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Allgemeine Diskussionen => Allgemeine Diskussionen => Thema gestartet von: Botschafter am 10. August 2011, 22:18:12
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Behörden zerstören Existenzen wegen Kleinigkeiten.
Diesen Frühling war ein Carchauffeur mit mir in der Bus-Fahrschule, der in Europa, selbständig mit eigenem Car und 10 jähriger Fahrpraxis in eine Polizeikontrolle kam, die fand, dass sein Führerausweis nicht gültig sei - nach 10 Jahren und vielen Kontrollen!
Er müsse seinen Carführerschein von Grund auf neu erwerben, weil er diesen damals nicht in der Schweiz erworben hatte. Kosten ca. sFr. 12'000.-, da die min. Fahrstundenzahl gesetzlich vorgeschrieben ist.
Der Mann, mit Ehefrau und vier Kindern, verlor seinen Vertrag, musste den gebrauchten Car weggeben weil der die Raten nicht mehr bezahlen konnte und landete direkt in der Fürsorge. Meine letzte Info war, dass die Fürsorge die Ausbildung nicht vorschoss. Wie alles weitergelaufen ist, weiss ich nicht. Die Polizei (CH) hat dieser Familie die Existenz wegen einer Bagatelle komplett zerstört.
Solche Unverhältnismässigkeiten sind an der Tagesordnung! Mir sind weitere Fälle bekannt.
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Ich verstehe den Verweis auf Unverhältnismäßigkeit nicht.
Wenn jemand keinen Führerschein (nehmen wir einfach den normalen jetzt) hat und er fährt trotzdem, sagen wir 10 Jahre ohne Probleme und Unfälle, und dann wird das Fehlen entdeckt: soll man ihn ihm dann ehrenhalber verleihen oder müßte er nicht doch den Schein machen?
Oder noch besser:
Ein Hochstapler gibt sich als Arzt aus, fälscht Approbation etc (solche Fälle gabs in Deutschland) und arbeitet 10 Jahre lang erfolgreich (ja, auch das gabs) und gründet eine Familie mit 4 Kindern, und nun wird der Schwindel entdeckt - soll man ihn wegen der Kinder dann weiterarbeiten lassen? Im Ernst?!
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sceptic, der Mann hatte den Carführerschein Kat. D.
Sein einziges "Verbrechen" war, dass er sich in der Schweiz nicht abgemeldet hatte - vor 10 Jahren für min. 1/2 Jahr - als er diese Führerprüfung in seiner Heimat absolvierte. Den PW-Führerschein hatte er in der Schweiz erworben.
In der Regel werden ausländische, nach EU-Kriterien erworbene Ausweise umgeschrieben und wenn nötig wird eine Prüfungsfahrt verlangt, das wars!
Ich habe noch mehr Beispiele...
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Aussprache mit meinem Chef gestern:
- Keine medialen Rundumschläge gegen die Behörden mehr (..ich war erstaunt, dass der Polizeichef der Kapo SG überhaupt reagierte..)
- Weiter arbeiten wie bisher.
- Bussen kassieren wie bisher.
- Bussen dem Chef bringen und er schaut dann, was er tun kann. Zu 90% bringe er diese weg. Die restlichen 10% sind Futter für die Justizindustrie, deren Exponaten sehr hohe Gehälter beziehen und nicht daran interessiert sind, dass ihnen die Stammkundschaft wegfällt.
Was sind denn das für Zustände! Es ist unmöglich einen simplen Job legal zu tun!
Das wichtigste ist, dass die prof. Chauffeure weiter als zu bejagendes Freiwild der POLIZEI zu dienen haben und deren Willkür total ausgeliefert sind.
Das kann ja wohl nicht wahr sein - ist aber so - in der "freien Schweiz", nicht in der UDSSR! (Diese gibt es nicht mehr, ich weiss)
Anscheinend gewolltes Ergebnis:
Ständige Demütigungen erzeugen Hass und Wut. Wenn sich diese dann entlädt wie in England, wundern sich alle.
LG Markus
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Naja, dass die Bußgelder bei allen Unternehmen, die auf der Strasse zugange sind, mit eingepreist sind, ist ja nichts neues.
Aber wenn die Behörden so willkürlich sind, warum wendet man sich als Betroffener denn dann nicht mal an die "Justizindustrie" und läßt die Maßnahmen überprüfen?? In Deutschland geht das ganz wunderbar.
Du hast sicher recht, dass es unglaublich schwer ist, irgendwelche Fahrerjobs "legal" zu tun, wobei das aber eher mit den unternehmerischen Vorgaben zu tun haben dürfte (NICHTS hindert den Fahrer daran, Tempolimits/Parkverbote/wasweißich einzuhalten, außer dem Zeitdruck, den aber im Zweifel der Chef verursacht...).
Die Justizindustrie wird übrigens eher durch jeden Angang gestört, die fürstlichen Gehälter bekommen die nämlich als Beamte/beamtengleiche Beschäftigte auch so...
Äh, wie hoch ist ein sehr hohes Gehalt eigentlich?