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Allgemeine Diskussionen => Allgemeine Diskussionen => Thema gestartet von: walter420 am 22. Juni 2018, 12:23:22

Titel: Freitagsopfer
Beitrag von: walter420 am 22. Juni 2018, 12:23:22
Dieses gilt ja prinzipiell an jedem Freitag, außer bei Feiertagen oder Hochfesten. Doch was sind jetzt die Kriterien?

Ich beziehe mich speziell auf 2 Freitage des heurigen Jahres. Der eine kommt schon bald, bis zum anderen haben wir noch ein paar Monate.
Der erste ist am 29. Juni. Das ist kein gesetzlich arbeitsfreier Feiertag, wird aber in der katholischen Kirche mit Peter und Paul als Hochfest begangen.
Der zweite ist am 26. Oktober. Da ich in Österreich lebe, ist das unser Nationalfeiertag. Also ein staatlicher Feiertag der mit der Kirche nichts zu tun hat und auch nicht geboten ist.
In der Regel ist da nicht mal eine Heilige Messe, aber gesetzlich ist er ein Feiertag.
Titel: Re: Freitagsopfer
Beitrag von: DerFranke am 24. Juni 2018, 20:44:38
Grüß Gott Walter,

ich habe mir vor einigen Monaten genau die gleiche Frage gestellt, aber in abgewandelter Form bezüglich des Messbesuches.
Ich habe dann erfahren das ich nur an den gebotenen Feiertagen die heilige Messe besuchen muß, diese sind in Deutschland sehr wenig.
Was ein gebotener Feiertag bei dir ist - das legt dein Bischof fest.  Du musst also bei deinem Bistum nachschauen, ich hab dies auf Wikipedia erledigt.

Staatliche Feiertage sagte mir mein Priester - ein Schüler unseres Papstes Benedikt dem XVI- würden nicht für die katholische Kirche zählen, du musst dort also nicht die Messe besuchen und wärst dementsprechend aber auch nicht vom Freitagsopfer befreit. Genauso müsste sich dies mit dem Hochfest Peter & Paul  verhalten - wenn es in deinem Bistum kein gebotener Feiertag ist.

Ich habe mich dann kurzerhand entschlossen - motiviert aus den Ermahnungen Gottes welche ich auf dieser Website gelesen habe wo er sich über den Modernismus beklagte  aber auch darüber wie sehr die Buße vernachlässigt wird das ich trotzdem an diesen Tagen die Heilige Messe besuche und auch das Freitagsopfer einhalte.

Ich mache dies aus dem Grund heraus da wir im Mittelalter bis zu 1/3 des Jahres  Sonn & Feiertage hatten - aber auch viele  Fast und/oder Abstinenztage als die Welt noch in Ordnung war.
Titel: Re: Freitagsopfer
Beitrag von: walter420 am 25. Juni 2018, 10:08:55
Lieber Franke!
Danke für die Antwort. Habe aber jetzt noch eine ernstzunehmende Frage. Wie ist das bei jenen - und zu denen gehöre ich nämlich - die sich aus Fleisch gar nichts machen und denen Fisch eh viel besser schmeckt? Als Kind sagte ich immer Aschermittwoch und Karfreitag sind meine Lieblingstage, da muss ich wenigstens kein fettes Fleisch essen. Aber eigentlich müsste ich mir ja dann an diesen Tagen ein anderes Opfer suchen, wenn es für mich gar kein Opfer ist, kein Fleisch zu essen.
Titel: Re: Freitagsopfer
Beitrag von: DerFranke am 26. Juni 2018, 10:27:08
Ich denke das ist abhängig von deinem eigenen Bußwillen.
Verpflichtet bist du dazu nicht.

Aber es ist grundsätzlich eine gute Idee an diesen Tagen mit Wasser und Brot zu fasten.
Dazu ruft die Mutter Gottes von Medjugorie ohnehin auf , genauso wie es die Novene der Erlösung vom Buchderwahrheit macht.

Ich habe mir selbst folgendes Ziel gesteckt an Freitagen auch keine anderen dem Gaumen schmeichelnden Speisen zu mir zu nehmen.
Also keine Süßigkeiten/Kuchen  , Kein Bier oder eben auch wohlschmeckende Fischgerichte.  Denn ich liebe meinerseits Fisch auch.
Und versuche so auch dem modernen Konsum zu entkommen. Ich sehe hier Papst Benedikt mit seiner Rede von der Entweltlichung als Vorbild an.  Ich stamme aus einer ehemaligen Bauernfamilie und versuche daher viel Kartoffeln und andere Produkte in den Speiseplan einzubauen. Da wir früher in der Familie eine feste Speisenordnung hatten.

Mo: Kartoffelsuppe - ansonsten Brot
Di:  Fleisch & Kartoffeln
Mi:  Nudeln & Eier
Do:  Fleisch und Kartoffeln
Fr:  Kartoffelsuppe - ansonsten Brot
Sa:  Suppe und Fleisch
So: Braten

Ich denke diese Speisenordnung ist bei vielen verloren gegangen - ich versuche diese unter den hartnäckigen Widerstand meiner Familie zu reaktivieren.  Ich musste mich dazu auch vom dem Priester belehren lassen - Pfarrer Weiss - welche diese Website mit betreut das ich an fremden Tische das essen soll was mir vorgesetzt wird - denn an fremden Tisch bin ich von all diesen Sachen befreit und es ist auch meine Aufgabe den Gastgeber nicht zu beleidigen - da ich da immer gewisse Gewissensnöte hatte.

Wenn du der Meinung bist du hast die Buße nötig ( die hat eigentlich heute jeder nötig ) oder du kannst für andere ein Opfer bringen
dann mach dir selbst ruhig eine strenge eigene Ordnung.  Am besten schreibst du dir mal die Fastenordnung raus - schaust dir die Fastenordnung im Mittelalter an  und kannst diese durch eigene Regeln ergänzen um Gott dadurch ein Opfer zu bringen.
Ich nutze dazu ein Buch - da ich sehr vergesslich bin. Wenn du soetwas vorhast - schreib dir auch den Motivationsgedanken dazu auf.
Denn ich habe bei einigen meiner Vorsätze die eigentliche Motivation nach Jahren vergessen und so war es dann schwer mich zu motivieren.

Dein Gedenke auf Fisch zu verzichten ( Entsagung an die Genusssucht ) also das Freitagsopfer zu wieder zu einen richtigen Opfer werden zu lassen ist eine klasse Einstellung. Denn früher gab es die sogenannten Hergottsbescheiserle um die Fastenordnung zu umgehen also den Betrug an Gott.  Deswegen ist es gut wenn du hart an diesen Tagen Fasten würdest in der Motivation den eigentlich Sinn dieses Tages zu achten. Wichtig ist - du machst dies dann ja auch freiwillig und bist keinesfalls dazu verpflichtet unter Sünde.
Daher ist es ein  Opfer zu Ehre Gottes, deines eigenen Glaubens und zur Rettung der Sünder.

Bei Aschermittwoch und Karfreitag ist die Fastenordnung ja ohnehin noch streng - da es Fast & Abstinenztage sind. Da iss ruhig deinen Fisch bei den anderen beiden Mahlzeiten ist ja nur eine kleine Sättigung erlaubt.  Ich esse da meistens 1-2 Schreiben trockendes Brot.