Krankheitserreger mit hohem Ansteckungspotenzial für die Universalkirche“.

Imkamp erwarte sich auch vom Papst ein deutliches Nachwort zu dessen Deutschland-Reise, falls sich herausstellen sollte, dass "Verantwortungsträger und Multiplikatoren" der katholischen Kirche in Deutschland die "magistralen Lektionen des Heiligen Vaters" nicht verstanden haben sollten. Dann werde wohl Nachhilfe notwendig sein. "Die Form dieser Nachhilfe hängt vom Grad der Unverständnisses ab.“, betont der Prälat, der den Vatikanischen Rat für die Heilig- und Seligsprechung sowie die Gottesdienstkongregation berät und Wallfahrtsdirektor von „Maria Vesperbild“ ist.http://www.kath.net/detail.php?id=33328 (http://www.kath.net/detail.php?id=33328)