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römisch-katholisch => Fragen und Themen zum Glauben allgemein => Thema gestartet von: Admin am 23. Februar 2020, 15:29:54

Titel: Man hat Euch betrogen
Beitrag von: Admin am 23. Februar 2020, 15:29:54
Eine Fastenpredigt aus dem Jahr 2006
Quelle: Aus: Der Ruf des Königs, Nr. 1/06

31.03.2014 Von Pater Andreas Hönisch SJM
Heute will ich mich einmal ganz anders an Euch wenden. Vielleicht wisst Ihr noch von Erzählungen Eurer Eltern oder Großeltern, dass es in früheren Zeiten während der 40-tägigen Fastenzeit jeden Sonntag - manchmal auch werktags - nachmittags oder abends sogenannte Fastenpredigten gab. Bis zu Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Fastenzeit sehr streng eingehalten. Man durfte sich 40 Tage lang nur einmal am Tag satt essen. Bei den beiden anderen Mahlzeiten durfte man nur eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Außerdem war die Fastenzeit von der kath. Kirche als sogenannte „geschlossene Zeit" festgesetzt worden. In dieser Zeit war es für den kath. Christen streng verboten, an öffentlichen Vergnügungen teilzunehmen, wie z. B. Tanzveranstaltungen oder Partys. Selbst Geburtstagsfeiern zu Hause, wenn sie in die Fastenzeit fielen, sollten einfach und bescheiden gefeiert werden. Zu dieser Strenge kamen dann noch die oben erwähnten regelmäßigen Fasten predigten hinzu, bei denen bisweilen die Kirche gesteckt voll war. Ich habe mich im Geiste in einen Fastenprediger früherer Zeiten versetzt. Der Prediger ist längst gestorben, aber er hat vom Lieben Gott die Erlaubnis bekommen, noch einmal heute, im Jahre 2006, eine donnernde Fastenpredigt zu halten. Ich will versuchen, mit schwachen Worten diese Predigt wiederzugeben.

Die Fastenpredigt aus dem Jahr 2006
Liebe Christen, vor allem liebe Jugend! Ausnahmsweise seid Ihr sehr zahlreich gekommen und sitzt jetzt unter der Kanzel, um meinen Worten zu lauschen. Ich habe mich in den letzten Tagen gründlich bei Euch umgeschaut.

Ich war in Euren Pfarrgemeinden. Ich habe mich unbemerkt unter die Teilnehmer Eurer Pfarrfeste gemischt. Auch habe ich von außen durchs Fenster Eurer Discos geschaut. Hinein wollte ich nicht gehen, weil ich es nicht ausgehalten hätte. Ich war heimlicher Besucher Eurer Schulklassen und setzte mich in Eure Lehrerkonferenzen. Auch schmuggelte ich mich in Eure Parlamente und mischte mich unter die Politiker ller Parteien. Eure Kinos und Fernsehfilme schaute ich mir nur kurz von weitem an, weil mich der Schmutz ekelte, den ich da zu sehen bekam. Auch ging ich in Eure Krankenhäuser, wo man Kinder im Mutterleib und alte Leute massenweise tötete. In Eure Forschungszentren, Eure Lehrerkonferenzen setzte ich meinen Fuß. Ich mischte mich unter die Mitglieder Eurer Pfarrgemeinderäte und Eurer Diozesankonferenzen. Auch die Universitäten und vor allem die Priesterseminare und Ordenshäuser sah ich mir an. Natürlich bin ich auch ungesehen in die Freimaurerlogen gegangen. Auch war ich in den Rotarierclubs und bei den Lions und diversen „Round Tables". Ja, sogar in den Versammlungen der UNO war ich zugegen.

Ich könnte die Aufzählung beliebig verlängern. Da mein Leib noch im Grabe liegt und auf die Auferweckung am jüngsten Tage wartet, war es mir ein Leichtes, mich ungesehen zu machen; das heißt, ich habe alles gesehen, aber wenn ich es wollte, sah man mich nicht. Ihr seht mich jetzt, weil der Liebe Gott wollte, dass ich Euch noch einmal eine Fasten predigt halte, so wie ich es früher immer getan habe.

Also hört gut zu und spitzt Eure Ohren und macht weit Euer Herz, wenn jetzt ein paar bittere Wahrheiten zur Sprache kommen. Schuld seid nicht in erster Linie Ihr, sondern die großen ferngesteuerten Verführer, die nicht auf die Stimme ihres Schutzengels hören wollen, sondern auf die des „Lügners von Anbeginn", des Feindes der Menschheit, Satan, der Schlange im Paradies. Also ich sage es Euch frei heraus:


Liebe Christen, ich könnte die Aufzählung beliebig fortsetzen. Mit den Augen der Ewigkeit sehen wir im Himmel alles, ja wirklich alles, was bei Euch auf Erden passiert. Ihr seid einsichtig und versteht mich. Ich hatte Euch anfangs gesagt, dass nicht Ihr die eigentlich Schuldigen seid, sondern die großen ferngesteuerten Verführer.
Aber auch Ihr macht Euch schuldig, wenn Ihr den Verführungen auf den Leim geht, ganz gleich wie sie heißen.

Lasst Euch nicht betrügen! Geht weiter Euern geraden Weg der Gebote Gottes und der Nächstenliebe um des Herrn Jesus Christus willen! Bleibt im Gehorsam gegenüber dem Hl. Vater in Rom. Er kennt den wahren Weg, der Christus ist. Dieser Weg ist herrlich. Die Welt wird dem Papst eine Zeit lang zujubeln; aber schließlich wird sie ihn kreuzigen wollen, so wie sie Jesus gekreuzigt hat.

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Soweit die Fastenpredigt des zur Erde zurückgekehrten Fastenpredigers. 2006
Aus: Der Ruf des Königs, Nr. 1/06
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